Abschied?
Rekapitulation
Was war richtig, was war falsch?
Zuhause musste Johanna erstmal verarbeiten was geschehen war: das Geld, die Kleidung, die Menschen, ihr Schuldirektor Herr Krüger, dessen vermeindliche Musterschülerin sie war und der Brief von Madeleine, die sie ohne ihr Wissen zu dem Arbeitseinsatzes auf der Kunstausstellung geschickt hatte.
In Johannas Innerem herrschte nach den exzessiven, unbarmherzigen Stunden als Lutschpuppe im Toilettentrakt der SM-Kunstgalerie ein unbeschreibliches Chaos.
Sie erinnerte sich daran, wie sie die unzähligen warmen Schwänze der Kunden auf der Ausstellung, welche sie zuvor noch mit Getränke versorgt hatte, vom Urin saubergeleckt hatte, wie die warmen Spermaschübe unbarmherzig in ihrem Rachen, auf ihrem Gesicht und ihrem Po explodiert waren. Es raubte ihr den Verstand.
Ausgerechnet der Schwanz ihres Schulrektors, Herrn Krüger, hatte den Anfang gemacht!
Die zwei schweren Liebeskugeln, die Madeleine ihr tief in die Scheide gesteckt hatte, hatten sie verrückt gemacht und sie zum Umfallen gebracht. Sie wollte doch nur einen Orgasmus.
Sie wusste nicht mit ihren Gefühlen umzugehen. Warum hatte sie so erregt? Warum hatte sie sich nicht gewehrt und warum wollte sie Madeleine und Kerstin so sehr gefallen?
Ständig musste sie an die Erlebnisse denken, so dass sie in der Schule öfter ermahnt wurde. Seit Donnerstag war sie sicher, dass sie musste unbedingt mit Madeleine sprechen müsste.
Endlich war es wieder Samstag und auch ihre Eltern, die sich in letzter Zeit etwas seltsam benommen hatten, ihre Mutter etwas eingeschüchtert, was sonst nie der Fall gewesen war, schickten sie wieder fort, um was zu erleben.
Sie war so aufgeregt, als sie in den Bus stieg. Schon stand sie vor der Tür des Ladens und wusste gar nicht wie ihr geschah. Sie war noch so in Gedanken und eingeschüchtert.
Sie schämte sich, was aus ihr geworden war und welche Reize es in ihr ausgelöst hatte. Sie hatte doch noch gar keine Vorstellung, was es eigentlich bedeutete, eine Aushilfsschlampe für Madeleine zu sein. Mit schwitzenden Händen betrat sie den Weißen Salon.
Ehe sie sich versah, stand sie an dem Tisch neben Madeleine, die sichtlich überrascht war, das Mädchen bereits eine Woche nach dem exzessiven Galerie-Erlebnis wiederzusehen.
„Coco, du bist zurückgekommen, so eine Freude dich zu sehen.“
Johanna konnte bei den lieben Worten von Madeleine, welche ihr wieder Sicherheit gaben, hier am richtigen Ort zu sein, die Freudentränen nicht mehr halten. Zugleich war da immer noch die Scham mit den Situationen, welche Coco auch durch Madeleines gezielte Manipulationen erlebt hatte.
Nach einer kurzen Absprache schloss Madeleine sofort die Ladentür ab, um Johanna den geschützten Raum zu geben, den sie so dringend brauchte. Zuerst sprach Madeleine ihr tiefes, untröstliches Beileid darüber aus, dass auf der Ausstellung alles so extrem aus dem Ruder gelaufen war.
Doch dann gestand sie mit einem glänzenden Blick, dass jede einzelne Sekunde im Toilettentrakt heimlich aufgezeichnet worden war. Madeleine hatte sich die Videos bereits mehrfach angesehen und gestand, dass die Aufnahmen sie und ihre Freundin Kerstin zu mehreren, heftigen Orgasmen getrieben hatten.
Auch berichtete Madeleine, dass Kerstin mit ein paar Gästen Coco, als sie sie aufgefunden hatten, mithalfen sie zu reinigen und wieder frisch zu verpacken, nachdem sie so tief und fest geschlafen hatte und nichts mehr so wirklich wahrnahm. Das Geld, was sie bekam, war doch weitaus mehr als ursprünglich ausgemacht.
Johanna war doch sichtlich geschockt, denn sie hatte von der Aufzeichnung den ganzen Abend nichts mitbekommen. Sie brauchte erst mal ein paar Minuten Zeit.
Sie stand mit gesenktem Kopf da, unfähig Madeleine in die Augen zu schauen. Weinend beichtete sie, wie sie schon am Eingang der Galerie völlig aufgefallen war, weil sie wegen der vibrierenden Kugeln unkontrolliert ausgelaufen war.
Es war ihr unendlich peinlich, wie sie von den fremden Gästen am Einlass begrapscht und befingert worden war.
Und dann ihr Schuldirektor, der sie in dieser Woche schon zu sich gerufen hatte, da sie im Unterricht aufgefallen war. Auf der Party hatte er ihr sogar Sekt eingeflößt genau wie Madeleine, da sie ihre Hände ja nicht benutzen konnte und sie wegen ihrer Stöckelschuhe leicht aus der Balance geriet.
Wegen des Sekts hatte sie im Anschluss die Gläser verloren. Schuld war auch der bevorstehende Orgasmus hervorgerufen durch die öffentlich eingedrückten Kugeln mitten unter den Gästen. So wurde sie schließlich zum reinen Toiletten-Utensilienhalter degradiert.
Das Begrapschtwerden war noch harmlos gewesen, irgendwie sogar lustig, weil die Männer durch ihre bloße Anwesenheit im Gummi-Outfit erst gar nicht pinkeln konnten, bis sie sie grob herumdrehten. Doch die brutale Penetration durch die Liebeskugeln schrie nach jedem Orgasmus nach mehr Bewegung. Johanna wollte sich den nächsten Höhepunkt verschaffen, knickte jedoch mit den Stöckelschuhen um.
Wie es der Zufall wollte kam als nächster ihr Direktor in den Raum welcher sie aufforderte, sich nützlich zu machen und sich neben das Urinal zu bewegen. Und schon saß sie so vor ihrem Direktor, der die Situation gleich nutzte, ihren Mund auf der Höhe des Urinals zum Putzen seines Schwanzes zu nutzten.
So bekam sie nicht nur hautnah mit, wie der heiße Natursekt aus den Schwänzen schoss, sondern jeder einzelne Gast, der in der Ausstellung auf Toilette ging, nutzte ihren oralen Reinigungsdienst in aller Ausführlichkeit aus. Aus Angst, erneut negativ aufzufallen, strengte sie sich an, obwohl alles ganz anders geplant war – die Handtücher und Toilettenrollen lagen eh verstreut auf dem Boden und das Serviertablett war längst leer an ihrem nackten Körper umgekippt.
Anfangs noch überfordert mit der Situation, fand sie doch Gefallen daran. Auch merkte sie erst am Schluss mit den letzten drei Herren, dass es eine Mundpropaganda gab und sie die Lutschpuppe war.
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