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Zuhause will mein Körper mehr

Chapter 8 by gruetze

Die Straße vor mir verschwimmt leicht, als ich nach Hause gehe, meine Highheels klackern unregelmäßig auf dem Asphalt. Nicht wegen der Highheels – die habe ich inzwischen halbwegs unter Kontrolle. Nein, es ist dieses Bild in meinem Kopf, das sich einfach nicht löschen will: Toms Hände an meinen Hüften, sein Körper, der mich gegen die Wand presst, sein Schwanz, der in mich eindringt. Ich spüre förmlich, wie der Spitzenstring zur Seite gezogen wird, spüre den ersten, schmerzhaft-süßen Moment der Penetration. Meine Finger verkrampfen sich um den Henkel meiner Einkaufstasche, als mir klar wird, dass ich mir gerade vorstelle, wie es sich anfühlt, gefickt zu werden. Als Frau.
Meine Schritte werden langsamer, als ich die Straße hinuntergehe, die Hitze des Tages mischt sich mit der Hitze, die noch immer unter meiner Haut pulsiert. Die Einkaufstasche mit meiner alten Kleidung schaukelt gegen mein Bein, ein stummer Vorwurf. Vor einem Schaufenster bleibe ich stehen – nicht um mein Spiegelbild zu bewundern, sondern um zu verstehen. Die Frau, die mich aus dem Glas anstarrt, hat Wangen, die leicht gerötet sind, Augen, die größer wirken als sonst. Ihre Lippen sind leicht geöffnet, als würde sie gleich etwas sagen.
Der Schweiß rinnt mir zwischen den Schulterblättern hinunter, als ich vor meiner Haustür stehe und nach dem Schlüssel in der neuen Umhängetasche krame. Meine Finger zittern leicht – nicht vor Kälte, sondern vor dieser seltsamen Erregung, die sich seit dem Café wie ein elektrisches Kribbeln unter meiner Haut festgesetzt hat. Die Vorstellung von Tom, sein Blick, seine Hände – alles fühlt sich gleichzeitig fremd und vertraut an, als hätte ich diese Gefühle schon immer gekannt, aber nie wirklich zugelassen.
Die Tür fällt hinter mir ins Schloss, und zum ersten Mal seit Stunden atme ich richtig durch. Ich lasse die Einkaufstasche und meine neue Handtasche einfach fallen. Und stütze mich gegen einen der Türrahmen, lasse meine Stirn langsam gegen ihn sinken.
Die Position schießt wieder dieses Bild in meinen Kopf. Fuck. Was ist das?
Meine Hand gleitet wie von selbst über meinen Körper – zögernd erst, dann mutiger. Die Finger erkunden die Kurven meiner neuen Form, als würden sie eine fremde Landschaft vermessen. Meine Brüste unter dem Kleid, die sich unter meiner eigenen Berührung spannen, die kleinen, festen Nippel, die sich gegen den weichen Stoff des BHs reiben. Mein Atem geht schneller und ich lasse meinen Gedanken freien Lauf.
Die Finger meiner anderen Hand klammern sich an den Türrahmen, als mein Körper unter der eigenen Berührung zittert. Das Kleid spannt über meinen Brüsten, wo meine Handfläche jetzt fest gegen den Spitzen-BH drückt. Ein dumpfer Druck, der sich durch das ganze Gewebe hindurch ausbreitet und etwas in mir zum Brennen bringt. Ich sollte aufhören. Ich weiß, dass ich aufhören sollte. Stattdessen gleitet meine Hand langsam nach unten, über die schmale Taille, die noch vor wenigen Stunden gar nicht existierte.
Meine Finger zögern an der Stoffkante, ein nervöses Flattern unter der Haut. Das Kleid rutscht Zentimeter für Zentimeter höher, bis der kühle Luftzug meine nackten Oberschenkel streift. Der Spitzenstring spannt sich zwischen meinen Pobacken, ein schmaler Faden, der plötzlich lächerlich unzureichend wirkt.
Ein erneutes, diesmal kürzeres zögern, bevor meine Hand langsam unter den Spitzenstring gleitet. Die Berührung ist fremd – so fremd und doch so verdammt aufregend. Ich schließe die Augen und stelle mir vor, Tom steht hinter mir, seine Hände auf meinen Hüften, sein Atem heiß in meinem Nacken. Seine Finger graben sich in mein Fleisch, während er mich gegen die Wand drückt, sein Schwanz hart und bereit zwischen meinen Pobacken.
Meine Finger zucken zurück, als würde ich mich verbrennen. Das Bild in meinem Kopf ist so plastisch, dass ich fast Toms Körperwärme spüre, seinen Atem im Nacken. Ich öffne die Augen – mein Wohnzimmer kommt verschwommen ins Blickfeld, die vertrauten Möbel, die jetzt wie Fremdkörper wirken. Mein Herz hämmert gegen meine Rippen, als würde es ausbrechen wollen.
Was mache ich hier? Es ist falsch. Alles falsch. Die eigene Berührung fühlt sich an wie ein schlechter Witz – oberflächlich, mechanisch, ohne die Tiefe, die ich plötzlich so verzweifelt suche. Ich will nicht mich selbst anfassen wie ein Teenager im dunklen Schlafzimmer. Ich will... Gott, ich weiß nicht einmal, wie ich es beschreiben soll.

Ich drücke die Stirn gegen den kühlen Türrahmen, während mein Atem in kurzen Stößen aus meiner Kehle bricht. Das Kleid klebt schweißnass an meinem Rücken. Es ist nicht genug. Nicht die eigenen Finger, nicht die Fantasie, nicht die Bilder hinter meinen geschlossenen Lidern. Ich will echtes Gewicht auf mir spüren, echte Hände, die mich festhalten, ohne zu fragen. Ich will jemanden in mir.

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