What's next?
Neue Hardware führt zu Peinlichkeit
Für Sandra war es inzwischen ein Ablauf. Aufwachen. Yoga mit langsamer Vibration. Duschen. Frühstück. Das Ei blieb. Es sollte die Beckenmuskeln stärken, stand irgendwo im Heft. In Wahrheit war es einfach nur noch geil. Ein kleiner, glatter Druck innen, den sie den ganzen Tag mit sich herumtrug wie eine geheime zweite Schicht.
Heute musste sie einkaufen. Sie wollte das Ei mitnehmen, für einen kleinen Nervenkitzel. Sie tat es auch. Slip, Jeans, eine unauffällige Bluse. Der Bluetooth-Stöpsel unter dem Haar. Auf dem Weg zum Markt dachte sie an nichts Schlimmeres als an Milch und daran, ob Peter dienstags überhaupt einkaufen ging.
Die Schlange an der Kasse war lang. Der Wagen war voll. Vorne, fast an der Reihe, stand Silke und sprach mit dem Kassierer. Sie sah Sandra, hob die Hand, lächelte zu breit. Sandra winkte zurück, höflich, und hoffte, niemand merke, dass sie innen bereits feucht war, nur weil sie in einer Schlange stand. Dann startete ein neues Kurzhörspiel.
Kurz bekam sie Panik. Dann setzte die Geilheit ein. Eine warme Stimme, ein Büro, nichts Lautes. Das Ei vibrierte dezent. Sandra versuchte, unauffällig die App runterzudrehen. Der Daumen rutschte. Irgendwas verstellte sich.
Das Stück brach ab. Ein neues begann. Hardcore. Hohe Vibration. Eine Angestellte, ein Flur, eine Gruppe Reinigungskräfte. Die Stimme zählte Schwänze. Die Angestellte kniete. Einer nahm den Mund, einer die Fotze, einer wartete. Das Ei sprang von weich auf hart, ein dumpfes Brummen genau gegen den Punkt vorn innen.
Sandra keuchte.
Die Leute drehten sich um. Sie wurde rot. Der Schweiß brach ihr am Nacken aus. Das Ei stieß nach, ohne Stoßfunktion, nur mit dieser gemeinen, hohen Frequenz. Die haarlosen Schamlippen zuckten um das Ding. Der Kitzler rieb sich am nassen Slip. Die Jeans saß zu eng. Sandra griff in den Wagen, als bräuchte sie Halt, und zuckte sichtbar durch die Hüften.
Eine Dame vor ihr drehte sich ganz. „Ist alles okay?“
Sandra log. „Bauchkrämpfe. Ich habe meine Tage.“
„Das kenne ich von früher“, sagte die Dame und tätschelte ihr den Arm. „Sie Arme. Manfred, hilf der Dame doch mal.“
Manfred war älter, grau, höflich. Seine Hände landeten an Sandras Taille und unter dem Ellbogen. Die zusätzlichen Berührungen waren wie Feuer. Jeder Finger auf der Bluse schickte einen Ruck in die Muschi. Sandra musste sich auf ihn stützen. Die Knie gaben nach. Das Ei brummte höher. Die Stimme im Ohr stöhnte, wie die Angestellte vollgespritzt wurde.
Sie war kurz dazu unkontrolliert zu kommen, während sie ein alter Mann festhielt. Die Leute sahen eine junge Frau, die sich krümmte, rot im Gesicht, die Augen feucht, eine Hand im Unterbauch. Ein Kind fragte, ob die Tante krank sei. Der Kassierer vergaß den Scan. Silke merkte, was los war.
Sie lächelte nicht zu den anderen. Sie bat zwei Herren, Sandra nach hinten zu bringen. Zum Personalraum. Ein Mann nahm den Wagen, einer nahm Sandra unter dem Arm. Sie lief mit zitternden Oberschenkeln, das Ei auf Höchststand, die Stimme im Stöpsel bei der dritten Runde. Im engen Flur hinter der Milchkühlung war eine Liege.
Silke legte eine Hand auf Sandras Bauch. „Oh. Da brummt es aber ganz schön.“
Sandra starrte sie an, unfähig, einen Satz zu formen.
„Vielleicht sollten wir dir die Jeans ausziehen. Die schneidet so. Könnt ihr mal kurz helfen.“
Die zwei Herren sahen einander an. Einer grinste unsicher. Der andere nickte, als sei das Erste Hilfe. Sie öffneten den Knopf. Der Reißverschluss ging. Die Jeans rutschte über den Po. Sandra trug nur einen transparenten String. Der Stoff war durchnässt, durchsichtig, klebte in der Spalte. Die haarlose Muschi schimmerte darunter. Das Ei zeichnete sich als kleiner, runder Druck ab. Ein nasser Fleck saß bereits auf dem inneren Schenkel.
Es war so peinlich, dass Sandra die Augen zumachte und trotzdem weiterzuckte.
Silke bemerkte den Fleck. „Danke, meine Herren. Sie haben nichts gesehen. Nur eine Frau mit Periodenschmerzen.“
Die Männer gingen. Zu langsam. Einer schaute noch einmal auf den String. Die Tür fiel ins Schloss.
Dann kam Sandra. Endlich. Hart. Die Hüfte stieß gegen Silkes noch immer aufliegende Hand. Der String schnitt in die schwellenden Lippen. Das Ei vibrierte durch den Orgasmus hindurch, gemein und gleichmäßig. Sandra stöhnte in Silkes Schulter, zu laut für einen Personalraum, und presste die Schenkel zusammen, was alles nur schlimmer machte. Nässe lief in den String, über das Ei, auf den Fliesenboden ein kurzer Tropfen. Sie fummelte an ihre Möse und endlich was das Ei draußen und das Hörspiel endete.
Das Ei wurde still.
Sandra blieb mit der Jeans um den Knöcheln liegen, rot, nass, der transparente Slip ein Beweis.
Silke zog die Hand vom Bauch und musterte sie.
„Na. Dann erzähl mal, warum du gerade einen Riesenorgasmus bekommen hast. Mitten im Laden.“
Sandra musste es ihr erzählen. Die Stimme war klein, die Sätze zu ehrlich: „Es ist deine Hörbuch-App. Da sind nur erotische Titel drin und ein Ei. Das ist damit verbunden. Ich habe es heute mitgenommen. Ich wollte nur einen kleinen Kitzel. Dann habe ich die App verstellt. Es kam etwas Hartes. Eine Angestellte und Reinigungskräfte. Es tut mir leid, dass ich dir nicht gesagt habe, was die Jungs dir geschenkt haben.“
Silke winkte ab.
„Ich habe es dir geschenkt. Und ich freue mich, wenn es dir gefällt. Offensichtlich“
Sie sagte das so freundlich, als läge nicht nach einen Orgasmus in einem Einkaufsladen.
„Zieh die Hose wieder an. Manfred und die glauben an Periodenkrämpfe. Bleib dabei.“
Sandra zog die Jeans hoch. Der String klebte. Das Ei lag still und schwer in ihr wie eine Punze. Draußen an der Kasse wartete der Wagen. Die Dame mit Manfred nickte mitleidig. Ein Herr räumte den Blick zu langsam von Sandras Hüfte.
Silke ging vor zur Reihe, lächelte den Kassierer an und bezahlte ihre eigenen Sachen, als habe sie nur geholfen.
Sandra bezahlte danach, ohne die Preise zu sehen. Zwischen den Beinen pochte es nach. Der Nervenkitzel war kein kleiner mehr. Und Silke wusste jetzt vom Ei.
Das war, dachte Sandra elend und immer noch feucht, nachbarschaftlich.
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