Der Bus hält

Das erste Probearbeiten

Der Bus hielt zwei Stationen weiter. Laura stand auf und nickte Marie zu. „Hier. Es ist das Haus mit dem gelben Briefkasten.“

Marie folgte ihr. Das Haus war unauffällig, ein Reihenhaus mit einem kleinen Vorgarten. Walter öffnete, bevor sie klingeln konnten. Er trug ein altes T-Shirt und eine Jogginghose. Sein Blick glitt über Marie.

„Du bist die Neue“, sagte er. „Laura hat gesagt, du hilfst beim Aufräumen. Gut. Die Küche ist ein Saustall.“

Marie nickte. Sie ging rein. Der Flur roch nach altem Essen und Zigaretten. In der Küche standen Teller und Tassen herum, der Boden klebte. Laura stellte ihre Tasche ab.

„Ich zeig dir, wo der Lappen ist“, sagte sie. „Du fängst in der Küche an. Ich mach das Wohnzimmer.“

Marie zog die Ärmel hoch und fing an, die Teller abzuspülen. Walter setzte sich an den Tisch und schaute zu. Er sagte nichts. Nur ab und zu ein „Da links ist noch mehr.“ Marie arbeitete schnell. Sie wollte das Geld und dann weg.

Nach zwanzig Minuten war die Küche einigermaßen sauber. Laura kam rein. In der Hand hielt sie zwei Gläser.

„Hugo“, sagte sie und stellte eines vor Marie. „Der hat’s im Kühlschrank. Trink. Du hast dir das verdient.“

Marie schaute das Glas an. Es war kalt, die Flüssigkeit hell, mit ein bisschen Minze. „Ich trink nicht mit Fremden.“

„Ist kein Fremder“, sagte Laura und trank selbst einen Schluck. „Und es ist nur ein Glas. Damit du nicht so verkrampft bist. Der Typ zahlt besser, wenn man locker ist...weißt du bisschen lustig...bisschen Trinkgeld ... mir egal wie du willst...“

Marie zögerte. Dann nahm sie das Glas und trank. Es schmeckte süß. Sie trank die Hälfte. Walter grinste.

„Gut“, sagte er. „Jetzt das Wohnzimmer. Die Couch ist voller Krümel.“

Marie ging ins Wohnzimmer. Der Hugo machte sich bemerkbar. Nicht stark, aber sie fühlte sich leichter. Die Schultern lockerten sich. Sie wischte die Couch ab und bückte sich, um unter den Tisch zu kommen. Walter stand in der Tür und schaute zu. Laura lehnte am Türrahmen und trank den Rest ihres Glases.

„Du bist gründlich“, sagte Walter. „Besser als Laura am Anfang.“

Marie richtete sich auf. „Kann ich jetzt mein Geld haben?“

„Gleich“, sagte er. „Noch die Fensterbank. Dann bist du fertig.“

Sie ging zur Fensterbank und wischte. Der Hugo saß jetzt richtig. Ihre Bewegungen waren langsamer. Sie merkte, dass Walter näher kam. Er stellte sich hinter sie. Nicht direkt an sie ran, aber nah genug, dass sie seinen Atem hörte.

„Du hast einen schönen Arsch“, sagte er leise. „Wenn du dich so bückst.“

Marie erstarrte. „Lass den Scheiß.“

„Ich mein’s ernst“, sagte er. „Laura hat auch erst so getan. Und jetzt kommt sie freiwillig. Weil sie das Geld braucht. Und weil’s ihr gefällt.“

Marie drehte sich um. Laura stand noch in der Tür und schaute sie an. Sie sagte nichts. Marie schluckte. Der Hugo machte ihren Kopf weich. Sie wollte gehen. Aber die 50 Euro lagen noch nicht in ihrer Hand.

Walter legte eine Hand auf ihre Hüfte. Nicht fest. Nur so, dass sie es spürte. „Noch fünf Minuten. Dann kriegst du dein Geld. Und wenn du willst, kommst du nächste Woche wieder. Dann zahl ich mehr... einfach weil du mir gefällst...“ Er holte einen 100€ Schein hervor und wedelte vor Maries Gesicht herum.

Marie schnappte den Schein kess aus der Hand vom Walter "wir werden sehen..." sagte Sie frech. "Für heute bin ich fertig... weiß nicht, ob ich nochmal komme..." sagte Sie und streifte provokant an Walter vorbei, der ihr beim passieren einen sanft über den Arsch strich.

"Hey!" raunte Marie ihn an und warf ihm einen bösen Blick zu.

Laura trank den letzten Schluck und stellte das Glas ab um sich genau wie Marie ihre Schuhe anzuziehen. Sie warf Walter einen wissenden Blick zu...

"Also bis nächste Woche..." sagte Laura und zog die Türe hinter den beiden zu.

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Kann Laura Marie überzeugen?

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