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Chapter 24
by
castashadowme
Was erlebt Julia an ihrem freien Tag noch?
Julia und die Edelhure Elena kommen sich näher.
Als Chrissi verschwunden war, stand Julia auf, schmiss ihre beendete Zigarette in den Mülleimer und stöckelte im Alten Botanischen Garten umher.
Die Worte Chrissis schwangen in ihr nach. 'Krieg dein Leben auf die Reihe, Jules!' hatte Chrissi gesagt und war abgezogen, ausgezogen, um ihr eigenes in den Griff zu bekommen. Aber was, dachte sich Julia, war das Leben. Vorstellungen anderer zu erfüllen, brav den Weg aller zu gehen, duckmäuserisch verborgen zu bleiben, hoffend, sehnend leben, bis endlich etwas passierte, der Himmel sich öffnete und Glück zu regnen beginne. Sie schüttelte den Kopf. Oder war Leben nicht halsbrecherisches wagen, Grenzen überschreiten, sich ausprobieren, sich auch den unausdenklichsten Situationen zu exponieren.
Sie schaute um sich. Niemand außer ihr befand sich im Botanischen Garten. Morgen ging das Jahr zuende. Übermorgen fing ein neues Jahr an. Wieder und wieder hatte sie diese Phase zwischen den Jahren erlebt. Vorweihnachten. Nachweihnachten. Silvester. Neujahr. Und wo war sie in all dem gewesen? Hatte sie gefeiert, wie sie feiern hatte wollen? Hatte sie geschrieben, wie sie sich zu schreiben einst vorgenommen hatte? War sie wirklich sie selbst geworden oder nur eine brilliante Verkleidung geblieben? Ein Versprechen, eine innere gähnende Langeweile des Hinauszögerns, bis es nichts mehr zum Hinauszögern geben würde. Und hatte Chrissi nicht "Krieg dein Leben auf die Reihe' gesagt?
Sie zog eine Zigarette aus der Schachtel und inhalierte schnell und tief den Qualm. Die Worte verrieten die eloquente Chrissi nur allzusehr. In der Tat wollte sie ihr Leben auf die Reihe kriegen, aber wortwörtlich. Sie wollte es bekriegen, die Mauern einreißen, die Schranken aufbrechen, die Feigheit niedertrampeln und endlich zum Aufblühen bringen. Manche Felder, dachte sie, als sie an einem öden Rondell vorbeiging, mussten gebrandrodet werden, mittels Flammen oder härtester Durchpflügung davor bewahrt werden, jedwede Fruchtbarkeit zu verlieren. Manche Erdkrusten mussten vulkanisiert, magmahaft zersprengt, von der Enge befreit werden, auf dass der heiße, wühlende, bebende Kern Gebirgszüge der Majestät hervorbringen konnte. Die Erde, die Sonne, die Welt lebte es vor, und sie, eine innere Erregung ergriff sie, sie würde nicht aufhören, sich bis zum Letzten zu bringen, um zu sehen, wer sie war, sein konnte, sein wollte, was am Ende des Tages von den Selbstillusionen übrigblieb, von den Gute-Nacht-Geschichten, die man ihr ein Leben lang erzählt hatte. Entweder sie würde zerbrechen oder wie ein Phönix aus der Asche steigen, den Flammen entrissen. So oder so jedoch würde sie wissen, was sie war, würde sie sie selbst geworden sein, ob am Boden, in der Gosse als durchgefickte Hure, oder als erwachte, erfüllte, befreite und letztlich authentische Schriftstellerin, die endlich von ihrem exzessiven Gefecht um ein intensives Leben berichten konnte.
Sie atmete durch. Es gab keine Abkürzungen. Es gab keinen Ausweg. Es gab nur den Weg mitten durchs Feuer, durch die Gefühle, Ängste, Lüste und Begierden. Es gab nur diese Not in ihr, diese Gier, und sie war der Kompass, nach dem sie sich richtete und richten wollte, wohin auch immer ihre nimmersatte Sexualität sie hinführte.
Als sie den Ausgang erreichte, nickte sie dem Ticketverkäufer zu, der gelangweilt in die Luft starrte. Sie wusste ebenfalls nicht wirklich etwas mit ihrem Tag anzufangen. Sie scrollte in ihrem Smartphone umher und sah einige Nachrichten von Johannes, die sie aber nicht lesen, noch gar beantworten wollte. Sie hatte keine Lust zwischen die Fronten zu geraten. Sie überlegte, mit wem sie sich sonst, außer Chrissi und Johannes, treffen konnte. Ihre Eltern waren momentan nicht gut auf sie zu sprechen. Mit Michael hatte sie keine Lust Zeit zu verbringen. Michael war ein Angsthase, eine fürchterliche Entschuldigung für einen Mann. Kaum dachte sie aber an Michael, erinnerte sie sich an Elena, das Callgirl, das sie in jener Nacht am Fahrstuhl kennengelernt hatte. Sie erinnerte sich daran, dass Elena ihr eine Visitenkarte zugesteckt und vorgeschlagen hatte, sie solle sich doch mal melden.
Eine gewisse Unruhe ergriff sie. Elena, diese wunderschöne Blondine, hatte Julia sehr beeindruckt, diese Ruhe, Selbstverständlichkeit und Abgeklärtheit, die sie ausgestrahlt hatte. Sie suchte die Visitenkarte heraus und entschloss sich, zumal bereits ein paar Anstandstage vergangen waren, kurzerhand die Nummer auf der Visitenkarte zu wählen. Elenas weiche sanfte Stimme erklang. "Hallo?"
Julia räusperte sich. "Elena? Äh, ich bin's, Julia."
"Julia? Was für eine Julia?"
Julia kam sich blöd vor. Ihr Allerweltsname war wirklich nicht sehr hilfreich. Sie atmete tief ein. "Ich, ich bin die Nutte, die du vor dem Fahrstuhl im Hotel Eden kennengelernt hast. Du sagtest, na ja, also, du hast mir deine Visitenkarte gegeben und meintest, ich solle mal anrufen, und da dachte ich ..."
Plötzlich erklang ein heiteres Lachen. "Ah, Julia, die Brünette mit Ulf und seinem Sohn im Hotel Eden, ja, ich erinnere mich, Süße. Ja, super, lass uns treffen. Heute ist gut. Heute ist sehr gut. Hab nichts zu tun."
Julia fiel ein Stein vom Herzen. "Das ist schön. Ich wollte mir die Nägel machen lassen, hast du vielleicht ...?"
Elena klang fröhlich. "Und ob, und ob! In einer Stunde am Gänselieselbrunnen? Und ist das hier deine private Nummer?"
Julia freute sich wie ein Honigkuchenpferd. "Ja, das ist sie, und gern. Bin am Botanischen Garten."
"Okay, pass auf. Ich rufe dich gleich an, auch mit meiner Privatnummer. Brauchst nicht ranzugehen. Bis gleich, freue mich!"
Elena legte auf. Wenige Augenblicke später klingelte Julia Smartphone, Anrufer unbekannt, aber mit Nummer. Sie speicherte die Nummer unter 'Callgirl' Elena, und ging zufrieden Richtung Ausgang. Sie hatte genügend Zeit, setzte sich noch in ein Café, schrieb etwas, und ging dann pünktlich Richtung Innenstadt.
Schon von weitem sah sie die aufsehenerregende blonde Schönheit von Elena aus der Menge hervorstechen. Elena trug einen eleganten Pelzmantel. Ihre langen Haare fielen voluminös auf ihre Schultern. Sie trug High Heels und schwarze, dickmaschige Strumpfhosen, die sich eng um ihre wohlgeformten langen Beine schmiegen. Ihre Lippen glänzten rot und verführerisch. Für einen kurzen Moment dachte Julia, dass Elena sehr wie Chrissi aussah, schob dann den Gedanken beiseite. Julia winkte ihr zu, und Elena winkte zurück. Sie gingen sich entgegen. Kaum standen sie voreinander, beugte sich Elena nach vorn und küsste sie links und rechts auf der Wange. Elena roch nach Kokosnuss mit einer Note Vanille. Julia fühlte sich klein und schäbig neben ihr und schaute zu Boden. Elena hakte sich aber bei ihr ein und lachte fröhlich. "Sei nicht so schüchtern, Kleines."
Julia genoss die Wärme, die Nähe. "Du bist atemberaubend schön. Es ist geradezu beunruhigend."
Elena grinste. "Das ist mein Job, wie du weißt. Aber du bist auch sehr hübsch. Nur dass du es weißt."
Julia lächelte. Sie gingen ein paar Schritte. Julia erfasste eine gewisse Nervosität. Sie kramte in ihrer Tasche und zog die Packung Zigaretten heraus. "Willst du eine?"
Elena schaute sie an und schüttelte den Kopf. "Nein, ich versuch' gerade damit aufzuhören. Es hat überhand genommen in letzter Zeit."
Julia sah sie interessiert an. "Inwiefern überhand?"
Elena lächelte. "Das letzte Jahr bestand einfach aus zu viel ****, zu viel Zigaretten, ****. Ich versuche gerade einen Gang zurückzuschalten."
Julia nickte, steckte sich eine Zigarette in den Mund und schaute sie an. "Dich stört's doch nicht, wenn ich, oder doch?"
Elena stieß sie zärtlich von der Seite an. "Selbstredend nicht. Rauch' so viel, wie du willst. Steht dir übrigens gut!"
Julia zog den Qualm ein. "Ich weiß. Ich bin mittlerweile ziemlich süchtig danach."
Elena lachte. Sie schritten die Einkaufsstraße entlang. Gierige Männerblicke verfolgten sie, als sie Richtung Norden stöckelten, Arm in Arm. Julia genoss Elenas Nähe. Sie vertraute ihr. Eine gewisse Sorglosigkeit ging von ihr aus. "Wie lange lebst du schon in Göttingen?"
Elena zögerte kurz. "Ein paar Jahre. Ich komme eigentlich aus Köln. Aber nach und nach hat sich herausgestellt, dass ich die meisten Kunden in Göttingen, Hannover, Frankfurt habe, wegen der Messen, Konferenzen, Workshops und so, also zog ich um." Nach einer kurzen Pause fügte sie hinzu. "Ich mag Göttingen irgendwie, lieber als Hannover."
Julia zog an ihrer Zigarette. "Ich komme aus Göttingen, weißt du? Ich mag es aber gar nicht."
Elena lachte. "Man mag meistens nicht die Stadt, aus der man kommt. Ich verabscheue Köln. Wahrscheinlich wegen des Karnevals. Der Rhein ist toll."
Sie lachte freundlich, fast melodiös. Julia fand alles an Elena perfekt. Es schauderte ihr, als Elena sie zärtlich ansah und berührte. "Und wo lebst du jetzt? In Berlin?"
Julia schaute sie mit großen Augen an. "Woher weißt du?"
Elena unterbrach sie. "Ich glaube, ich habe irgendetwas aufgeschnappt. Ich überlege übrigens seit längerem schon, nach Berlin zu ziehen. Das ist ein gutes Pflaster für uns."
Sie schaute Julia an. Julia nickte. "Du meinst für uns Nutten?"
Elena nickte. "Ja, das meine ich." Nach einer kurzen Pause fügte Elena hinzu. "Ich bin seit fünf Jahren im Gewerbe. Du scheinst noch nicht lange dabei zu sein, oder?"
Julia schaute die perfekt lächelnde blonde Schönheit neben sich an und sagte kleinlaut. "Ja, erst seit ein paar Monaten. So offensichtlich?"
Elena hakte sich wieder bei ihr ein. "Ja, aber vor uns Nutten ist schwerlich etwas zu verheimlichen, nicht wahr?" Sie lächelte Julia an. "Gosse oder Penthouse, das liegt näher beieinander, als man denkt. Ein paar gute oder schlechte Entscheidungen und man endet plötzlich als Escortgirl oder als Junkienutte. Ich weiß das. Nimmst du ****?"
Julia schüttelte den Kopf. "Nein, also, ich meine keine ganz harten."
Elena nickte beruhigt. "Gut, damit ist es nämlich ungeheuer schwer, umzugehen. Pass da auf, hörst du?"
Julia nickte und fragte interessiert. "Hast du schon welche genommen? Ich meine harte?"
Elena seufzte. "Ja, schon oft. Habe eigentlich alles probiert. Ist ein Wunder, dass ich da gesund rausgekommen bin. Seit ein paar Jahren kokse ich nur noch, nehme ein paar Pillchen. Von dem harten Zeug lass ich seit ein paar Jahren die Finger."
Julia blies den Qualm aus. "Warum hast du es überhaupt genommen?"
Elena und sie schlenderten an der Cron&Lanz Confiserie vorbei und erreichten die Skulptur "Der Tanz". Elena ließ sich mit der Antwort Zeit, zuckte dann mit den Achseln. "Weißt du, ich war ein richtiges Partygirl. Aber nicht nur so ein bürgliches hippes Partygirl, nein ein richtiges Partypartygirl. Ich komme aus einer reichen ****. Meine Eltern waren beide Unternehmungsberater, verdienten total viel Asche, und nun ja, wenn die Eltern koksen, dann kokst man schnell auch, und am Ende habe ich dann auch härteres Zeug ausprobiert und genommen, insbesondere als die Finanzkrise meine Eltern total geschröpft und in den Bankrott getrieben hatte, und wir plötzlich mit Nichts da standen. War eine harte Zeit."
Julia fühlte sich unwohl, Elena auszufragen, drückte Elenas Arm. "Sorry."
Elena schüttelte den Kopf, als sie weiter Richtung Norden auf der Weender Straße gingen. "Schon gut. Scheiß Erinnerungen. Einfach Scheiß Erinnerungen. Wer sieht schon gerne seine Eltern abstürzen."
Julia wagte nicht zu fragen, was aus Elenas Eltern geworden war. Irgendetwas in ihr ahnte, dass es höchstwahrscheinlich kein gutes Ende genommen hatte. Ihr schwindelte. Elena wirkte so erwachsen, selbstbewusst, grandios, wie sie schritt, ihr wallendes Haar in Szene setzte. Zugleich besaß sie aber eine fast gläserne Zerbrechlichkeit, die Julia vorher nicht aufgefallen war. Julia seufzte. "Meine Eltern sind Kleinbürger, Rechtsanwalt für Steuerfragen, Hausfrau. Sie leben noch hier und sind furchtbar langweilig und feige.."
Elena nickte nachdenklich. "Sei froh. Immerhin leben sie noch."
Julia hörte Trauer in Elenas Stimme. Sie schritten langsam weiter, erreichten Fielmann und Benetton. Plötzlich erklang Elenas Stimme fröhlich. "Dort drüben, da ist Lotus Nail, an der Ecke. Da gehen wir jetzt hin."
Elena packte Julia am Arm, die aus einer etwas niedergeschlagenen Trance gerissen wurde, und bald saßen sie im Warmen, in einem duftenden Salon und wurden von zwei asiatischen Frauen umringt, bezirzt und verwöhnt. Elena entschied, dass Julia silberweiße, einen halben Inch lange Fingernägel bekommen sollte. Sie selbst ließ sich rote und dreiviertel Inch lange Fingernägel machen. Das Rot passte zu Elenas Lippen. Die Frauen trubelten um sie herum, schminkten, klebten, malten, so dass ihnen kaum der Atem noch die Zeit blieb, sich weiter zu unterhalten. Am Ende standen sie an der Kasse, beide mit langen schönen Fingernägeln und bezahlten. Elena bezahlte für sie beide, nahm Julia bei der Hand, verließ zielstrebig den Salon, und bald saßen sie Hotel Central an der Bar und tranken einen Cosmopolitan. Elena lächelte. Sie kannte den Barkeeper, der Julia nur zunickte, ein Glas wirbelnd säubernd.
Elena seufzte. "Und was hast du heute noch so vor?"
Julia zuckte mit den Achseln. "Nichts. Hab'nen freien Tag verabreicht bekommen." Sie erzählte von ihrem Einsatz auf dem Rastplatz.
Elena lachte und grinste. "Du magst es also auf die harte Tour?"
Julia lächelte. "Ja, total."
Elena hauchte leise. "Ich auch, Süße. Ich auch."
Es fühlte sich gut an, von ihren Erlebnissen ohne **** und Vorsicht zu erzählen, und so verging fröhlich die Zeit. Sie tranken, schwatzten. Elena schaute manchmal auf ihr Smartphone, das hier und da brummte, aber sie steckte es jedes Mal schnell wieder weg. Julia fand in Elena eine gute Zuhörerin. Sie fühlte sich wohl. Irgendwann stand Elena abrupt auf, bezahlte den Barkeeper und sagte zu Julia kurzerhand. "Ich hab' meine Dates heute gecancelled. Hast du Lust, mit zu mir gehen? Ich wohne auch nicht weit."
Julia lächelte. Sie konnte sich nichts Schöneres in diesem Moment vorstellen und folgte Elena. Sie nahmen sich ein Taxi, und bald saß Julia in einer modern eingerichteten Zwei-Zimmer-Wohnung mit Ausblick auf die Innenstadt von Göttingen. Die Wohnung war blitzblank sauber. Schwarze Ledersessel, eine schwarze große gemütliche Ledercouch vor einem riesigen Flatscreen, Glastische, Weinregale. Die Wohnung von Elena sah aus wie aus einem Ikea-Katalog für Businesskunden. Sie runzelte die Stirn und fläzte sich auf die Ledercouch.
Elena grinste. "Ich hab' eine Putzmacke, wie du siehst. Fühl dich trotzdem wie Zuhause. Was zu ****? Champagner?"
Julia nickte. Elena kam mit zwei Gläsern und einer Flasche ohne Etikett zu ihr. Sie setzten sich hin und stießen kurz darauf an. Julia nahm ein Schluck und schaute sich um. "Bist du reich?"
Elena lachte. "Nun, auf die eine oder andere Weise, aber nicht wirklich. Die Wohnung bezahlen mir meine Sugardaddies. Ich habe fünf Stammkunden. Einen hast du ja kennengelernt, Joachim, dem habe ich die hier zu verdanken." Sie strich sich über ihre pralle Oberweite. "Er hat übrigens direkt Interesse an dir geäußert. Er und Ulf teilen ihre Erfahrungen sehr offenherzig."
Julia starrte, ohne wirklich zuzuhören, die großen Brüste von Elena an. Irgendwie hatte sie die tatsächliche Größe die ganze Zeit falsch eingeschätzt. Nun aber, vor ihr sitzend, sprangen sie einem förmlich in die Augen. Elena trug ein enges weißes Oberteil, das viel Dekolleté preisgab. Die großen Brüste an Elenas schlanken Körper verstörten und erregten Julia zugleich. Elena beugte sich zu ihr und gab ihr noch einen tieferen Einblick. "Das war das zweite Mal, dass ich mich für Joachim unters Messer gelegt habe. Er ist sehr großzügig seitdem."
Julia nippte erregt an ihrem Champagner, ohne den Blick von den Brüsten zu nehmen. Sie waren praller, fester, krasser, als die von Dina und Edife. Elena lehnte sich wieder zurück und schlug ihre langen wohlgeformten Beine übereinander. "Hallo?! Erde an Julia? Bist du noch da?"
Julia schreckte auf. Elena lachte. "Hab' ich dich mit meinen Titten gerade hypnotisiert?"
Julia lächelte. "Vielleicht. Die sind wirklich groß."
Elena strich sich über ihre Brüste und quetschte sie zärtlich zusammen. "Ja, das sind sie. Viel zu groß für meinen Körperbau, wie der Chirurg mir gesagt hat, aber Joachim wollte mit meiner zweiten OP an die Grenze des Möglichen gehen. Ein Jahr lang bezirzte er mich. Ich wollte aber kein Risiko eingehen. Wegen der Anästhesie und so. Vor einem Monat hatte er mich dann doch weich geklopft." Sie stellte ihr Champagnerglas auf den Tisch und griff sich mit beiden Händen an die Brüste. "Die ersten Nächte konnte ich gar nicht schlafen. Alles war ungewohnt, aber langsam gewöhne ich mich an diese heftige Oberweite."
Julia sah, wie Elena sich über ihre massiven Brüste streichelte und sich durch den Stoff in ihre Nippel kniff. Sie stöhnte leicht. "Die Nippel sind total empfindlich geworden, weiß auch nicht wieso. Es ist so krass, was die mittlerweile mit unseren Körpern anstellen können. Jetzt will ich die Titten nicht mehr missen. Sie komplettieren mich irgendwie. Weiß auch nicht, sie lassen mich noch sicherer wohler fühlen."
Sie nahm etwas atemlos wieder ihr Glas in die Hand und trank elegant. Sie schaute Julia an. "Joachim meinte, er würde für einen Dreier gut bezahlen, ich meine, wenn du daran interessiert bist. Wir müssten vorher selbstredend etwas üben, uns gegenseitig etwas vertraut werden. Er bezahlt nicht für eine Amateurnummer, wenn du verstehst."
Julia schluckte. "Mit 'üben' meinst du?"
Elena lächelte verführerisch. "Ja, das meine ich damit."
Julia ergriff eine pochende Erregung. Sie konnte sich nichts Schöneres vorstellen, als mit Elena zu schlafen. Nach einem kurzen Blick, rutschte Elena übers Sofa zu ihr, nahm ihr das Glas aus der Hand, stellte beide Gläser auf den Tisch und näherte sich mit ihren roten Lippen Julias Gesicht. Julia war einfach nur betört, atmete schwer, genoss die Nähe, die Berührung, schloss die Augen und beugte sich zu ihr, um Elena einen zarten schönen Kuss zu geben. Elena schlang die Arme um sie und küsste sie heftig zurück. Die weichen Lippen berührten sich, spielten, pressten sich einander.
Julia öffnete die Augen und erwiderte Elenas Blick, die übers ganze Gesicht lächelte. Elena hauchte. "Wollen wir also ein bisschen üben?"
Julia nickte verlegen und biss sich auf die Unterlippe, atemlos, verträumt, feucht und erregt.
What's next?
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Eine Germanistikstudentin geht weiter auf den Strich.
Fortsetzung von "Eine Germanistikstudentin auf dem Strich".
Teil 3/3: Julia Hofer, eine Germanistikstudentin in Berlin, lebt ein Doppelleben als Hure und Studentin.
Updated on May 15, 2023
by Germangeorge
Created on Apr 23, 2020
by castashadowme
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