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Chapter 7 by Reyhani Reyhani

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Süßer Dienst

Dann nahm der arbeitsreiche Tag auf der Alm seinen Lauf. Bauer und Knecht brachen nach einer kurzen Pause auf, um nach dem weidenden Vieh zu sehen. Die Bäuerin leitete Annika bei der Arbeit in Haus und Hof an. Am Nachmittag machten sie sich mit einem Imbiss auf den Weg zu den Männern. Auf dem Rückweg ernteten sie Kräuter, die sie dann in der Scheune zum Trocknen aufhängten. Danach war es schon wieder Zeit, das Abendbrot vorzubereiten.

Nach einem einfachen Mahl wurde Karl geschickt, die Hühner in den Stall zu sperren, Annika sollte die Küche aufräumen, während die Bauersleute sich vor das Haus setzten und rauchten. Beide saugten an ihren kleine Tonpfeifen, dazu erzählte Benedikt Neuigkeiten aus dem Dorf. Als Annika dazukam, wurde sie über ihre Urlaubspläne und ihr Leben zu Hause ausgefragt, bis der Bauer die Schlafenszeit verkündete.

Heute wusch Susanne nur ihren Mann, dann schnell sich selbst, bevor die Eheleute Hand in Hand im Haus verschwanden. Offenbar hatten sie es eilig, ins Bett zu kommen. Einen Stapel Handtücher haltend blickte Annika ihnen versonnen hinterher. Dann erinnerte sie sich mit Unbehagen an ihre eigene Situation. Jetzt würde sie alleine mit Karl zurechtkommen müssen. Innerlich machte sie sich bereit, zum richtigen Zeitpunkt Nein zu sagen. Aber wann war der richtige Zeitpunkt?

Karl erfüllte alle Erwartungen. Er wusch sich langsam und gründlich und gab sich auffallend viel Mühe mit seinem Glied. Trotz des kalten Wassers füllte es sich dabei langsam mit Blut. Annika hatte beschlossen sich nicht provozieren zu lassen und so zu tun, als sei das ganz normal. Insgeheim musste sie zugeben, dass Karls Penis wirklich sehenswert war: ganz passend zu seiner langen, schlacksigen Figur.

Genau so, wie er sich selbst freimütig präsentiert hatte, schaute Karl Annika beim Waschen zu. Wieder taxierte er sie genau, blieb aber auf Distanz. War er sensibler als gedacht und hatte Annikas Ablehnung gespürt? Nur eins ließ er sich nicht nehmen: Kommentare über ihren Körper abzugeben. Oder sollten das etwas Komplimente sein?

„Madel, für dein Alter hast schon dolle Dutten. Normalerweise sind die ja erst mit dem Alter richtig reif, so wie bei unserer Herrin. Dein Hintern gefällt mir auch und mit der Zeit werden deine Schenkel auch noch kräftiger. Dann können wir zusammen hoch in die Berge steigen. Und so einen feuerroten Busch zwischen den Beinen hab ich überhaupt noch nie gesehen. Musst aufpassen, dass deine Fut nicht zu heiß wird.“

Karl lachte über seinen eigenen Witz, während Annika sich mit dem Waschen beeilte.

„Wenn du mal des Nachts etwas brauchst, weißt ja wo ich schlafe. Ich helfe gern“, schloss Karl freundlich. Dann drückte er Annika sein Handtuch in die Hand und machte sich zu ihrer großen Erleichterung ebenfalls auf den Weg ins Bett.

Sie konnte gar nicht fassen, dass alles so problemlos abgelaufen war. Karls Vorschlag war absurd, sie kannten sich ja grade einmal seit einem halben Tag. Aber Annika hatte auch das Gefühl, dass er es durchaus ehrlich meinte.

Annika hängte noch die Handtücher zum Trockenen auf und betrat dann die Schlafkammer. Dort durchfuhr sie der nächste Schreck: Susanne lag alleine in der Mitte des Bettes auf dem Bauch. Ihre Beine waren mit Lederriemen mit den Bettpfosten verbunden. Dazu trug sie lederne Manschetten an den Fußgelenken, an denen die Riemen befestigt waren.

Die Szene beunruhigte Annika. Sie verstand nicht, was das zu bedeuten hatte, aber der Anblick berührte sie auch zutiefst. Sie vermied es, in die dunkle Schlucht zwischen Susannes gespreizten Beine zu schauen. Das kam ihr ungehörig vor. Stattdessen eilte sie um das Bett herum, um sich neben die Bäuerin auf die Bettkante zu setzen.

„Was ist passiert, Susanne? Wer hat dir das angetan? Etwa dein Mann?“

War doch nicht alles gut zwischen den beiden? Eben hatten die Eheleute doch noch so einträchtig gewirkt? Hatte Benedikt es sich etwa doch noch anders überlegt wegen Alois?

„Hab keine Angst, das hat alles seine Ordnung“, zerstreute Susanne Annikas Sorge. „Benedikt will noch schnell das Haushaltsbuch durchgehen, die Besorgungen aus dem Dorf abrechnen. Er ist gleich bei uns, dann kümmert er sich um mich. Wir waren jetzt drei Tage nicht zusammen, da ist mein Verlangen immer besonders heftig. Aber die Arbeit geht vor. Ich werd's schon aushalten, noch ein wenig zu warte, obwohl es mir schwer fällt.“

„Und ich?“, stammelte Annika verwirrt. Sollte sie draußen warten?

„Du musst schlafen, Kleines. Hast heute gut gearbeitet und musst müde sein. Mein Tag ist noch nicht zuende, aber es ist ein süßer Dienst, der auf mich wartet.“

Dabei seufzte Susanne tief und verdrehte die Augen. Zögerlich legte sich Annika neben sie. Was hätte sie auch anderes machen sollen? Etwa zu Karl gehen? Sie hatte keine Angst doch die Ungewissheit, wie die Nacht ablaufen würde, machte ihr zu schaffen. Vorsorglich legte sich Annika ganz an den Rand des Bettes und wickelte sich sorgsam in ihr Laken ein. Susanne wünschte ihr eine gute Nacht und legte eine Hand auf ihren Arm, um ihn sanft zu streicheln. Wie am vorherigen Abend schlief Annika sofort ein.

Es ist das Gefühl, dass jemand ihre Hand greift, das Annika weckt. Dann dringen die fremden Laute in ihr Bewusstsein: keuchender Atem und das Geräusch sich aneinander reibender Körper. Annika muss einfach ihre Augen öffnen. Sie kann noch nicht lange geschlafen haben. Vom noch hellen Abendhimmel sickert Licht durch die Vorhänge. Vor ihr die offenen, dunklen Haare Susannes, die sich über das Kissen ergießen. Die Bäuerin kniet auf allen Vieren im Bett. Hinter dem riesigen Becken seiner Frau ragt schmal die Silhouette Benedikts auf.

Susanne drückt Annikas Hand fester, führt sie zu ihrer schwer herunterhängenden Brust. Annika bekommt eine ihrer harten Zitzen zu fassen. Susannes Atem wird zu einem tiefen Stöhnen und gipfelt einem brünstigen Schreien. Dann ist plötzlich alles vorbei. Das Ehepaar bricht auf dem Bett aufeinander zusammen. Beide ringen nach Atem. Auch Annika ist erschöpft, so als hätte sie selbst mitgemacht. Sie hat die Augen wieder geschlossen und driftet langsam in den Schlaf.

Das war nicht die letzte eheliche Vereinigung, die Annika miterleben sollte. Beim nächsten Mal ließ das fahle Morgenlicht sie noch besser sehen, wie der Bauer von hinten gegen die Hüften seiner Frau stieß und sie so in höchste Verzückung versetzte.

Als das beeindruckende Schauspiel vorbei war, schlüpfte Annika leise aus dem Zimmer. Sie hätte sich gerne um ihre eigene Spalte gekümmert, die heiß und feucht geworden war. Doch sie hatte es nicht gewagt, ihre Finger zu benutzen. Was blieb ihr übrig, als mit dem kalten Wasser des Brunnen die Hitze aus ihrer Mitte fortzuspülen und anzufangen, das Frühstück zu bereiten.

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