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Chapter 12
by
castashadowme
What's next?
Das Göttinger Rotlichtmilieu kennt keine Gnade.
Frustriert blickte Julia auf den leeren Briefumschlag, der neben ihr auf dem Boden lag. Maik und seine Kumpanen hatten ihre gesamten Einkünfte, ihr Trinkgeld, alles mitgenommen. Über Zweitausend Euro. Nicht nur hatten sie also die Zeche geprellt. Sie hatten sie sogar ausgeraubt. Wütend blickte sie auf Michael, der unter ihr auf dem fleckigen Boden lag und jeden Blickkontakt vermied. "Du Schlappschwanz!"
Michael schluckte, drehte sich unter Julia weg und kroch beschämt hinter den Schreibtisch. Julia ergriff den Briefumschlag und starrte hinein. "Alles weg. Das ganze Geld. Und bezahlt haben die auch nicht. Was fällt denen ein? Wer denken die denn, wer sie sind!"
Sie stand auf, zog sich den Bademantel notdürftig über und ließ sich frustriert aufs Sofa fallen. Sie schüttelte den Kopf. "Peinlich! Was soll ich jetzt bloß Dmitry sagen?"
Michael schaute kleinlaut hinter dem Schreibtisch hervor. "Dmitry?"
Julia winkte ab. "Halt einfach die Schnauze! Du hättest mich verteidigen können. Wenigstens das Geld. Ach, was sage ich," sie schaute ihn an, "du bist so ein jämmerlicher Sack. Warum hast du deinen Vorgesetzten nicht angerufen? Dich auf Kleinkriminelle einlassen. Einfach lächerlich! Jetzt ist das ganze Geld weg. Mit denen verhandelt man nicht. Hast du denn gar nichts gelernt?"
Michael schaute betroffen zum Boden. "Hättest dich ja selbst verteidigen können. Es ist ja nicht so, als hättest du keinen Spaß gehabt."
Julia feixte. "Was meinst du denn damit?"
Michael hob etwas mutiger seinen Kopf. "Na ja," er schluckte, "du hast ziemlich gestöhnt, als die drei ... du weißt schon ... musst du Dmitry denn das sagen? Wir können das Geld doch irgendwie anders organisieren. Das bekommen wir schon hier."
Sie starrte ihn ungläubig an. "Muss ich Dmitry das sagen?" Sie atmete durch. "Was für eine Frage! Natürlich muss ich ihm das sagen. Es gibt so etwas wie Vertrauen, schon mal davon gehört?" Sie schaute ihn streng an. "Ich lüge nicht mehr, Michael. Das ist einer der entscheidenden Gründe für das alles hier. Ich habe keine Lust mehr auf diese Spiele. Selbstredend könnte ich das Geld irgendwie auftreiben, aber hier geht's ums Prinzip."
"Ums Prinzip? Welches Prinzip denn?"
Julia schnaufte. "Du verlogener Drecksack. Erstens, eine Nutte lügt ihren Zuhälter nicht an. Sie ist loyal. Und zweitens, eine Nutte lässt sich nicht für lau durchficken. Das beleidigt ihren Zuhälter. Ich bin doch keine Schlampe!"
Michael schluckte. "Du ... du bist keine Schlampe? Ich dachte ... "
Julia verdrehte ihre Augen. "Nein, bin ich nicht. Ich lasse mich nicht von Hinz und Kunz durchficken. Ich war nie eine Schlampe, und ich wollte auch nie eine Schlampe sein. Du kapierst einfach gar nichts. War ich in der Schule etwa eine Schlampe? Hast du je davon gehört, dass ich auf Parties herumgefickt habe? War ich wie Davina, oder Anja?"
Michael kratzte sich am Kopf. "Ich dachte, das wäre alles so ziemlich dasselbe, und die Sachen mit Kanthner ... "
Julia zündete sich eine Zigarette an und schüttelte heftig den Kopf. "Nein, ist es nicht. Ist es ganz und gar nicht. Eine Schlampe will den schnellen Fick. Ihr geht es um die Menge, um die Unkompliziertheit, um die Unverbindlichkeit. Eine Schlampe ist ein Wildfang, spontan, unberechenbar, sorglos, namenlos. Sie ist ein leichtes Mädchen. Sehe ich wie ein leichtes Mädchen aus?"
Michael staunte sie an. Julia zog an ihrer Zigarette. "Auch mit wem rede ich! Du kennst ja keinen Unterschied. Ich bin einfach keine Schlampe, wollte es nie sein, nicht dass ich etwas gegen Schlampen hätte, aber Schlampen leben ein Leben, das ich nicht leben will. Ich will Verbindlichkeit, Klarheit, Direktheit. Eine Schlampe wird gefickt, ja, aber stets steht im Schwange, dass sich jemand verliebt, dass etwas missverstanden wird, dass man sich nachher rechtfertigen muss. Schau dich nur an! Eine Schlampe wird ständig missverstanden."
Michael gaffte entsetzt und zog sich wieder hinter den Tisch zurück. Julia blies den Rauch aus. "Es ist erbärmlich! Männer wie du denken doch, ach, die Schlampe, die sucht nur den richtigen Kerl und ist halt etwas ausschweifender als die sogenannten normalen Frauen, aber eigentlich ist sie eine ganz liebe, und sie sucht doch wie alle nur ein Nest und ein trockenes Fleckchen." Sie schaute ihn gelangweilt an. "Ich hatte einfach nie Lust auf den Eiertanz. Ihr Männer seid doch alle gleich. Kaum lässt man euch ran, fühlt ihr euch direkt verpflichtet, nett zu sein, Blumen zu schicken, anzurufen, et cetera. Einfach nur Scheiße. Allein wie du mich gerade anschaust. Zum Kotzen."
Sie zog tief und gierig an ihrer Slim-Zigarette. "Das ist der Grund, warum ich jahrelang kaum ein Sexleben hatte. Es war nicht zum Ausstehen, euer schlechtes Gewissen, eure Zaghaftigkeit, eure bescheuerten Anzüglichkeiten, ja, eure Angst, dieses Changieren zwischen So-tun-als-ob und Flucht. Ihr gaukelt nicht nur uns, sondern euch selbst etwas vor. Und das ist es, was mich abturnt, diese Verlogenheit. Ein Freier macht sich nichts vor. Ein Freier mietet sich eine Pussy und fickt sie durch, eng und feucht muss sie sein. Und eine Nutte vermietet ihre Pussy und lässt sich für Geld durchficken. Das Geld ist wichtig." Sie schaute um sich. "Und das Geld ist weg. Das ist das Prinzip. Die Arschlöcher aber haben mich behandelt, als wäre ich eine Schlampe."
Julia atmete durch, drückte ihre Zigarette aus und starrte Michael an. "Hast du irgendetwas von dem kapiert, was ich gerade gesagt habe?"
Er nickte eilfertig. Julia schaute ungläubig. "Dann müsste dir nun selbst ganz klar sein, dass es nicht ausreicht, das Geld zu organisieren. Dmitry hat ein Recht bezahlt zu werden, wenn diese Pussy gefickt wird," sie spreizte die Beine und entblößte unter dem Bademantel ihre rasierte Möse, "und wenn ich mich recht erinnere, wurde sie gerade gefickt, oder nicht, dann muss Geld fließen."
Michael nickte und starrte gierig auf Julias besamte Möse. Sie spreizte die Beine weiter auf und winkte ihn resigniert mit dem Zeigefinger herbei. "Komm jetzt, du erbärmlicher Sack, und leck mir wenigstens die Möse sauber."
Ein Ruck ging durch Michael, und er kroch mit erigiertem Schwanz zu Julia und begann zwischen ihren Beinen zu lecken. Julia seufzte und genoss den warmen, rauhen Zungenschlag von Michael, der untertänig ihr Loch von sämtlichem Sperma befreite. Sie schaute um sich und sah ihr Smartphone in der Ecke, an der Wand gekippt liegen. "Hol mir das Telefon, du Köter!"
Er ging auf allen Vieren zum Telefon, nahm es, und kroch wieder zu ihr. Sie nahm das Telefon entgegen und zeigte auf ihre Möse. "Leck weiter, Hündchen."
Michael schluckte gierig und leckte weiter. Sie wählte Dmitrys Nummer, der sofort heranging. "Kuja!"
Julia wurde es warm zumute, als sie seine Stimme hörte. Ihre Stimme bebte. "Tut mir leid, Dmitry, ich habe schlechte Neuigkeiten."
Seine Stimme erklang ernst. "Raus damit!"
Sie atmete durch. "Ich wurde ausgeraubt."
"Ausgeraubt," Sorge mischte sich in Dmitrys feste Stimme.
Julia nickte. "Ja, das ganze Geld von Ulf ist weg. Ich wurde im Hinterzimmer des Hotels ausgeraubt. Es tut mir so leid. Es ist mir so peinlich."
Dmitry seufzte. "Die ganzen 1000 Euro sind pfutsch?"
Julia sagte kleinlaut. "Ja," sie drückte Michaels Kopf beiseite und rückte etwas von ihm ab, "und noch mehr, weil ich noch etwas eingenommen habe, und sie haben aber nicht ..."
Dmitry unterbrach sie. "Süße, haben sie dich etwa, ohne zu zahlen, gefickt?"
Julia hauchte traurig. "Ja, aber ..."
Dmitry wurde ärgerlich. "Die Schweine haben sich an meiner Nutte vergriffen und nicht gezahlt? Na warte!"
Er schnaufte laut. Julia versuchte besänftigend auf ihn einzuwirken. "Es ist meine Schuld, ich hätte es wissen müssen, dass ..."
Dmitry unterbrach sie. "Nichts davon ist deine Schuld, Süße. Ich hätte es wissen müssen, dass Ulf dich einfach zurücklässt. Es tut mir leid. Ich werde mit ihm reden. Ein Möschen wie dich darf man nicht unbeaufsichtigt lassen. Geht's dir gut? Haben sie dich verletzt?"
Julia schüttelte den Kopf. Ihr wurde wieder warm ums Herz. "Nein, Danke, Dmitry, es tut mir trotzdem so leid. Es ging alles so schnell. Ich wusste nicht, wie mir geschieht."
"Natürlich wusstest du das nicht. Du wolltest ja ein bisschen Geld für mich verdienen, oder nicht?"
Julia seufzte. "Ja, Dmitry, das wollte ich. Ich wollte, dass du stolz auf mich bist, und ..."
Er unterbrach sie zärtlich. "Braves Mädchen. Dich trifft keine Schuld. Haben sie dich geschlagen?"
Julia befühlte ihr Gesicht. "Ein Bisschen, nicht schlimm. Ich werde das fehlende Geld wieder abarbeiten, okay? Du kannst einfach meinen Anteil behalten."
Dmitry seufzte. "Liebes, mach dir keine Sorgen! Ich werde mit dir noch so viel Geld machen, das fällt bald wirklich nicht mehr weiter ins Gewicht!"
Julia wurde feucht. "Wirst du?"
Dmitry lachte sanft. "Ja, Kleines, ich habe noch viel mit dir vor! Aber davon später. Jetzt und hier geht es mir ums Prinzip! Ich habe ja einen Ruf zu verlieren. Und das passt mir gar nicht. Das war alles mein Fehler, ein notgeiles Ding wie dich lässt man nicht unbeaufsichtigt. Warst du high oder bist es noch?"
Sie fühlte in sich. Mehr als wärmendes, leichtes Kribbeln war nicht zu spüren. "Nicht mehr wirklich," sagte sie leise.
"Das solltest du aber sein, dann kommst du nämlich nicht so auf dumme Ideen und gehst auf eigene Faust anschaffen. Bist du allein?"
Julia schaute auf Michael, der neben ihr auf dem Boden saß und den Kopf hängen ließ. "Nein, der Rezeptionist ist hier."
Dmitry sagte kurz nichts. "Du bist im Hotel Eden, also Michael, habe ich recht? Michael Dingsbums, Volkner, oder so?"
"Vollmer, ja," sagte Julia und blickte auf Michael, der sie entsetzt ansah, als er seinen Namen hörte.
"Gib ihn mir."
Julia reichte Michael das Telefon. Michael hörte zu und nickte. "Ja, Herr Kolmogoroff, selbstredend ... ja, ich erinnere mich ... ja, ... nein, das ist alles ... absolut ein Missverständnis ... alles klar ... wie abgesprochen. Hinterausgang in zehn Minuten. Wird gemacht."
Michael gab ihr das Telefon zurück. Julia nahm es. Sie hörte Dmitry. "Kuja, warte jetzt. Ich mache ein paar Anrufe und suche dir einen Schutz. Alldieweil mach nichts. Vollmer hat Instruktionen. Sei ein braves Mädchen und befolge sie."
Julia nickte. "Ja, Dmitry, Danke, Dmitry. Es tut mir so leid, dass ich ..."
Dmitry unterbrach sie wieder. "Kleines, es tut mir leid, und jetzt sei brav, lass dich verwöhnen. Ich kümmere mich um alles! Es liegt mir sehr viel an dir."
Sie fühlte sich wohl und wollte das Gespräch nicht beenden, aber Dmitry legte auf. Sie schaute zu Michael, der aber hatte sich bereits angezogen und war aus dem Büro gegangen. Sie lehnte sich zurück und begann sich etwas zu langweilen. Sie vermisste Dmitry. Sie vermisste Dina, Edife, Damian. Sie mochte Göttingen nicht. Göttingen war langweilig. Göttingen war verlogen.
-.-
Die Tür wurde ein paar Minuten später langsam geöffnet, und Michael erschien wieder. Er hatte ein silbernes Päckchen und eine größere Tasche in der Hand, setzte sich zu Julia und reichte ihr ein paar Pillen. "Hier, Herr Kolmogoroff wollte, dass du die nimmst."
Julia nahm die Pillen. "Was ist'n das?"
Michael schüttelte mit dem Kopf. "Weiß ich auch nicht. Ein Kurier hat es gebracht."
Sie schaute auf das Päckchen. Es stand 'Kuja' drauf. Michael kannte diesen Namen nicht, nur Dmitry. Sie legte die Pillen auf die Zunge und schluckte. Michael starrte sie an. "Du nimmst die einfach so?"
Julia nickte. "Ist das alles?"
Er schüttelte mit dem Kopf, zog aus der Tasche einen **** kurzen weißen Minirock mit Nieten, einen weißen Body auf dem in Grau 'Party' stand, schwarz, engmaschige Netzstrümpfe und High-Heels mit roten Sohlen. Er schluckte, als er die extremen Stöckelschuhe in den Händen hielt. Julia wurde immer ruhiger. Die Pillen wirkten. Ein warmes, tiefgreifendes, gleichgültiges Gefühl der Unbesiegbarkeit erfasste sie. In langsamen Bewegungen, ihr kam es wie Zeitlupe vor, nahm sie die Kleidungsstücke und zog sich schlafwandelnd an. Ihr schwindelte. Der Raum drehte sich um sie.
-.-
Als sie wieder erwachte, saß Michael neben ihr. Julia war völlig bedröhnt und glücklich. Sie grinste ihn an. Er schaute ihr besorgt in die Augen. "Alles gut. Du hast nicht reagiert."
Sie nickte. Alles war in Watte gepackt. Alles war weich, abgerundet, harmlos und warm. sie seufzte. "Geil."
Sie schaute ihn an, bewegte langsam ihren Arm, der wie im Zeitraffer durch die träge Luft schnitt und Wellen zu schlagen schien. "Siehst du das?"
Sie hörte ihn verzerrt aus der Ferne, obwohl er direkt neben ihr saß. "Was meinst du damit? Was sehe ich?"
"Die Luft," sie schaute ihn an. Michael verdoppelte sich. Sie grinste. "Geil, ich bin so high. Krass."
Michael bewegte sich vor ihr in Zeitlupe. Er stand auf und zog Schlieren, als er zur Tür ging. Farben mischten sich. Eine Frau kam herein, mit Schminkutensilien. Sie setzte sich neben Julia und begann ihr Gesicht zu säubern. Julia genoss die Berührungen, hielt still, verharrte dösend, dämmernd im Glückzustand der Zeitlosigkeit. Sie sah Bewegungen, Kreise, Lichtfetzen.
Plötzlich wurde sie in die Höhe gezogen. Sie starrte einem tätowierten Typen ins Falten durchfurchte, Narben übersäte Gesicht. Er hatte überall Piercings, lange, braune, zum Pferdeschwanz zusammengebundene Haare. Er neigte den Kopf, schaute sie an. "Bist du Kuja?"
Julia grinste nur und taumelte. Er grinste zurück. "Ich bin Prügeljörg. Dmitry schickt mich."
Sie verlor das Gleichgewicht, aber Prügeljörg fing sie auf. "Ich soll mich um dich kümmern."
Sie fühlte seine Hand auf ihren Hintern. Sie roch **** in seinen Atem. Sie sah seine etwas geröteten Augen vor sich, als er sich ihr näherte und sie zu küssen anfing. Sie küsste zurück, öffnete ihre Lippen. Eine Sorglosigkeit erfasste sie. Sie wurde geil und feucht, als er sie zu fingern begann. Prügeljörg war viel größer als sie, stärker, erfahrener und im Auftrag von Dmitry unterwegs. Außerdem wusste er sie zu fingern, zu halten, sie zu verwöhnen, wie es nur Typen aus dem Rotlichtmilieu vermochten. Er nickte. "Dmitry hat immer die süßesten Stuten."
Er schaute zu Michael. "Ihr hattet einen Inzident?"
Julia verstand nicht viel. Sie hörte nur. "Zeig mir die Kerle." Das Zimmer drehte sich.
-.-
Wenig später, Julia saß in Nuttenkluft wieder auf dem Sofa, kam Prügeljörg mit Maik ins Zimmer. Prügeljörg starrte Julia an. "War das der Kerl?"
Julia nickte debil, glücklich und unbeteiligt. Alles war langsam, angenehm, warm und schön. "Ja, das war er."
Prügeljörg grinste und zog Maik auf den Boden, gab ihm eine Ohrfeige. Michael starrte betroffen in die Ecke. Julia hörte Prügeljörg lachen. "So, du Idiot, du fickst Dmitrys Hure, ohne zu zahlen, und raubst sie auch noch aus, wie doof bist du eigentlich?"
Maik schaute **** auf den über und über tätowierten Biker-Kerl, der mit Ringen an den Händen auf ihn herab sah und seinen Kopf schüttelte. Maik keuchte. "Das Geld, es ist hier." Maik kramte in seiner Tasche und zog die Geldscheine hervor. Prügeljörg ergriff sie und reichte sie Michael, der sie rot im Gesicht entgegennahm und wegging.
Julia war völlig prall und glücklich und schaute vergnügt auf die Szene. Es kam ihr wie in Kinofilm vor. Prügeljörg zog Maik an den Ohren. "Weißt du, was die schlimmste Strafe für euch Penner ist?"
Maik schüttelte den Kopf. "Du hast das Geld. Alles gut, ich verschwinde. Es war nur ein Versehen, ein Missverständnis."
Prügeljörg drückte seine Faust in Maiks Nacken. "Nichts ist gut. Dmitry kann es nicht erlauben, dass seine Stuten für lau gefickt werden. Das kommt nicht gut, verdirbt die Preise und lässt meinen Chef schlecht dastehen. Ist doch klar, oder?"
Maik kramte wieder in seiner Tasche. "Hier ist noch ein Hunni, das muss doch reichen. Nichts für ungut!"
Hoffnungsvoll starrte Maik Prügeljörg an, der aber greinte nur teuflisch. "Dein Pech ist, dass Dmitry einen besonderen Humor hat. Weißt du, warum er mich und keinen anderen geschickt hat?"
Maik schüttelte den Kopf. Prügeljörg beugte sich zu ihm herab. "Ich sag's dir. Er hat mich geschickt, weil ich Boys wie dich mag."
Maiks Augen weiteten sich. Julia nahm mit zitternden Händen eine Zigarette und zündete sie sich bedröhnt und neben sich stehend an. Sie konnte ebenfalls ihren Augen und Ohren kaum trauen, aber Prügeljörg leckte Maik über den Nacken und riss ihm die Hose herunter. Michael schrie entsetzt auf. Maik war im Schock. Julia konnte ihre Augen nicht abwenden, als sie begriff, was Prügeljörg vorhatte, und wenige Momente später sah sie, wie Prügeljörg Maik von hinten nahm. Maik heulte, sabberte, aber Prügeljörg hatte kein Erbarmen. Wie eine Maschine fickte er auf ihn ein und schlug ihn auf den Arsch. Maik schluchzte und kotzte, flehte um Erbarmen, aber Prügeljörg hatte kein Einsehen und fickte wie ein Besessener weiter. Julia wusste nicht, wie lang diese seltsame Szene andauerte, aber schließlich trat Prügeljörg Maik mit einem heftigen Schritt in den Bauch zur Seite, zog sich wieder an, spuckte ihm ins Gesicht und schrie etwas auf ihn herab, was Julia nicht verstehen konnte. Er schnippste mit dem Finger und Michael ging zu Maik, half ihn hoch und führte ihn aus dem Zimmer.
Prügeljörg kam langsam auf Julia zu. "So, Süße, bereit ein paar Freier abzumelken?"
Julia stand langsam wie in Trance auf und nickte. Sie war mehr als nur bereit für den Strich. Sie sehnte sich nach ihm, nach der Unmittelbarkeit, Direktheit, Ehrlichkeit. Sie seufzte geil und ließ sich von Prügeljörg zwischen die Beine greifen. Er nickte anerkennend. "Du bist richtig feucht, du Luder, dann lass uns mal keine Zeit verschwenden. Du liebst den Strich, nicht wahr?"
Sie nickte. Prügeljörg streichelte ihr übers Haar. "Ich liebe ihn auch. Dort herrscht Ordnung und Ehrlichkeit, keine versaute Verlogenheit wie hier."
Julia presste sich an ihn heran. Er küsste sie auf die Stirn, dann nahm er Julia in den Arm und half ihr, taumelnd aus dem Zimmer zu stöckeln. Als sie das Hotel verließen, sah sie aus den Augenwinkeln Michael und Hotelgäste gaffen. Sie fühlte sich endlich wieder sicher, und es war ihr gleich, was andere von ihr denken mochten. Sie war eine Nutte, und es war Zeit, sich auch wieder wie eine zu verhalten.
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Eine Germanistikstudentin geht weiter auf den Strich.
Fortsetzung von "Eine Germanistikstudentin auf dem Strich".
Teil 3/3: Julia Hofer, eine Germanistikstudentin in Berlin, lebt ein Doppelleben als Hure und Studentin.
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Updated on May 15, 2023
by Germangeorge
Created on Apr 23, 2020
by castashadowme
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