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Chapter 5

What's next?

Schampus!

"Wir **** natürlich nur das Beste vom Besten!", platzte Mirko heraus, "Mach zur Feier des Tages gleich mal eine Flasche Schampus auf, Manne. Und dann mixe uns allen ein paar exklusive, leckere Cocktails. Schließlich wird der stolze Ehemann alles bezahlen, wenn er uns gefunden hat. Das sollte es ihm schon wert sein, wenn er dafür seine süße Braut wieder bekommt."

Er warf Mandy eine ironische Kusshand zu und deutete eine leichte Verbeugung an. In seinen Augen aber konnte sie lesen, dass er noch immer wütend darüber war, dass sie sich gegen ihn und für den sanften, einfühlsamen Martin entschieden hatte. Es ging ihm hier ganz offensichtlich nicht um einen traditionellen, humorvollen Hochzeitsbrauch, sondern er wollte sich an dem Nebenbuhler rächen, der ihm vermeintlich die Braut weggeschnappt hatte. Sie zitterte in der plötzlichen Kälte, die sie überfiel, und schmiegte sich enger an ihren großen Bruder, der hinter ihr stand und ihr Halt gab.

Der Wirt machte sich hinter der Theke zu schaffen und bald hörte man das Plopp eines Sektkorkens und das Klirren von Gläsern.

"Aber nehmt doch bitte Platz! Wir sind heute alle Martins Gäste", lud Mirko spöttisch ein und rückte mit gespielter Galanterie für die Braut einen Sessel zurecht.

Mandy wollte sich zunächst nicht von Peter lösen, der aber drückte ihre Schulter, um ihr Zuversicht zu geben, und raunte so leise, dass nur sie es hören konnte: "Tu, was er will, dann bringen wir's schnell hinter uns. Ich schicke Martin nachher eine SMS, damit er uns findet."

Sie setzten sich um einen Tisch in der Nähe der Bühne, den Mirko ausgesucht hatte. Mandy wurde von ihm und Peter eingerahmt. Jimmy und Katsch saßen ihr gegenüber. Unangenehmes Schweigen herrschte, alle schienen auf etwas zu warten. Da auch die ansonsten übliche Musik fehlte, übertönte nichts das Brummen der Spotlights an der Decke und das Surren der Lüftung. Glücklicherweise wurde die Stille unterbrochen, als Manne an den Tisch kam, geschickt ein Tablett mit einer Sektflasche und Gläsern balancierend. Er setzte alles auf dem Tisch ab und schenkte ein.

"Nimm dir doch auch eins", lud Mirko ihn großzügig ein.

"Du kannst meines haben", warf Peter rasch ein, "ich nehme lieber eine Cola."

Durch sein Vorbild ermutigt schob Mandy kleinlaut hinterher: "Kann ich bitte ein Wasser haben?"

Mirko schoss seinem einstmals bestem Freund einen wütenden Blick zu. Peter begann, ihm ernsthaft auf die Nerven zu gehen. Erst seine Einmischung im Auto. Und jetzt das. Der Kerl verdiente eine Lektion.

Zunächst aber wandte er sich an die neben ihm sitzende Braut und tätschelte ihr übergriffig den Arm. Süßlich lächelnd erklärte er ihr: "Du kannst doch an deinem Hochzeitstag kein Wasser ****. Das mag für den Alltag ja ganz OK sein. Aber das wird bald schal und langweilig. Manchmal da braucht man doch etwas Prickelnderes, etwas Kräftigeres. Ich weiß genau, was du jetzt brauchst."

Mandy hatte den Eindruck, dass er nicht über **** sprach. Doch sie erinnerte sich an Peters Rat, bis auf weiteres mitzuspielen, und lenkte ein. Immerhin würde ihr Bruder nüchtern bleiben und weiter auf sie Acht geben. So könnte sie einen Schluck **** riskieren, obwohl sie das nicht gewohnt war.

"Na, dann Prost!"

Peter ließ sein Glas unangetastet und schlug vor: "Manne, ich kann mir selbst was von der Theke holen, wenn das für dich OK ist."

"Aber, nein!", fuhr Mirko dazwischen, ehe der Wirt antworten konnte, "Bleib sitzen, du bist hier Gast. Ich kümmere mich drum."

Er war schneller auf den Beinen und lief schon los, bevor jemand reagieren konnte, so ließ sich Peter wieder in die weichen Polster sinken. Dann drehte er sich halb um und rief: "Aber mach keine komischen Sachen! Ich schmecke es, wenn du mir Vodka oder sonst was ins Glas mischst."

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