Wie geht es weiter?
Theo möchte noch einiges wissen
Theo fragt nun: „Wäre es dir recht, wenn ich dir zusehe, wie du eine Frau vögelst?“ Charlie grinst ihn als Antwort breit an, sagt nichts. Ein Nein ist das definitiv nicht. Er wechselt das Thema, fragt: „Wie bist du darauf eigentlich gekommen?“
„Eine Cousine von mir arbeitet dort in der Universitätsverwaltung.“
Alles klar. Oder auch nicht. Charlie scheint überall auf der Welt Cousinen zu haben. Er hat schon mal vermutet, „Cousine“ sei einfach nur eine Chiffre für gute Bekannte, aber Charlie meint, ein Großonkel von ihr mache Familienforschung, der könnte ihm wenigstens Charlies ganze Cousinen mütterlicherseits benennen, falls Theo es interessiert. Nun, derart genau will er es auch nicht wissen, zumal Charlie schon mal zugegeben hat, dass es sich auch mal um Cousinen sechsten oder siebten Grades handele. Letztlich ist das egal. Tatsache ist, dass Charlie über ein gigantisches Netzwerk zu verfügen scheint. Er fragt sich, ob sie nicht mal von einem Geheimdienst angeworben werden wird. Oder vielleicht war sie das sogar schon. Charlie schmeißt zwar nicht gerade mit Geld um sich, hat aber im Bedarfsfall immer recht zügig welches zur Hand, auch höhere Summen. Mehr, als er angesichts ihrer Lebensverhältnisse erwartet, die er eigentlich recht gut kennt, aber vielleicht ist das auch nur die offizielle Version. In den Sommerferien ist sie in eine eigene Wohnung gezogen – Altbau, zweieinhalb Zimmer unter dem Dach, urgemütlich. Angeblich eine Dauerleihgabe einer Großtante. Mag stimmen. Wenn Charlie tatsächlich beim Geheimdienst arbeiten würde, würde sie ihm trotz – oder vielleicht auch wegen – ihrer enger Freundschaft nichts erzählen. Und überhaupt: Er vertraut Charlie. Auch wenn sie Null-Null-Charlie wäre. Punkt.
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