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Chapter 39
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Schuld und Scham
Mir brummte der Schädel. Ich brauchte einige Zeit, um mich zu orientieren, wo ich war. Ich hatte im Sitzen geschlafen, vornüber auf den Tisch gesunken. Mein Nacken war steif und die Seite des Gesichts, die auf der Tischplatte gelegen war, fühlte sich taub an. Entgeistert stellte ich fest, dass die Rumflasche neben mir fast leer war. Stöhnend drückte ich mich hoch und stand wankend auf, zur Sicherheit eine Hand an der Tischkante, um mich zu stabilisieren.
Von Andrea und Tina war keine Spur mehr zu sehen. Ihre Gläser und die Weinflasche hatten sie weggeräumt. Meine Tochter war bestimmt im Bett und meine Nachbarin nach Hause gegangen. Was war ich doch für ein miserabler Gastgeber, der sich vor seinen Gästen betrank und einschlief.
Und ein noch schlechterer Vater. Tina hatte angekündigt, dass sie etwas Wichtiges mit mir bereden musste. Und anstatt für sie da zu sein, hatte ich vergessen, dass sie mich besuchen wollte. Schlimmer noch hatte ich mich von ihr in einer kompromittierenden Situation erwischen lassen, in der kein Kind seine Eltern sehen sollte. Ich schämte mich.
Morgen früh würde ich Andrea anrufen und mich entschuldigen. Und der Rest des Tages war für meine Tochter reserviert. Jetzt aber ins Bett!
Ich hatte keine Idee, wie spät es mittlerweile war, und es war mir auch gleichgültig. Stöhnend hielt ich eine Hand an meine schmerzende Stirn. Ich schlurfte ins Bad, warf Hemd und Strümpfe in den Waschkorb, wusch mich oberflächlich und trottete mit hängendem Kopf die Treppe hinauf zu meinem Schlafzimmer.
Dabei kam ich an Tinas Tür vorbei. Ich stutzte und blieb lauschend stehen. Ungewohnte Geräusche hatten mich innehalten lassen. Es wirkte wie Stöhnen. Und ein wiederkehrendes Knarren des Bettrosts klang, als ob sie sich unruhig hin und her wälzte. War sie krank? Da ich mich selbst nicht wohl fühlte, schien mir der Gedanke naheliegend. Ich machte mir ernsthaft Sorgen. Ich musste nach ihr sehen.
Ich legte eine Hand auf die Klinke, wagte es aber nicht, ungefragt ins Zimmer meiner erwachsenen Tochter einzudringen. Leise klopfte ich, ohne eine Reaktion darauf zu bekommen. Dafür wurde ihr Stöhnen lauter und ging beinahe in ein mitleidserregendes Heulen über. Es schien ihr wirklich nicht gut zu gehen.
Alarmiert klopfte ich energischer, rief „Tina, brauchst du Hilfe?“ und legte mein Ohr ans Holz. Nun nahm ich deutlich wahr, wie sie leise, aber verständlich „Ouh, ja, ja-ah“ hervorbrachte.
Ich drückte die Tür auf und trat besorgt ein in der Annahme, dass meine Tochter sich in Schmerzen auf dem Bett wand. Nun, sie wälzte sich tatsächlich auf der Matratze. Aber nicht so, wie ich gedacht hatte.
Sie lag auf dem Rücken, die Augen geschlossen, den Mund geöffnet. Ihre Hände waren in Andreas Schopf verkrallt und pressten deren Gesicht in ihren Schoß, zwischen die weit auseinander gespreizten Beine. Tina schien der Welt entrückt und nahm keinerlei Notiz von mir.
Ebenso gab Andrea kein Zeichen von sich, dass sie mich bemerkt hatte. Sie war voll und ganz vertieft in das, was sie tat. Und was sie da machte, war ziemlich eindeutig.
Mein erster Impuls war, aufzubrausen und die beiden Frauen zu trennen. Doch welches Recht hätte ich dazu? Sie waren erwachsen und für sich selbst verantwortlich. Der Einzige, der hier etwas Unanständiges tat, war ich.
Schuldgefühlte überkamen mich. Auf Zehenspitzen trat ich den Rückzug an und schloss die Tür so leise wie ich konnte. Mit bis zum Hals klopfendem Herzen lehnte ich am Türrahmen. Ich wusste, dass ich verschwinden und die beiden sich selbst überlassen sollte. Dennoch hielt mich etwas gefangen. Angewurzelt stand ich da und horchte auf die Geräusche, die zu mir drangen. Tinas Heulen wurde lauter und drängender, nach und nach schien sie die Kontrolle zu verlieren.
Meine Vorstellungskraft erschuf dazu die Bilder, die sich in dem kleinen Raum nur wenige Schritte von mir entfernt abspielen mussten. Ich spürte wachsende Erregung in mir aufsteigen. Was war nur mit mir los, fragte der vernünftige Teil meines Bewusstseins. Ich belauschte meine eigene Tochter dabei, wie sie Sex mit einer anderen Frau hatte, und geilte mich daran auf. Das war doch pervers, oder?
Die Oberhand behielten andere, niedere Instinkte. Ich stand einfach da und lauschte. Mein Schwanz schwoll an, pochte von innen gegen meine Hose und ächzte danach, dass ich ihn befreite und seiner Bestimmung zuführte. In meiner Fantasie gesellte ich mich zu den beiden ineinander verschlungenen Frauen, nahm Andrea von hinten, während sie Tina ausleckte und zum Höhepunkt brachte. Dabei trieb ich sie selbst und mich zu unserem gemeinsamen Orgasmus, so dass wir zu dritt befriedigt niedersanken und erschöpft das kleine Bett teilten.
Tina schrie auf, das holte mich in die Realität zurück. Der Schrei währte nur kurz, dann wurden ihre Laute erstickt, als ob ihr jemand den Mund zuhalte, damit sie nicht zu laut wurde.
Meine Knie wurden weich. Ich sank mit dem Rücken an der Wand hinab und ging in die Hocke. Das Blut pochte mir in den Schläfen.
Ich wusste nicht, wie lange ich so im Flur saß, bis ich mich aufrappelte und in mein Zimmer schleppte. Ich hatte nicht mehr die Energie, mich vollständig auszuziehen, und warf mich einfach so, wie ich war, aufs Bett. Doch der Schlaf wollte nicht kommen.
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Der Handwerker (Public)
Ich habe plötzlich genügend Geld, um nicht mehr arbeiten zu müssen, und widme mich meinem Hobby.
Das erste Kapitel dient ausschließlich der Einführung und es gibt noch keine "Action". Danach gibt es Zug um Zug mehr Handarbeit.
Updated on Oct 1, 2024
Created on Mar 11, 2023
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