Was geht Janina durch den Kopf?

Geldsorgen ... ab ins Training!

Janina stand in der kleinen Küche ihrer Wohnung und starrte auf den Brief vom Vermieter, den ihr Freund weitergeleitet hatte. Die Nebenkostenabrechnung war höher als erwartet. Dazu die laufenden Fahrstunden. Sie rechnete kurz im Kopf: Wenn sie die Prüfung verschob, kamen leicht nochmal mehrere hundert Euro dazu, plus die teureren Zugtickets zum Pendeln. Sie legte den Brief weg und zog sich um.

Heute hatte sie keine Stunde, nur den freien Nachmittag. Sie zog eine enge, schwarze Leggings und ein schlichtes Top an und ging zum Training. Die Kniebeugen und Ausfallschritte kannte sie inzwischen auswendig. Im Spiegel der kleinen Sporthalle sah sie, wie die Leggings an ihrem Po saß. Fester als vor ein paar Wochen. Sie mochte das Gefühl. Manchmal, wenn sie abends allein im Bett lag und ihr Freund noch nicht geschrieben hatte, stellte sie sich vor, wie jemand hinter ihr stand und die Hände genau dorthin legte. Sie schob den Gedanken meist schnell weg. Es war nur eine Fantasie. Nichts, was sie laut sagen würde.

Nach dem Training ging sie noch kurz in die Fahrschule, um den Termin für die Nachtfahrt zu bestätigen. Maier hatte ihn für den übernächsten Donnerstag eingetragen. Im Vorraum war es leer, bis auf Krüger, der am Empfang stand und Unterlagen sortierte. Er schaute auf, als sie reinkam.

„Nachtfahrt Donnerstag“, sagte er, ohne dass sie etwas gefragt hatte. „Maier hat’s mir gesagt. Du bist dann ungefähr zwei Wochen nach deiner Periode, oder? Die meisten Frauen sind da unkonzentrierter. Solltest du wissen.“

Janina blieb stehen. Die Frage war direkt, und sie wusste nicht, woher er das hatte. Sie wurde rot und schaute auf den Boden.

„Ich… weiß nicht. Kann sein.“

„Dann pass auf“, sagte er ruhig. „Dunkle Straßen, enge Kurven. Wenn du unsicher wirst, wird’s teuer. Maier meint, du brauchst die Stunde. Ich kann sie auch übernehmen, falls er nicht kann.“

Sie nickte nur. „Maier macht sie.“

Krüger musterte sie einen Moment. Sein Blick ging über das Top und die Leggings, blieb kurz an ihrem Po hängen, dann wieder hoch. Janina spürte die Wärme im Gesicht, sagte aber nichts. Sie nahm den Zettel mit dem Termin und ging.

Draußen atmete sie durch. Die Bemerkung zu ihrer Periode hatte sie kalt erwischt. Sie hatte Mia letztens davon erzählt, als sie über Zyklus und Training gesprochen hatten. Vielleicht hatte er das aufgeschnappt. Oder es war nur ein Schuss ins Blaue. Sie wollte nicht darüber nachdenken.

Auf dem Weg nach Hause schrieb sie ihrem Freund, dass die Nachtfahrt feststand und sie nervös war wegen der Kosten, falls etwas schiefging. Er antwortete knapp, dass sie es schaffen würde. Janina steckte das Handy weg und dachte an Krügers Blick auf ihre Leggings. Und daran, wie leicht es ihr manchmal fiel, einfach zu nicken und nichts zu sagen, wenn jemand älter und bestimmter war als sie. Sie mochte das Gefühl nicht. Gleichzeitig kannte sie es. Es war einfacher, als zu diskutieren.

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Wie geht Janina mit dem Stress um?

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