Die vertauschten…

... Hände!

Chapter 11 by Atina Hunter Atina Hunter

Herr Bramm schaut auf sein Handy, die Aufnahme, die er gerade gemacht hat – ich weiß nichts davon, spüre nur die Hände an meinen Körper, das Wasser, die Hitze.

Ein kurzes Zucken in seinen Mundwinkeln, dann legt er sein Handy zur Seite, als hätte er gerade eine Versicherungspolice unterschrieben. Er muss sich nicht mehr absichern. Irgendetwas in meiner Körpersprache hat ihn verraten, dass ich schon bald bereitwillig zu ihm kommen werde. Er braucht ersteinmal kein Druckmittel mehr. Er braucht nur etwas Geduld.

Und Geduld hat er.

Seine Hände gleiten zu meiner Cousine Doreen. Ich kann es nicht sehen, weil meine Augen geschlossen sind und mein Kopf nach hinten in Dr. Richters Schulter gesunken ist, aber ich höre es – Doreens scharfes Einatmen, dann ein leises, feuchtes Kichern, das in einem Stöhnen verklingt.

Herr Bramm greift behrzt zu. Sein fester Griff umschließt Doreens nackte Brüste und ich höre, wie sie halb schmerzhaft, halb lustvoll dabei aufstöhnt, wärend er sie geknetet, ausgiebig, genüsslich, mit der gleichen Selbstverständlichkeit, mit der er gerade noch sein Handy bedient hat.

Doreen stöhnt, und ich stöhne mit, weil die Hände an meinem Körper nicht nachlassen.

Fünf Minuten schon liege ich so in Dr. Richters Armen. Fünf Minuten, die sich wie eine Ewigkeit anfühlen, wie ein wärmerer Strom, der durch meine Adern fließt und alles wegspült, heißt denken. Seine Finger rollen über meine Brüste, kneten das Fleisch, ziehen und rollen, und mein Körper lechzt danach – jedes Mal, wenn seine Handflächen über meine steil aufgerichteten Brustwarzen streichen, schießt ein Blitz von meinem Brustkorb bis runter in mein Unterleib.

Ich gebe mich diesen lustvollen Gefühlen hin, gierig und hemmungslos, koste jede Sekunde aus. Mein Stöhnen hallt über das Wasser, und ich bin weit weg, weit weg in einem Nebel aus Wärme und Berührung und diesem süßen, drückenden Sog zwischen meinen Beinen.

So übermannt bin ich, dass ich gar nicht so richtig bemerke, wie der Griff von Dr. Richters Hände härter wird. Wie seine Finger tiefer ins weiche Fleisch meiner Brüste greifen, wie er knetet und knetet und knetet, mit einer Kraft, die langsam die Grenze zwischen Lust und etwas anderem streift. Aber ich bin zu erregt, zu lustvoll, zu gefangen in meinem eigenen Rausch.

Dann – seine Stimme. Herr Bramms Stimme. An meinem Ohr, so nah, dass ich seinen Atem auf meiner Haut spüre, wärmer, feuchter Atem, der mir eine Gänsehaut über beide Arme jagt. Seine Stimme ist tief und markant, jedes Wort ein langsamer, behutsamer Schlag, der durch meinen Körper dringt.

„Katharina, du geiles Luder — wie ich sehe magst du es scheinbar, dass dir fremde Männer deine geilen Titten hart durchkneten.“

Die Worte treffen mich wie ein Klatscher, aber nicht schnell – nein, sie treffen genau in jener Stelle in meinem Unterleib, die schon unter Dr. Richters Händen pulsiert. Ich will antworten, will etwas sagen, einen ganzen Satz formen, aber meine Zunge ist schwer, mein Kopf ist wattiert, und alles, was aus meinem Mund kommt, ist ein einziges, langes, gezogenes Stöhnen.

„Ohhh jaaa!“

Mehr schaffe ich nicht. Mehr will ich nicht. Die Wahrheit ist so einfach und so geil, dass sie für sich selbst spricht.

„Nun dann...“, Herr Bramm grinst hämisch und meint dabei, und ich spüre, wie sich seine Lippen schnell an mein Ohr schmiegen, „...dann hast du ja bestimmt auch nichts dagegen, dass Dr. Richter Hand an deine Titten legt und sich kraftvoll und beherzt um deine geilen Titten kümmert.“

Die Frage trifft mich wie ein Stein, der ins Wasser fällt – Kreise, die sich ausbreiten, und ich kann nicht festhalten, was da kreist. Kraftvoll? Beherzt? Dr.Richter? War meint er? Ich werde darüber nachdenken, aber die Hände an meinen Brüsten kneten weiter, und jeder Griff schickt mir einen weiteren Funken durch den Körper, und die Worte von Herrn Bramm verheddern sich in meinem Kopf wie Fäden in einem Spinnennetz. Wer ist das überhaupt, dessen Hände mich festhalten? Ich weiß es nicht, ich denke nicht darüber nach, ich will nur, dass es weitergeht.

„Hmmm neiiin, Hmmm jaaa!“

Es quillt aus mir heraus, brüchig und stöhnend, und ich merke selbst, wie bescheuert das klingt – weder ein Nein noch ein Ja, sondern beides, verschmolzen zu einem einzigen, breiten Lust Laut. Aber es ist die Wahrheit. Ich will nicht, dass es aufhört, ich will, dass es nie aufhört.

Und während ich das denke, passiert meinem Körper etwas, was ich nicht bewusst steuere. Mein Rücken verbiegt sich, drückt sich ins Hohlkreuz, mein Becken kippt nach vorne, und meine Brüste – meine vollen, schweren, geschwollenen Brüste – drücken sich fester in die Hände, die sie kneten. Als wollte sie sich den Fingern entgegenwerfen, als bäten sie darum, noch härter gepackt zu werden.

Herr Bramm und Dr. Richter – ich kann es nicht sehen, aber ich spüre es wie eine Schwingung im Wasser – grinsen. Beide. Amüsiert. Triumphierend. Wie zwei Männer, die gerade eine Wette gewonnen haben.

Da kommt Herr Bramm wieder an mein Ohr. Seine Lippen berühren schnell mein Ohrläppchen.

„Dann dreh doch jetzt einmal deinen Kopf etwas nach rechts — und öffne ganz langsam deine Augen.“

Sein Tonfall ist so bestimmt, so tief und durchdringend, dass er mir wieder eine Gänsehaut über den ganzen Körper jagt. Jedes Haar auf meinen Armen richtet sich auf. Ich gehorche, ohne darüber nachzudenken. Mein Kopf dreht sich, langsam, als bewegte er sich durch Wasser, und meine Augenlider flattern, öffnen sich, und alles ist verschwommen und hell und —

Und dann sehe ich sein Gesicht.

Richter. Sein markantes, symmetrisches Gesicht, sein nach hinten gegeltes silbergraues Haar, seine haselnussbraunen Augen, die mich mit einem Blick ansehen, der nicht bei mir ankommt, irgendwo hinter mir, in einem Raum, den nur er betritt. Sein Mundwinkel klickt nach oben.

„Hallo Katharina — na genießt du es auch, wie ich mich gerade fachärztlich um deine geilen Titten kümmere?“

Die Welt steht still. Für einen Herzschlag, für zwei, für drei. Sein Gesicht ist so nah, dass ich seinen Atem rieche – teurer Whiskey und Minze. Seine Hände kneten immer noch meine Brüste, unbeirrt, als wäre nichts passiert, als hätte er nicht gerade entlarvt, wer er ist und was er tut. Und ich – ich erstarre. Mein Körper ist ein Block, eingefroren in dem Moment, in dem die Illusion zerbricht. Die Hände, die ich die ganze Zeit für Herrn Bramms Hände gehalten habe — sie gehören ihm. Richter.

Dem Mann, der mit meiner CousineDoreen im Pool zugange war, dem Mann, der so älter als mein Vater ist, dem Mann, dessen Finger gerade meine Brustwarzen zwischen Daumen und Zeigefinger rollen, während er mich lustvoll damit erregt.

Dr. Richter grinst mich amüsiert an, und seine Hände – seine langen, präzisen, gepflegten Hände – kneten dabei als weiter meine prallen Brüste, walzen über mein Fleisch, kneten und ziehen und drücken, als wäre er gerade in seinem Behandlungszimmer, als wäre ich eine Patientin auf seinem Tisch, als wäre das hier etwas ganz normales für ihn.

„Ich äh. Ich. Ja. Nein. Ja — doch, es ist sehr schön!“ Die Worte stolpern aus mir heraus, zersplittert, ein Scherbenhaufen.

Ich weiß nicht, was ich in dem Moment sagen sollte. Ich weiß nicht, was ich fühle. Schock, Scham, Erregung – alles auf einmal, und keins davon richtig.

„Ja, das haben wir gehört!“ Herr Bramms Stimme kommt von meiner linken Seite. Ich drehe den Kopf, und da steht er. Zusammen mit meiner Cousine Doreen. Leicht schräg vor uns, im Wasser, und er grinst mich an – mit diesem breiten, selbstgefälligen Grinsen, das seine ganze Kieferpartie ins Licht rückt.

Seine Hände liegen auf Doreens Brüsten. Er knetet sie, genüsslich, mit langsamen, festen Bewegungen, und Doreen steht vor ihm, zurückgelehnt, die Augen halb geschlossen, und stößt leise, während sie mich gleichzeitig angrinst.

Sprachlos. Ich bin komplett sprachlos. Mein Blick springt zwischen den beiden und Dr. Richter hin und her, der hinter mir immer noch genußvoll meine Brüste in seinen Händen hält, und ich — ich löse mich nicht. Ich trete nicht weg. Ich sage nicht: Lass los. Ich stehe einfach da, im warmen Wasser, mit den Händen eines fremden Mannes auf meinen Brüsten, und ich bewege mich keinen Millimeter.

„Süße…“ Doreen kippt den Kopf, muss mich mit ihren blauen Augen aufhalten, und ihr Grinsen wird breiter. „...sag nicht, dass es gerade nicht geil für dich ist – denn dass du es genießt, das haben wir alle gesehen und auch gut hören können.“

Doreen legt den Kopf schief, und ihre blonden, nassen Haare kleben an ihrer Schulter. „Also — ich kann dir nur raten: Solange es dir Spaß macht, dann genieße es auch! Ist doch egal, wer oder wo! Hauptsache, du hast geile erregende Gefühle dabei und kannst die geilen Gefühle ungehemmt auskosten!“

Scheiße. Scheiße, Scheiße, Scheiße. Sie hat recht. Doreen hat so verdammt recht. Ich habe es genossen. Und wie! Ich habe es so sehr genossen, dass ich stöhnen musste, dass ich mich ins Hohlkreuz gebogen habe, dass ich meine Brüste in fremde Hände gedrückt habe. Und jetzt, wo ich weiß, wem diese Hände gehören – es ändert sich nichts. Die Wärme ist noch da. Das Kribbeln ist noch da. Der Sog in meinem Unterleib ist noch da, und er ist stärker als die Scham.

Ich sehe Doreen an, und langsam, wie ein Bremslicht, das heller wird, breitet sich ein Grinsen auf meinem Gesicht aus. Frech. Schief. Zwar noch etwas Verunsichert – aber auch frech. Ich grinse meine Cousine an, und in diesem Grinsen liegt alles: die Anerkennung, dass sie recht hat, die Kapitulation vor meinem eigenen Körper, die stillschweigende Zustimmung, dass es weitergehen darf.

Total entspannt lehne ich mich an Dr. Richter zurück. Lass einfach alles weiter geschehen. Seine Brust ist warm und fest hinter meinem Rücken, und als ich mich richtig fest anlehnte, spüre ich, wie sein Körper reagierte – wie er sich anspannt, wie sein Atem tiefer wird, wie seine Hände auf meinen Brüsten einen Moment innehalten und dann, als hätte er meine Stumme-Erlaubnis erhalten, mit neuer Kraft weiterkneten.

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„So ist es brav…“ schimpft Dr. Richter mir ins Ohr, und seine Stimme ist anders als die von Herrn Bramm – glatter, kühler, wie polierter Marmor. „...Katharina, lass mich deine geilen Titten schön massieren und ausgiebig durchkneten!“

Während er das sagt, zieht er mich noch dichter an sich, wesentlich fordernder, ganz dicht an seinen Körper, so dicht, dass ich seinen Atem im Takt heben und senken spüre. Sein Becken drückt gegen meinen unteren Rücken, und ich spüre dort etwas Hartes, etwas, das mir sagt, dass er wesentlich mehr will als das was er hier gerade bei und mit mir macht.

Ich stehe im Wasser mit den dreien, unfähig, einen klaren Gedanken zu fassen. Wärend Dr. Richters Hände meine Brüste, walzen und kneten, und werde lockerer, enthemmter, mit jeder Sekunde, die vergeht.

Meine Hände liegen auf der Wasseroberfläche, und ich beobachte, wie Herrn Bramm seine Hände über Doreens Brüste gleiten lässt – wie er sie packt und knetet und quetscht, und Doreen stößt und strahlt ihn an, und ich schaue zu, und es erregt mich. Es erregt mich, meiner Freundin dabei zuzusehen, wie sie von ihm benutzt wird. Es erregt mich, weil ich weiß, dass ich als Nächstes dran bin.

Herr Bramm und Dr. Richter grinsen sich an. Über meine Schulter hinweg, über Doreens Kopf hinweg, zwei Verbündete, die sich ihres Sieges sicherten.

Dann ruft Herr Bramm: „Gleich wechseln wir aber wieder – denn ich will mich doch noch ausgiebiger und tiefgründiger mit meiner Katharina befassen!“

"Meiner Katharina". Zwei Worte, und mein Magen zieht sich zusammen. Nicht vor Angst – vor etwas anderem. Etwas, das heiß und schwer in meiner Bauchhöhle liegt und sich ausbreitet, runter, tiefer, bis in meine Möse, wo es pulsiert und kribbelt und mich zwingt, die Oberschenkel zusammenzupressen. "Meiner Katharina" Als wäre ich sein Besitz. Als wäre ich schon sein. Als gäbe es keine Frage mehr, keine Entscheidung, keine Möglichkeit des Entkommens.

Und das Schlimmste – das Wahnsinnige, das mich selbst erschreckt – ist, dass genau dieser Gedanke mich anmacht. Nicht trotz, sondern wegen. Herr Bramm hat etwas, das mich immer mehr fesselt, das auf mich anziehend wirkt, sobald er in meiner Nähe ist.

Marcel – Marcel habe ich total verdrängt. Marcel, der süße, charmante Marcel, der mich hierher gebracht hat – er ist verschwunden, verweht wie der Rauch im Wind. An seine Stelle ist nun sein Vater getreten, mit seiner dominanten Aura, seiner Selbstsicherheit, seiner Stimme, die bis tief ins Mark vordringt und mich willenlos macht. Ich bin ihm gegenüber mega unterlegen. Mein ganzer Körper wird zu Wachs, wenn er spricht, wenn er mich ansieht, wenn er einfach nur in meiner Nähe ist.

Dr. Richter knetet meine Brüste, so kräftig er kann. Seine Hände gehen über mein Fleisch, drücken und kneten und quetschen, und anfangs ist es unangenehm – zu fest, zu viel, ein dumpfer Druck, der an der Grenze zwischen Schmerz und Lust kratzt. Aber dann – komischerweise – wird es mit jeder angenehmen Sekunde. Je länger er meine Brüste malträtiert, desto mehr gibt mein Gewebe nach, desto mehr schmilzt der Widerstand, desto mehr wird aus Unbehagen ein tiefes, surrendes Wohlgefühl, das durch meinen ganzen Körper strömt. Als würde mein Körper lernen, sich den Griffen anzupassen, sich ihnen zu öffnen, sie zu wollen.

Da ruft Herr Bramm grinsend: „Los, Richter – lass uns was trinken gehen. Und gib Katharinas geilen Titten doch mal die Chance, sich etwas zu erholen! Denn die werden heute Nacht eh noch öfters herhalten müssen!“

Das Wort heute Nacht schlägt ein wie ein Hammer auf einen Amboss. Heute Nacht. Noch öfters. Herhalten müssen. Ich höre es, und mein Körper reagiert, bevor mein Kopf es verarbeiten kann – ein Schauer läuft über meinen Rücken, und zwischen meinen Beinen pulsiert es so stark, dass ich die Beine zusammenkneife.

Kaum hat Herr Bramm das ausgesprochen, da lösen sich Dr. Richters Hände von meinen Brüsten. Die plötzliche Leere auf meiner Haut ist wie ein kalter Guss – meine Brüste schmerzen leicht, pochen nach den Händen, die gerade noch da waren, und ich merke erst jetzt, wie fest er mich die ganze Zeit gehalten hat. Dr. Richter beugt sich zu meinem Ohr, und seine Lippen streifen meine Ohrläppchen.

„Deine geilen Titten werde ich heute bestimmt nicht zum letzten Mal in meinen Händen halten!“

Und dann schiebt er mich. Sanft, aber bestimmt, zur Pool-Leiter hin. Meine Hände greifen nach den Sprossen, ich klettere heraus, Wasser tropft von meinem Körper, und der warme Abendwind trifft meine nasse Haut wie ein Tuch, das mir über den Rücken geworfen wird. Ich stehe am Beckenrand, tropfnass, meine Brüste nackt, rot von den Knetspuren, und ich weiß nicht, wohin jetzt.

Da kommt Herr Bramm schon an mich herangetreten. Seine Schritte sind sicher, gemessen, jede Bewegung kontrolliert. Er nimmt mich in seine Arme – fest, warm, besitzergreifend – und ich spüre seine behaarte Brust gegen meine nasse Haut, spüre seine feinen nasse Brusthaare, und es schert ihn nicht. Er küsst mich auf die Stirn. Ein Kuss, der so zärtlich ist, dass er mir die Knie weich macht.

„Katharina, du warst einfach großartig“, säuselt er in meinen Ohren, und seine Stimme ist tief und warm und dunkel wie Samt. „Jetzt ist mir Dr. Richter mal wieder einen großen Gefallen schuldig – und ich dir auch!“

Er löst sich von mir, und die Kälte, die an die Stelle seiner Wärme tritt, ist körperlich schnell schmerzhaft. Er sieht mich an, mit seinen blaugrauen Augen, die mich scannen, und dann sagt er:

„Geh dich erstmal umziehen und schmink dir deine Lippen wieder schön rot! Wir sehen uns dann gleich an der Poolbar!“

Ich nicke. Grinse. Und bevor ich etwas sagen kann – ich weiß nicht einmal, was ich sagen würde – da schnappt mich meine Cousine Doreen auch schon am Handgelenk und zieht mich hinter sich her, Richtung Pool-Haus.

Ihre Hand ist warm und fest, und ich stolpere hinter ihr her, barfuß über die warmen Steinplatten, mein nasses mir von Herrn Bramm ausgezogenes Bikini-Oberteil in der anderen Hand, meine Brüste noch immer pochend von Dr. Richters Griffen.

Was ich nicht weiß – was mir nicht in den Sinn kommt – ist, dass Doreen hier nicht einfach nur meine Cousine ist, die mich unterstützt.

Ich weiß nicht, dass sie ja vorab Geld dafür bekommen hat. Dass Herr Bramm sie regelmäßig auf mich angesetzt hat, weil sie mich kennt, weil ich ihr vertraue, weil ihr Lächeln und ihre Worte mich erreichen wie keine andere fremde Stimme es könnte.

Meine Cousine Doreen steckt tief im Sumpf der beiden, und ihre diktierte Aufgabe ist es, mich da mit hineinzuziehen – sanft, freundlich, mit der Stimme einer Cousine, die eigentlich nur das Beste will.

Auf dem Weg zum Pool-Haus, als die Dämmerung das Licht golden und weich macht, als die Stimmen am Pool leiser werden, frage ich es trotzdem. Vorsichtig, wie beiläufig.

„Sag mal – warum bist du mit diesem Dr. Richter zusammen? Der könnte doch locker dein Vater sein! Gibt's denn da keinen Jungen in deinem Alter?“

Doreen bleibt nicht stehen. Sie lacht — ein kurzes, scharfes, amüsiertes Lachen, das in der warmen Luft zerspringt. Sie zieht mich weiter, durch die Tür des Pool-Hauses, hinein in das gedimmte Licht, in den Geruch nach Holz und Sonnencreme und teurem Shampoo.

„Katharina, du bist echt so süß...“, sagt sie, und sie dreht sich zu mir, muss mich mit ihren blauen Augen, und ihr Grinsen hat etwas Müdes, etwas Erwachsenes, das ich an ihr nie gesehen habe. „... und so naiv.“

Sie lässt meine Hand los, stellt sich vor den großen Spiegel an der Pool-Haus-Wand, greift nach einem Handtuch und trocknet sich die Haare ab.

„Glaubst du, dass ein Junge in unserem Alter mir all das hier bieten kann, was dieser Dr. Richter und all die anderen mir bietet?“ Sie sieht mich im Spiegel an. „Glaubst du, ich könnte mir all die geilen, sündhaft teuren Klamotten, die ich in der Schule immer trage – oder wie zum Beispiel diesen Bikini hier – von meinem Geld selbst kaufen?“ Sie streicht über den nassen Stoff, als würde sie ein Juwel präsentieren. „Oder letztes Jahr — die coole Urlaubsreise auf die Malediven, wo ich euch alle damit neidisch gemacht hatte?“ Sie lacht, leise, in sich hinein. „Dieses Jahr geht es sogar auf die Bahamas.“

Ungläubig schaue ich sie an. Malediven. Bahamas. Der Bikini, der so teuer war, dass ich nicht mal im Schaufenster danach fragen wollte. "Alles – alles nur wegen des Geldes?"

Doreen bemerkte meinen Gesichtsausdruck. Sie legt das Handtuch beiseite, dreht sich zu mir, blickte sich mit dem Rücken gegen die Wand und verschränkt die Arme unter ihren Brüsten, die noch die Abdrücke von Herrn Bramms Händen tragen.

„Ja, Katharina – es dreht sich alles nur ums Geld. Und je eher du das kapierst, desto eher wirst du es auch mir nachmachen – und bestimmt auch so genießen wie ich!“

Sie sagt es so einfach, so schlicht, als würde sie mir erklären, wie man einen Kuchen backt. Als wäre es die selbstverständlichste Sache der Welt. Körper für Geld. Lust auf Geld. Hingabe für Geld. Und genießen.

Ich stehe im Pool-Haus, tropfnass, mit pochenden Brüsten und einem Kribbeln zwischen den Beinen, das nicht verschwinden will, und Doreen sieht mich an, und ich sehe mich selbst im Spiegel – braunes Haar, nass und klebend, grüne Augen, die im gedimmten Licht dunkel wirken, Lippen, die das Rot längst abgewischt haben, und einen Körper, der gerade von zwei Männern hemmungslos benutzt wurde und... ein Körper der mehr will... viel mehr!

Und ich frage mich – nicht zum ersten Mal heute Abend, aber zum ersten Mal mit dieser Klarheit – ob Doreen recht hat!?

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