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Chapter 22 by Schreiberlein

Normalisiert sich nun alles wieder?

Zumindest gewinne ich die Wette.

Er lächelte und Karim erschien in der Tür. Er setzte sich neben Hakan und ich kniete mich vor Hakan. „Guten Morgen, Hakan. Nett, dass Du vorbeikommst.“ Karim reichte Ihm einen verschlossen Umschlag und lächelte. „Anna ist eine perfekte Hure geworden. Du kannst wirklich stolz sein. Ich würde sie gerne behalten.“ Er zeigte auf den Fernseher, auf dem das Video von Mechmet lief. Diese Reinversion war sehr heiß. Karim reichte Hakan einen zweiten dicken Umschlag. „Dein Einsatz.“ Hakan nahm ihn grinsend und gab ihn mir „Glückwunsch, gewonnen.“ ich nahm den Umschlag an mich und lächelte ihn an. Ich kehrte in mein bzw. Julias Zimmer zurück und zog meine Jeans und das T-Shirt an. Dann kehrte ich zu Hakan zurück. Gerades als wir aufstanden um zu gehen, klingelte es. Karin und die anderen Mädchen fanden sich sofort im Wohnzimmer ein und unser Gast betrat das Wohnzimmer. Sein Blick irrte durch den Raum und blieb schließlich auf mir liegen. „Sie sind die Frau mit der Befreiungsaktion, heute nacht“ begann er sofort. „Ich bin Bernd Plussel vom Zeitgeschehen, das ist wie Sie sicher wissen die Überregionale Tageszeitung am Ort.“ Ich nickte, aber wirklich verstanden hatte ich nichts. Er fuhr unbeirrt fort „Ich arbeite an einer Story über diese Menschenhändler und würde gerne eine Exklusiv-Story daraus machen.“ Hakan machte einen Schritt vor und stellte sich zwischen diesen Reporter und mich und sagte „Wir haben nicht zu sagen und bitten sie zu gehen.“ Pussel Schluckte und gramte in seiner Tasche. Plötzlich zog er Visitenkarten hervor, legte sie auf den Schrank neben der Tür und sagte „Falls Sie es sich anders überlegen, wir zahlen bis 100.000 € für diese Story.“ Karim packte ihn und brachte ihn mit sanfter **** zur Tür. Ich sah sinnend auf die Karten und ging in mein bzw. Julias Zimmer um meine Sachen zu holen. Haken folgte mir und meinte „Das hätte uns noch gefehlt.“ Ich nahm mein kleines Bündel und kehrte ins Wohnzimmer zurück und winkte allen Mädchen noch einmal zu. Als mein Blick durch den Raum glitt hatte ich den Eindruck, Julia würde mir ausweichen. Ich drehte mich um und als zur Tür ging fiel mir auf, das eine der drei Visitenkarten fehle. Ich schalte mich eine Närrin und verließ mit Hakan das Haus. Als wir nach Hause kamen waren alle da um mit mir zu sprechen und mich zu begrüßen. Sogar Ömer hatte alle Termine für heute abgesagt und blieb zu Hause. Immer und Immer wieder musste ich alles erzählen. Hassan war der Einzige, der die Stirn runzelte und hinsichtlich des guten Endes offen seine Zweifel kund tat. Am Abend liebten Hakan und ich uns sehr leidenschaftlich und ich musste alles berichten von meinen Erfahrungen als Karims Hure. Am Morgen erschien Ömer und wir hatten leidenschaftlichen Sex zu Dritt. Als ich in die Küche kam lag ein Brief der Schule auf dem Tisch. Ich hatte alle meine Prüfungen bestanden und einen Schnitt von 1,3. Das war zwar gut, reichte aber nicht um alle Fächer im Herbst studieren zu können. ich würde also eine Entscheidung treffen müssen. Hassan hatte die Nachricht nicht mitbekommen, er war dem Frühstück fern geblieben und betrat sehr blass den Raum mit der Tageszeitung in der Hand. Er legte sie auf den Tisch und sagte mit strenger Stimme „Das Ganze eskaliert!“ Ömer schlug die Tageszeitung auf und begann zu lesen. Im Grunde stimmten die Fakten des Artikels, der die Befreiungsaktion schilderte. Die Personen wurden jedoch völlig verdreht und falsch dargestellt. Nach dem Artikel handelte es sich um einen Konflikt im Rotlichtmilieu und ich wurde als Hure eines der Verwandten eines türkischen Kontrahenten bezeichnet, die im Auftrag ihres Zuhälters in das Gebäude eingedrungen war und an einem Teil der Straftaten selbst beteiligt war. Ömer schlug mit der flachen Hand auf den Tisch und war außer sich. Er hatte die Polizei selbst angerufen und eigene Security entsand, um Personen zu schützen. Er schaute Hakan böse an. Hakan schaute sich die Zeitung an, es war die „Zeitgeschehen“. Er war auch böse als er sagte „Dieser Pussel war gestern bei uns und wollte uns interviewen, aber wir haben ihn weggeschickt.“ Ich ergänzte „Er hatte uns 100.000,- € geboten. Hakan erfasste es sofort und griff zu seinem Telefon. „Karim? Wo ist Julia? Wie weg, verschwunden?“ Er beendete das Gespräch und war ersichtlich sauer „Es war Julia, nehme ich an. Sie ist verschwunden.“ Hasan seufzte, Ömer sank etwas zusammen und war bleich. Hassan fing sich als erster, wenn wir mit dieser Aktion dieses Albaners im Beziehung gebracht werden, dann ist das eine Katastrophe für unser unsere Geschäfte. Die Ereignisse der Nacht hatten auch andere Medien Auf den Plan gerufen, die Neutral und entsprechend den Polizeiinformationen berichteten. Es blieb indes nebulös und Julia verschwunden.

Unser Leben normalisierte sich bald wieder und ich begann den Führerschein und hatte eine schöne Abschlussfeier mit meiner Mutter und Hakan. Die meisten Lehrer, außer Herrn Schreiber, den das Ganze wenig beeindruckte mieden mich und meine Begleitung.

Es gab ansonsten in anderen Medien wenig Aufmerksamkeit auf diese Exklusive-Story, wahrscheinlich auch um diese nicht zu adeln. Auftrieb bekam das Ganze dann zwei Wochen später, als in einer spektakulären Befreiungsaktion die Ehefrau des berüchtigten Menschenhändlers Hugo Radowik aus der Untersuchungshaft befreit wurde. Die Tathelferin konnte anhand einiger Video-Aufnahmen identifiziert werden und war Julia. Sie hatte einen Justizbeamten in eine verhängnisvolle Affäre verwickelt und ihm anschließend Informationen betreffend Befragungen von Frau Nina Radowik entlockt und überrumpelte die Justizbeamten. Nina konnte mit Julia entkommen und bleiben zunächst unauffindbar. Viele Medien gramten hiernach in den Archiven und fielen schadenfroh über die „Zeitgeschehen“ und Pussel her, die Augenscheinlich genauso oberflächlich recherchiert hatten wie die Polizei. Sich hieran anschließende weitere Befragungen der Verschleppten Mädchen bekräftigten Julias Tatbeteiligung. Die ganze angebliche Rotlicht-Auseinandersetzung stellten dann auch viele Medien richtig und Hassan war erleichtert. Meine Person wurde als Teil der Falschaussagen wieder schuldfrei beschrieben.

ist süß, oder?

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