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Chapter 11 by leatherslave leatherslave

Wo gehen die beiden hin?

Ins "Da Daniele"

Das "Da Daniele" war ein schnuckeliger Italiener wie Frau Fischer sie liebte. Hier war sie bereits einige Mal gewesen und das Personal kannte sie, was ihr ein weiteres Gefühl der Sicherheit gab, zudem lag das Lokal im Zentrum nah des Theaters, was auch der Grund war warum Gretchen hier bereits öfters mit Freundinnen vor oder nach einer Aufführung gewesen war.

Gretchen Fischer war überrascht gewesen wie einfach sie trotz Samstagsabends noch eine Tisch bekommen hatte, sie führte es auf ihren Lieblingskellner Giacomo zurück der sie immer scherzhaft glutäugig anflirtete....

Frau Fischer hatte aber bereits beim ersten Mal bemerkt das er einen Ehering trug und war nicht weiter darauf eingegangen. Als er es beim zweiten Mal erneut versucht hatte, hatte sie ihn zur Rede gestellt und Giacomo hatte ihr reuig gestanden das er einfach nicht von ihr lassen könne...

Dann hatte er gelacht und gesagt das alles nur ein Spaß wäre und er der traurigen Signiora, die Gretchen damals nach der Trennung oft gewesen war, nur ein Lächeln hatte schenken wollen, das hatte zugegebener Maßen gut geklappt und so war sein übertriebenes Geflirte eine Art Running-Gag zwischen ihnen geworden.

Als sie ins Lokal kam mußte Frau Fischer leider feststellen das Giacomo heute keinen Dienst hatte.....


Dragan saß bereits an dem Tisch den er mit Don Daniele ausgehandelt hatte, der alte Halunke hatte sich zwar geziert dann aber zugestimmt ihm den besten Tisch zu geben bzw. diesen Frau Fischer zu geben wenn sie reservierte. Wortreich wie immer hatte er sich gewunden und von den Honoratioren erzählt die er jetzt verprelle....

Das Übliche Spiel halt. Die überteuerten Kisten Rotwein die ihm Daniele dafür angedreht hatte würde er schon an ein paar ignorante Freier loswerden die meinten sich in seinem Club als Männer von Welt gerieren zu müssen und Rotwein statt Sekt **** wollten.

Als Frau Fischer das Lokal betrat winkte er ihr freundlich und ein Blick genügte um den Kellner zunächst wegzuscheuchen der ihr den Stuhl zurecht rücken wollte, so konnte Dragan das selbst übernehmen.

Zunächst war es ja sein Ziel einen äußerst guten Eindruck bei Frau Fischer zu hinterlassen.

Wie inzwischen drei Tage zuvor war Frau Fischer einen Augenweide.

Nein sie hatte sich jetzt nicht so aufgebrezelt als wäre dies ein Date zur Primetime am Wochenende, doch die Jeans heute war ebenso schick wie sexy, ein Umstand der ihr vermutlich gar nicht so bewußt war, die Bluse und der Blazer dazu sollten wohl dem ganzen eine geschäftsmäßge Note geben. Und zum Teil gelang es ihr auch denn Dragan wünschte sich insgeheim sie würde unter dem Blazer nur einen BH und keine Bluse tragen. Eine Bluse die zudem auch nicht ansatzweise offenherzig geknöpft war....

Nun gut das konnte sich ja noch ändern....

"Meine lieber Frau Fischer wie schön das sie es einrichten konnten..." begrüßte er sie


Gretchen war nicht wenig überrascht hier einen völlig veränderten Dragan vorzufinden. Nicht nur das sein Outfit heute in keinster Weise sein anrüchiges Gewerbe verriet....

er hatte den teueren Anzug und das weit offene Hemd gegen gediegene Jeans und einen Rolli getauscht und man könnte wenn man ihn so sah glatt meinen er wäre hier mit seiner Freundin oder Frau oder gar auf einem Date....

Innerlich schüttelte sie den Kopf, was für ein Unfug sie war einfach zu lange Solo und so einen wollte sie schon gar nicht!


"Lassen sie uns den Abend mit etwas Angenehmen beginnen und etwas essen dann redet es sich hinterher leichter..."

Schlug Dragan vor und fügte hinzu:

"Natürlich sind sie mein Gast...."

Wie erwartet fiel ihm die "Blonde Amazone", wie er die Lehrerin inzwischen insgeheim nannte ins Wort. Nicht wütend wie bei ihren letzten Begegnungen, aber sehr bestimmt. Dragan war begeistert doch verbarg er es gut.

"Also gut, dann lassen sie mich ihnen zumindest eine Aperetif ausgeben...."

Er sah wie sie wieder zu einer biestigen Antwort ansetzte und setzte seinen unwiderstehlichen Augenaufschlag ein, nein nicht nur Frauen konnten so etwas und es wirkte:

"Eigentlich trinke ich nie einen Aperetif, aber na gut" lenkte sie ein


Schon nach der Vorspeise hatte Gretchen Fischer vergessen wie dieses Zeug geheißen hatte was Dragan als Aperetif bestellt hatte, doch sie wußte eins sie fühlte sich beschwingt und locker danach.

Zu ihrem Erstaunen machte Dragan wirklich eine intelligente und gebildete Konversation während des Essens, so dass sie sich immer wieder ins Gedächtnis rufen musste das er ein mieser Zuhälter und kein Date war.....

Und so manche Dates die Gretchen gehabt hatte hätten sich bei dem Zuhälter einiges Abschauen können wie man ein nettes und interessantes Tischgespräch gestaltete.

Schließlich kamen sie dann doch auf die Sache mit Mandy zu sprechen und Dragan zeigte ihr die Bilder von dem verwüsteten Wagen sowie Scans der Rechnungen und das Schuldanerkenntnis von Mandy.

"Sehen Sie Frau Fischer mir geht es weniger um das Geld das die Reparaturen verschlungen haben als um´s Prinzip. Geld habe ich genug, aber wenn ich mir in meiner Stellung von einer....mmmmh wie sage ich das am Besten.... einer wie Mandy auf der Nase rumtanzen lasse, das geht einfach nicht!"

Mit einem vom genossenen Wein nun noch leichteren Kopf nickte Gretchen Fischer verstehend:

"Ja ich sehe und Entwicklungspsychologisch wäre es natürlich auch falsch wenn Mandy mit so etwas davon käme..."

"Ähm wie meinen?" Dragan war sehr wohl klar was Frau Fischer mit "Entwicklungspsychologische" gemeint hatte, doch er wollte der jungen Lehrerin die Genugtuung bieten es ihm zu erklären.

Aufmerksam hörte er zu, vieles davon kannte Dragan schon doch Frau Fischer brachte es dennoch fertig ihm ein paar neuere Entwicklungen und Aspekte näher zu bringen die er dankbar in sich aufnahm, denn mit diesem Wissen arbeitete auch er in seinem Beruf.

Dann kamen sie zu ihrem eigentlich Thema zurück:

"Nun Frau Fischer haben sie einen anderen Vorschlag für mich als das Mandy ihre Schulden bei mir abarbeitet? Sehen sie ich könnte sie natürlich die Klos putzen lassen, eine Strafe wäre das alle Mal aber bis sie so die Schulden bezahlt geht sie noch vorher in Rente... ich meine wenn sie je eine bekommt."

Ja mit welchem großartigen Vorschlag ist Frau Fischer hergekommen?

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