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Chapter 10 by The Pervert

Wie geht es weiter ?

Schmerzende Wahrheiten.

Leider kann Ich dir auch nicht mehr helfen. Ich weiss ja nicht wie lange Du schon hier bist und ob Du noch genügend Geld hast um von hier wegzukommen. Ich kann dir da jedenfalls nicht helfen."
„Ich bin seit etwa einer Woche hier."
„Und mit deinem letzten Geld angekommen. Leider kenne Ich solche Geschichten im Duzend. Ich kann dir nur anbieten eine Weile hier zu wohnen. Mein Geschäft geht zu Zeit auch nicht so gut, und Ich habe nicht viel aber Ich teile es gerne mit dir. Leider kann Ich es mir nicht leisten dich als Hilfe einzustellen. Und auf Dauer reicht mein Verdienst auch nicht für Zwei."
„Ich verstehe immer noch nicht weshalb Du das tust."
Erst seufzte Tav schwer, dann musste er lachen.
„Du wirst es nicht verstehen, aber Ich habe früher einige Sachen gemacht für die Ich mich noch immer schäme. Sachen die anderen Leuten die es nicht verdient haben schweres Leid gebracht haben. Ich kann es nicht wieder ungeschehen machen. Aber Ich kann mir einbilden, das es mein Gewissen erleichtert wenn Ich im Gegenzug jetzt und hier jedem Helfe dem es schlechter geht als mir und der wirklich Hilfe braucht."
„Doch, Ich glaube das und verstehe es. Es fällt mir nur schwer zu glauben das Du solche Schuld auf dein Gewissen geladen haben sollst."
„Glaub´s mir. Es ist so."
Sashiira merkte das er nicht weiter darüber sprechen wollte.
Tav musste nun arbeiten und Sie saß in seiner Wohnung und nähte sich aus dem Tuch ein einfaches Kleid.
Zwei Tage blieb Sie bei ihm, half Ihm zumindest bei kleinen Dingen, wie nähen, waschen und putzen.
Aber es bedrückte Sie das Sie ihm seine Hilfe nicht vergelten konnte. Als der Heiler sich erneut Ihre Wunde anschaute war Sie dank seiner teuren Kunst soweit verheilt, das er die Fäden ziehen konnte. Ihr ging es körperlich wieder gut. Doch wie sollte es weiter gehen ?
Sie wusste das Sie Tav jetzt nur eine Last war wenn Sie bliebe, und entschloss sich zu gehen.
Immerhin erbot Sie sich ihm einmal die Woche jene Arbeiten abzunehmen die er sonst selbst tun musste da er sich keine Putzhilfe leisten konnte. So hatte er etwas mehr Zeit um sich auszuruhen.
Doch das wollte Sashiira nicht reichen. So fand Sie einen Entschluss der Sie nur wenig Überwindung kostete. Wenn Er Sie wollte, würde Sie sich Ihm hingeben. Er hatte Ihr Leben gerettet. Das mindeste was Sie dafür Opfern konnte war Ihr Jungfernschaft. Zwar war er beileibe kein Traummann, aber in mehrfacher Hinsicht verspürte Sie für ihn mehr liebe als für andere Männer.
Sie hatte Ihm gesagt das Sie Ihn am nächsten Morgen verlassen würde und als er nach der Arbeit und dem Abendbrot schlafen gehen wollte sagte Sie ihm welche Entscheidung Sie getroffen hatte. Und es fiel ihr leichter als Sie befürchtet hatte. Sie erlebte Ihn zum erstenmal wirklich sprachlos.
Dann lehnte er Ihr Angebot ab.
Nun war Sie sprachlos. Und Ihre grösste Befürchtung wurde zu ihrer Gewissheit. Bis ...
„Sashiira. Ich bitte dich um einen Gefallen. Höre mir jetzt zu. Ich werde dir etwas erzählen was niemand sonst weiss. Es ... es fällt mir nicht leicht das zu sagen. Vielleicht glaubst Du auch das es eine Ausrede ist, aber Ich schwöre dir bei allem was Du willst, Ich sage die Wahrheit."
Sie schaute Ihn fest an. So hatte er noch nie geklungen, und Sie wusste das er Ich nun etwas erzählen würde, was in ihm alte Wunden aufreissen würde.
„Ich habe dir doch gesagt, das Ich früher einige wirklich hässliche Dinge getan habe. Das ist war. Ich habe mich früher, in meiner Jugend als Söldner verdingt. Dabei habe Ich keine Gelegenheit ausgelassen und viele Frauen vergewaltigt. Ich war nicht besser als die drei die dich überfallen haben. Ich kann dir nicht sagen weshalb Ich mich irgendwann anders besann, aber damals habe Ich viele Grausamkeiten begangen und hatte Spass daran. Ich fühle mich inzwischen besser als diese Typen, weil Ich mich geändert habe. Würde Ich jetzt diese Geste von dir, die sicherlich Gut gemeint ist und für dich sicher eine grosse Überwindung kosten muss annehmen würde Ich mich ihnen wieder gleichgestellt fühlen. Und das möchte Ich wirklich nicht.
Ausserdem gibt es da noch etwas das dir hoffentlich den Abschied von mir erleichtern wird. Während Du dort in meinem Bett lagst und ich dich gewaschen habe, ... Ich war nahe daran ... dich ..."
er schluckte und seine Stimme hatte heiser geklungen.
„Du warst eine Versuchung für mich und Ich bin froh Ihr widerstanden zu haben. Aber Ich kann darauf nicht stolz sein, denn es hat mir gezeigt, das Ich im Grunde immer noch nicht besser bin als früher."
Bevor Sashiira etwas erwidern konnte, stand er auf und ging hinaus.
Erneut erlebte Sie einen Wirbelsturm der Gefühle. Was Sie da gehört hatte wollte Sie nicht glauben. Sie wusste es war die Wahrheit, aber Sie wollte das er log. Er war nicht so. Sie war der Beweis, das er tatsächlich ein besserer Mensch war, als viel die Sie gekannt hatte und viel die es von sich Glaubten.
Sashiira schossen die Tränen in die Augen, dann floh auch Sie aus diesem Raum, diesem Haus.
Irgendwann fand Sie sich in einem der Parks der Stadt wieder, den einzigsten Orten wo man Nachts alleine sein konnte, da die Tore geschlossen wurden und bis zum Hahnenschrei am Morgen ohne Sonderbefehle nicht geöffnet wurden.
Sie lag auf dem Rücken im Gras und schaute die Sterne an die gelegentlich zwischen den Rasch vorbeiziehenden Wolken hindurch leuchteten. Fast die ganze Nacht lag Sie wach und hing vielen Gedanken nach. Irgendwann faste Sie einen Entschluss. Am nächsten Morgen würde Sie Tav aufsuchen und Ihm erklären das Sie wenn er wollte weiterhin Freunde sein würden. Sie verurteilte Ihn nicht und wollte Ihn nicht quälen. Sie hoffte einfach das er verstehen würde, das er DOCH besser war als er glaubte.
Und Sie waren Freunde geblieben. Wenn Sie konnte hatte Sie ihm geholfen und bei Ihm gearbeitet, und einige Male wenn er besonders gute Geschäfte gemacht hatte hatte er Sie eingeladen längere Zeit bei Ihr zu bleiben, denn er wusste wie Sie lebte und es schmerzte Ihn ihr nicht helfen zu können. Und Sashiira hatte Ihren Stolz. Sie hatte Ihm klar gemacht das Sie alleine versuchen wollte mit ihrem Leben klar zu kommen. Es war für Sie schon unangenehm genug Ihn meist dann zu besuchen wenn Sie es eben wieder nicht geschafft hatte selber über die Runden zu kommen. Immerhin gab es zwischen Ihnen beiden eine Menge Respekt für den anderen.
Und nun war es wieder soweit, das Sie sich um Hilfe an ihn wenden musste.
Als Sie sich dem Tor näherte das in den Hof seines Hauses führte spürte Sie das irgend etwas nicht stimmte. Ihre Nackenhäärchen stellten sich auf. Sie fühlte wie sich Ihr Magen zusammenzog. Es gab kein sichtbares Anzeichen, aber etwas war falsch.

Was stimmt nicht ?

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