What's next?

Date im Käfig 1

„Komm rein“, sagte sie mit einem einladenden Lächeln, trat zur Seite und machte den Weg in den Flur frei. „Lass die Jacke ruhig an der Garderobe. Ich hab gerade frischen Kaffee aufgesetzt.“

Ich schlüpfte an ihr vorbei, peinlich darauf bedacht, den Oberkörper leicht nach vorn gebeugt zu halten. Im schmalen, weiß getünchten Flur hing der Duft von gemahlenem Kaffee und ihrem Parfüm in der Luft. Meine Finger waren schweißnass, als ich die Jacke langsam von den Schultern gleiten ließ. Jeder Handgriff fühlte sich an wie ein Tanz auf einer Rasierklinge: Ohne den festen Stoff des Parkas gab es nun absolut nichts mehr, was mich vor ihren Blicken schützen konnte.

Mit dem Rücken zur Wand strich ich die dünne graue Hose provisorisch glatt, doch der schwere Edelstahlklumpen zog den Stoff sofort wieder in eine unnatürlich scharfe Falte.

„Geh schon mal durch ins Wohnzimmer“, rief sie gut gelaunt aus der Küche, wo das Klappern von Tassen zu hören war. „Mach’s dir auf dem Sofa bequem.“

Ich schlich förmlich über die abgezogenen Dielen. Das Wohnzimmer war lichtdurchflutet, eingerichtet mit hellen Möbeln, großen Zimmerpflanzen und einem ausladenden, anthrazitfarbenen Samtsofa in der Mitte. Anstatt mich entspannt zurückzulehnen, setzte ich mich steif ganz an den Rand des Polsters. Ich presste die Oberschenkel krampfhaft zusammen, die Hände flach auf die Knie gelegt, um die Wölbung zwischen meinen Beinen irgendwie zu verdecken.

Mein Herz hämmerte so laut gegen die Rippen, dass ich glaubte, es müsste jeden Moment durch die Brust brechen. Die Anspannung ließ mir kalten Schweiß über die Schläfen rinnen.

Ein paar Augenblicke später betrat Nadja den Raum, in jeder Hand einen dampfenden Becher.

„Hoffentlich trinkst du ihn immer noch mit Hafermilch“, sagte sie beiläufig, stellte beide Becher auf dem niedrigen Holztisch ab und wandte sich mir zu.

Sie setzte sich nicht auf den Sessel gegenüber. Mit einer fließenden, fast trägen Bewegung ließ sie sich direkt neben mir auf das Polster sinken – so nah, dass ihr Schenkel in der engen Leggings meinen Stoff berührte.

„Also, John“, begann sie mit leiser, amüsierter Stimme und musterte mein verkrampftes Gesicht. „Gestern am Maybachufer bist du ja ganz schön panisch abgehauen. Du sahst aus, als hättest du einen Geist gesehen.“

„Es… es war nur spät“, brachte ich heiser hervor, unfähig, ihrem intensiven Blick standzuhalten. „Und ich musste einfach nach Hause.“

„Wirklich?“ Sie legte den Kopf schief, die Lippen zu einem spöttischen Lächeln geschürzt. „Du wirkst immer noch völlig aufgedreht. Entspann dich doch mal ein bisschen. Du sitzt da wie ein Schuljunge beim Direktor.“

Noch während sie sprach, glitt ihr Blick von meinen Augen über meine Schultern hinab – und blieb an meinen Beinen hängen, die ich so krampfhaft zusammenpresste.

„Warum machst du dich so klein?“, fragte sie leise, griff nach meinem linken Knie und schob es ganz beiläufig, fast spielerisch ein Stück nach außen.

Mit der Bewegung gab ich den Schritt frei. Der dünne graue Jerseystoff spannte sich über die Lücke zwischen meinen Oberschenkeln.

Und genau in diesem Bruchteil einer Sekunde erstarrte Nadja.

Das Lächeln auf ihren Lippen verblasste nicht – es fror ein. Ihre meerblauen Augen weiteten sich, als sie auf das starrte, was der dünne Stoff da unbarmherzig preisgab: die unnatürlich gerade, starre Röhre, der kreisrunde Abdruck des vorderen Rings und der kantige, massive Klumpen des Vorhängeschlosses, der sich wie ein Fremdkörper unter der grauen Baumwolle abzeichnete.

Im Raum wurde es mit einem Schlag totenstill.

Für mehrere Sekunden schien selbst das Ticken der Wanduhr im Flur zu verstummen.

Nadja rührte sich nicht. Ihre Hand lag regungslos auf meinem Knie, die Fingerspitzen gruben sich fast unmerklich in den Stoff. Ihr Blick klebte förmlich an der unnachgiebigen, geometrischen Kontur zwischen meinen Beinen. Auf ihren Zügen spiegelte sich ein Schock wider, der innerhalb eines Wimpernschlags in etwas viel Dunkleres umschlug: ein ungläubiges, fasziniertes Begreifen.

Mein Atem stockte vollkommen. Mein Puls dröhnte so laut in den Ohren, dass mir schwindelig wurde. Die nackte Scham brannte lichterloh auf meinen Wangen – doch genau so, wie Loona es vorhergesagt hatte, wehrte ich mich nicht. Ich blieb starr sitzen, die Beine geöffnet, unfähig, den Blick von ihr abzuwenden.

„John…“, flüsterte sie heiser.

Ihre Stimme zitterte leicht, verlor jede Spur von der aufgesetzten Flapsigkeit, mit der sie mich eben noch empfangen hatte.

Langsam, quälend zögerlich, löste sich ihre Hand von meinem Knie. Ihre Finger schwebten für einen Moment über dem grauen Melangestoff, ehe sie die Handfläche flach auf meinen Oberschenkel legte und sie zentimeterweise nach oben schob.

Der dünne Jersey glitt unter ihrer Haut fast lautlos dahin.

Als ihre Fingerspitzen die kalte Kante des Edelstahlzylinders berührten, entfuhr mir ein scharfer, unkontrollierter Zischlaut. Meine Hände krallten sich in die Samtpolster des Sofas.

Nadja zog die Hand nicht zurück. Im Gegenteil: Ihre Finger schlossen sich vorsichtig, aber mit festem, tastendem Druck um das Gehäuse. Sie strich über die starre Röhre hinab, fuhr die Ränder nach und stieß mit dem Daumen direkt gegen den massiven Messingbügel des Vorhängeschlosses.

Ein Schauder fuhr durch ihre Schultern, ihre Lippen öffneten sich leicht.

„Mein Gott…“, hauchte sie, hob den Kopf und sah mir direkt in die weit aufgerissenen Augen. Ihr Blick war dunkel vor unbändiger Neugier. „Gestern am Kanal… das waren keine Schlüssel. Du bist… du bist komplett weggesperrt.“

Ich schluckte trocken, mein Kehlkopf bewegte sich krampfhaft. „Nadja… bitte…“

„Wer hat den Schlüssel, John?“, schnitt sie mir das Wort ab. Ihre Hand drückte fester zu, rüttelte fast unmerklich an dem Gehäuse, sodass der Zug am Silikonring scharf in mein Schambein schnitt. Ein dumpfes Stöhnen entwich meiner Kehle. „Hat Loona dich da reingesteckt?“

Ich schwieg, mein Körper bebte unter ihrer Berührung. In meinem Kopf explodierte das verbotene Verlangen: Vor einer wunderschönen Frau auf dem Sofa zu sitzen, während sie das Geheimnis meiner totalen Unterwerfung in der Hand hielt.

Nadja wartete keine Antwort ab. Ein schmales, atemloses Lächeln trat auf ihre Lippen – das Lächeln einer Frau, die begriff, dass sie gerade die absolute Macht über einen Mann geschenkt bekommen hatte.

Sie griff mit beiden Händen nach dem Bund meiner grauen Jogginghose.

„Zieh sie aus“, befahl sie mit leiser, vibrierender Entschlossenheit. „Sofort. Lass mich das Ding sehen.“

Ihre Finger waren fest in den Bund gekrallt. Der dünne Gummizug spannte sich unter ihren Knöcheln, und ihre meerblauen Augen ließen meine nicht für den Bruchteil einer Sekunde los. Da war kein Zögern mehr in ihrem Blick, kein Ausweichen – nur eine schneidende, elektrisierende Entschlossenheit, die mich vollkommen entwaffnete.

*Loonas Worte.*

Sie hämmerten durch mein rasendes Herz: *Du wehrst sie nicht ab. Du offenbarst dich ihr. Du versteckst nichts mehr.*

Mit tauben, zitternden Händen griff ich an meine Hüften. Meine Fingerspitzen berührten für einen Moment ihre Knöchel, ehe ich den elastischen Bund langsam fasste. Mein Atem ging keuchend, ungleichmäßig, als würde mir jemand die Brust zusammenschnüren.

Ich hob mein Becken leicht vom Samtpolster und schob den Stoff nach unten.

Der graue Jersey glitt über meine Hüftknochen, gab meinen Bauch frei und rutschte an den Oberschenkeln herab, bis er auf Höhe meiner Knie hängen blieb.

Im hellen, schonungslosen Nachmittagslicht lag es da.

Kein Puffer mehr. Keine Ausrede. Nichts.

Der polierte Chirurgenstahl fing das einfallende Sonnenlicht ein und warf kühle, glänzende Reflexe an die Wand. Der schwere, zylindrische Korpus umschloss mein Fleisch fugenlos, fest und unverrückbar, während das frische, transparente Silikonpolster an der Basis das durchblutete Gewebe meines Schambeins umschloss. Darunter, schwer und mit unnachgiebiger Präsenz, hing das goldfarbene Messingvorhängeschloss, dessen massiver Bügel die Ringe untrennbar verriegelte.

Nadja stieß ein leises, atemloses Keuchen aus.

Sie ließ sich langsam von der Sofakante auf die Knie vor mich hinabgleiten. Ihre Hände stützten sich auf meine nackten Oberschenkel, während ihr Gesicht nur wenige Zentimeter vor dem kühlen Metall verharrte. Ihr Blick war so intensiv, so brennend neugierig, dass sich die Haut an meinen Beinen mit einer Gänsehaut überzog.

„Unfassbar…“, flüsterte sie mit rauer, fast ehrfürchtiger Stimme. „Das ist… das ist echte Maßarbeit. Du bist tatsächlich vollkommen versiegelt.“

Vorsichtig, fast zögerlich, als berühre sie ein gefährliches Tier, hob sie ihre rechte Hand. Ihre warmen Fingerspitzen strichen über die glatte Rundung des Stahlrohrs, glitten über die schmalen Schlitze an der Seite und wanderten hinab zum Bügel des Schlosses.

Ein heftiger Ruck fuhr durch meinen Unterleib. Der Kontrast zwischen der Hitze ihrer Finger und der eisigen Kälte des Metalls war wie ein Stromstoß. Mein Fleisch bäumte sich tief im Inneren der stählernen Hülle auf, suchte verzweifelt nach Entfaltung – und stieß augenblicklich mit dumpfem, quälendem Druck gegen die unnachgiebigen Barrieren.

Ein heiserer Laut entwich meiner Kehle, und ich spannte den Bauch an, während ein kleiner Tropfen heißer Vorlust unbarmherzig gegen die vorderen Streben drückte.

Nadja bemerkte das Zucken sofort. Ein langsames, wissendes Lächeln breitete sich auf ihren Zügen aus, ihre Augen verengten sich zu zwei funkelnden Schlitzen.

„Sieh dich an“, hauchte sie, packte den Zylinder mit vollem Griff und bewegte ihn ganz leicht nach oben, sodass der Zug direkt in mein gereiztes Gewebe schnitt. „Du zitterst am ganzen Leib. Du gehst fast ein vor Scham… und trotzdem wirst du darin steinhart. Es macht dich wahnsinnig, dass ich das hier sehe, oder?“

Ich presste die Zähne aufeinander, Tränen der Erniedrigung und einer unerträglichen, dunklen Lust brannten in meinen Augenwinkeln. „Nadja…“

„Wer hat den Schlüssel, John?“, verlangte sie erneut zu wissen, ihre Finger tasteten das Vorhängeschloss ab, drehten es, prüften die massive Schwere des Messings. „Ist es Loona? Hat sie dich so abgerichtet?“

Sie sah zu mir auf, ihr Gesicht ganz nah an meinen Schenkeln.

„Antworte mir“, befahl sie leise, und in diesem Ton lag genau dieselbe unnachgiebige Härte, die ich von zu Hause kannte. „Wer besitzt dich?“

„Loona…“, presste ich hervor.

Das Wort schmeckte wie reines Gift und die süßeste Befreiung zugleich. Meine Stimme brach ab, heiser und zittrig, doch die Wahrheit war draußen. Die Schranke war gebrochen.

„Loona hat den Schlüssel“, wiederholte ich leiser, unfähig, ihrem bohrenden Blick auszuweichen. „Sie… sie bestimmt alles.“

Nadjas Mundwinkel zuckten nach oben. Ihr Atem ging stoßweise, flach und schnell, während sie den Zylinder in ihrer Hand hielt wie eine erbeutete Trophäe. Ihre Finger schlossen sich fest um das kalte Metall, und mit einer gezielten Drehung ihres Handgelenks kippte sie den Zylinder leicht zur Seite. Der Zug des Silikonrings schnitt augenblicklich tief und scharf in meine Schamwurzel.

Ich stöhnte gequält auf, warf den Kopf in den Nacken und krallte die Hände in den Samt des Sofas.

„Sie bestimmt alles, hm?“, murmelte sie, halb zu mir, halb zu sich selbst. Ihre Augen glänzten gefährlich dunkel. „Ich wusste, dass sie dich kurz hält, John. Aber *das* hier… das ist pure Perfektion. Du bist nichts weiter als ihr kleines, versiegeltes Spielzeug.“

Sie beugte sich noch tiefer herab. Ihre Stirn berührte fast meinen nackten Oberschenkel. Mit dem Daumen fuhr sie langsam über die feinen Lüftungsschlitze des Zylinders, genau dort, wo sich die winzigen Tropfen meiner Vorlust zwischen den Stahlstegen sammelten.

„Und du hast mir gestern am Kanal tatsächlich erzählt, das wären deine Schlüssel“, flüsterte sie mit schneidendem Spott, blickte kurz auf und sah mir direkt ins zerrissene Gesicht. „Du hast mich angelogen. Du hast dich fast in die Hose gemacht vor Panik, dass ich merke, was für ein abartiger kleiner Perverser du bist.“

Sie strich mit der freien Hand über meine angespannte Wade, wanderte langsam an der Innenseite meines Knies hinauf und grub die Fingernägel leicht in mein brennendes Fleisch.

„Aber schau dich doch an. Kaum sitze ich vor dir auf den Knien, kaum habe ich dieses Ding in der Hand, läufst du schon wieder aus. Du wolltest es. Du wolltest genau das hier.“

Sie ließ das Messingschloss mit einem dumpfen *Klong* gegen das Rohr fallen und richtete sich langsam auf die Knie auf. Mit beiden Händen stützte sie sich auf meine Oberschenkel, schob ihren Oberkörper nach vorn, bis ihr Gesicht nur noch Zentimeter von meinem entfernt war. Ihr Parfüm – vanillig, schwer und aufreizend – benebelte meine Sinne vollkommen.

„Weißt du, was ich mich frage, John?“, raunte sie, ihre Lippen streiften beinahe mein Kinn. „Was würde Loona wohl sagen, wenn sie wüsste, dass du jetzt gerade nackt vor mir sitzt? Dass ich dein kleines Schloss in der Hand halte?“

Mein Herz hämmerte wie rasend. Ich erinnerte mich an Loonas Worte am Morgen, an ihren kühlen, unerschütterlichen Blick: *Ich halte die Fäden in der Hand. Vertrau mir.*

„Sie… sie weiß, wer ich bin“, flüsterte ich atemlos.

Nadja lachte leise, ein dunkles, kehliges Geräusch.

„Das bezweifle ich nicht“, sagte sie, griff hinter sich und zog ihr Smartphone aus der Gesäßtasche ihrer Leggings. Sie hielt das Display hoch, tippte mit geübten Fingern auf die Kamera-App. Das helle Licht des Bildschirms warf scharfe Konturen auf ihre Züge.

Mein Atem stockte vollkommen. Panik schnürte mir die Kehle ab.

„Nadja, nein… bitte nicht…“, keuchte ich, doch ich bewegte mich nicht. Ich wehrte mich nicht.

„Halt still, John“, befahl sie mit einer Kälte, die mich bis ins Mark erschütterte. „Mach die Beine noch ein Stück weiter auf. Ich will, dass man den Stahl und das Schloss perfekt sieht.“

Sie richtete die Kameralinse direkt auf meine Mitte. Der Verschluss klickte leise.

Ein Foto. Mein Schandfleck, festgehalten auf ihrem Telefon.

Nadja sah kurz auf das Display, biss sich auf die Unterlippe und ein triumphierendes Lächeln glitt über ihr Gesicht. Dann sah sie mich wieder an, ihre Augen funkelten voller Bosheit und unverhohlener Erregung.

„Ich glaube“, hauchte sie, strich mit dem Zeigefinger sanft über meine Lippen und neigte den Kopf, „wir beide schicken deiner Loona jetzt mal einen kleinen Gruß. Mal sehen, wie gut sie dich wirklich unter Kontrolle hat.

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