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Chapter 3
by
daimon
Was treibt Simone eigentlich im Moment?
Simone geht einkaufen (20. März)
Simone erwachte nun schon zum zweiten Mal neben Tim. Vorsichtig, um ihn nicht zu wecken, schlüpfte sie aus dem Bett. Sie blickte verträumt auf das zerwühlte Liebesnest und die Teile Tims, die aus den Decken lugten. Mächtige Schultern, gute Muskeln. Aber nicht zu viel des Guten. Sie hatte keine besondere Vorliebe für Muskelprotze.
Ob sie ein ganz klein wenig in Tim verliebt war? Sie zuckte mit den Schultern und grinste in sich hinein. Irgendwie war das jetzt nicht wichtig. Sie hatte zum ersten Mal in ihrem Leben Sex! Und zwar richtig guten Sex!
Sie ging ins Bad und schloss vorsichtig die Tür hinter sich. Während sie auf der Muschel saß und es genoss, wie der warme Strahl aus ihr herausschoss, bestastete sie ihren Kitzler, der, dauererregt wie sie in letzter Zeit war, bereits keck und gut fühlbar aus seinem Häubchen hervorlugte. Wieder war sie da unten völlig verklebt, auch im Mund konnte sie noch Nachklänge von Tims Samen schmecken. Ihr Hals war etwas rau, doch sie fand, das war es wert gewesen.
Sie beendete die Stimulation ihrer Klitoris, da sie ihre Erregung halten wollte. Heute sollte alleine Tim, der sich den Tag extra für sie freigenommen hatte, ihr Befriedigung verschaffen. Sie stieg in die Dusche und reinigte sich gründlich. Sie überlegte kurz, ob sie Tims Geschmack wirklich missen wollte, doch dann siegte der Gedanke an ihren Zahnarzt und sie putzte sich die Zähne.
„Tim wird mir ohnehin bald eine Auffrischung verpassen,“
dachte sie mit einer neuen Selbstsicherheit. Sie schlüpfte leise in ihre Kleider. Um nicht zu viel Lärm zu machen, nahm sie einfach die Teile, die sie gestern achtlos im Zimmer verstreut hatte.
Sie trug eine enge Jeans und ein weit ausgeschnittenes rosa T-Shirt. Das T-Schirt hatte sie gestern unter einer Bluse getragen, da es sehr dünn und fast transparent war. Normalerweise vermied sie offenherzige Kleidung, doch, ganz die neue Simone, verzichtete sie auf die Bluse und zog stattdessen eine leichte Wolljacke an.
Sie rannte die Treppe hinunter, drückte mit Schwung die Tür auf und trat in den wunderschönen Frühlingstag hinaus. In der Hektik der letzten Zeit hatte sie gar nicht bemerkt, wie warm es inzwischen geworden war.
Rechts und links der Straße blühten die Bäume in den Vorgärten. Auf dem Weg zu ihrer Lieblingsbäckerei begegneten ihr nur freundliche Gesichter.
In dem dicht gefüllten Geschäft genoss sie den Geruch nach frischem Brot. Die zwei jungen Verkäuferinnen hatten viel zu tun. Beide waren blond und hatten, wie sich das für Bäckermädeln gehört sehr ausgeprägte weibliche Rundungen, die in dirndlartigen Kleidern steckten.
Simone fragte sich, wie viele der anwesenden Herren eine der beiden, oder sogar beide begehrten. Sicher schrieben diverse Teufelchen in den männlichen Hirnen eifrig an Drehbüchern, die sicherlich alle damit begannen, dass sich die beiden auszogen und …
„Guten Morgen! Womit kann ich Ihnen dienen?“
„Äh …“
Arg aus ihren Gedanken gerissen brauchte sie etwas, um sich zu sammeln. Die Verkäuferin sah sie mit einem Funkeln in den Augen an. Sah man ihr so deutlich an, dass der bloße Gedanke an Sex ihren Unterleib zum Schwimmen brachte? Früher hatte sie solche Gedanken im Alltag fast nie gehabt.
„Also ich hätte gerne …“
Sie ratterte ihre Bestellung herunter, als ob sie beweisen wollte, dass eh alles mit ihr in Ordnung war.
„Sonst noch etwas?“
„Haben sie noch frische Hörnchen?“
„Natürlich. Wieviel hättens denn gerne?“
Simone begann, eine gewisse Unruhe im Laden zu spüren. Während die andere Verkäuferin Kunde um Kunde abfertigte, war ihre immer noch mit ihr beschäftigt. Der Schalk in ihr konnte nicht widerstehen:
„Hmm, ich hätte gerne noch so ein Mehrkornbrot.“
Sie zeigte auf das Gewünschte.
„Aber sagen Sie, wo bekommen sie eigentlich ihr Getreide her? Ist das aus nachvollziehbar biologischem Anbau?“
„Das kann ich Ihnen so auf die Schnelle nicht sagen! Vielleicht sollten sie mal auf unsere Homepage schauen.“
Die Verkläuferin – laut Namensschild hieß sie Elisabeth – hatte definitiv den Preis für die Mitarbeiterin des Monats verdient. Sie war trotz des Druckes, der sich in dem kleinen Geschäft aufbaute, immer noch freundlich und strahlte sie an. Fast machte es den Eindruck, als würde sie immer freundlicher.
„Ach was, ich nehme auch noch das Mehrkornbrot. Wird mich schon nicht vergiften.“
„Sicher eine gute Wahl. Unsere Kunden sind damit immer sehr zufrieden.“
„Bittesehr! Das macht dann …“
Simone bezahlte und lächelte die Frau noch einmal an. Elisabeth erwiderte diese freundliche Geste auf so intensive Weise und blickte ihr dabei derart tief in die Augen, dass Simone verwirrt war und spürte, wie ihr die Hitze in die Wangen stieg.
Was war das eben gewesen? Hatte die Frau mit ihr geflirtet? Kopfschüttelnd trat sie aus dem Laden und verbat es sich, noch einmal zurück zu blicken.
Sie war noch nie von einer Frau angeflirtet worden. Sie war allerdings auch noch nie wegen einer Frau errötet. Seit wann wirkten Frauen auf sie? Sie hatte niemals, nicht einmal in der Pubertät, etwas für Frauen empfunden, war aber, das musste sie sich eingestehen, irgendwie neugierig geworden, wie das so wäre mit dem eigenen Geschlecht.
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Das Milieu hat viele Gesichter
Erlebnisse junger Dirnen
Mehrere Mädchen begeben sich mehr oder weniger freiwillig ins horizontale Gewerbe. Diese Geschichte ist ein genehmigter Spinoff von "Eine Karriere im Rotlichtbezirk" von Jarl66 https://chyoa.com/story/Eine-Karriere-im-Rotlichtbezirk.34775
Updated on Dec 14, 2025
by daimon
Created on Mar 16, 2021
by daimon
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