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Treffer

Chapter 14 by BestBoy

Im Cockpit scholl das schrille, unerbittliche Dauersignal der Bedrohungswarnung. Karsten betätigte den Auslöser für die Täuschkörper so fest, dass ihm der Finger weh tat.

FTSCH-FTSCH-FTSCH!

Draußen schossen kaskadenartig gleißend helle Flare-Salven aus den Werferkanälen am Rumpf der A400M. Tausend Grad heiße Magnesiumkugeln erhellten für Sekundenbruchteile die Rumpfwand. Doch es war zu spät. Die gegnerische Lenkwaffe hatte sich bereits tief in die Infrarotsignatur der steuerbordseitigen Turbinen gefressen.

BOOOOM!

Ein ohrenbetäubender, metallischer Schlag erschütterte den Koloss. Die rechte Tragfläche wurde von einer gewaltigen Detonation getroffen. Das Flugzeug kippte augenblicklich weg, gierte brutal zur Seite und sackte wie ein Stein ein paar Meter ab, blieb gerade hoch genug, um keinen Baumwipfel zu streifen. Ein Hohlraumbrand brach an den Leitungen aus, das schneidende Kreischen von berstendem Aluminium und abscherenden Nieten drang durch die gesamte Struktur. Das grelle, blutrote Licht der Hauptfeuerwarnung tauchte das Innere der Kabine in eine höllische Kulisse.

Im Cockpit zerriss der Schock die letzte Fassung.

„Rechter Flügel tritt ab! Tragflächenbrand!“, rief Karsten, während er sich mit all seinem Gewicht in den Sitz stemmte.

„Nein! Nein! Wir stürzen ab! Scheiße, wir stürzen ab!“, kreischte Sabine in absoluter, unkontrollierbarer Hilflosigkeit. Sämtliche professionelle Hülle war hinweggefegt. Sie drückte die Arme gegen das Armaturenbrett, während die unbarmherzige Todesangst ihren Schließmuskeln lähmte. Eine nasse, warme Welle ergoss sich ungehemmt in den Schritt ihres enganliegenden Pilotenkombis und spülte die letzten Reste von Karstens Samen zwischen ihren Schamlippen heraus. Sie jammerte wie ein kleines Kind. „Ich will nicht sterben! Karsten, Mami, helft mir!“

Hinter ihnen lag Vivian Mauschwitz zusammengekrümmt im Notsitz. Sie krallte die Nägel so tief in die Abdeckungen der Kabelstränge, dass ihre Finger bluteten. Sie jammerte, das Gesicht zwischen die Knie gedrückt, während der Geruch von Urin und beißendem Brandgeschmack begann, das Cockpit zu füllen. „Bitte, bitte, lieber Gott! Ich tue alles! Ich trete zurück! Ich gebe mein ganzes Geld her! Bitte lass mich nicht sterben! Lass mich leben, bitte!“

Im düsteren Frachtraum brach vollkommene nackten Panik aus.

Durch den abrupten Absacker und das Trudelmanöver wurden die Insassen schmerzhaft in ihre Gurte gerissen. Jeder Gedanke an Würde, Anstand, Rang oder Kleidung war schlagartig ausgelöscht. Der nackte, tierische Überlebensinstinkt und die Gewissheit, jeden Moment in einer gewaltigen Explosion zu zerschmelzen, überfluteten den Raum.

„Wir sind tot! Wir sind alle tot!“, brüllte Sven Gramlich mit verzerrtem Gesicht. Neben ihm krampfte Viktor Romanowski zusammen. Viktor schluchzte hysterisch, während sich seine Hose völlig durchnässte; er spürte es nicht einmal mehr. Er schrie einfach nur ohne Unterlass gegen das Dröhnen des sterbenden Triebwerks an.

Sara Manni und Agnieszka Münch hingen in den Gurten und klammerten sich aneinander, Saras riesige Brüste wurden durch die Wucht der Trudelbewegungen schmerzhaft gegen das Gurtschloss geschmettert, doch der körperliche Schmerz verblasste völlig hinter dem Grauen des drohenden Absturzes. Beide kreischten aus voller Lunge, heulten ununterbrochen, während die stinkende Nässe ihrer eigenen Angst ihre Kleidung vollständig durchtränkte und auf den Metallboden tropfte.

„Agnieszka! Wir fallen, oh Gott, wir fallen!“, kreischte Sara, die Stimmbänder vollkommen überreizt.

„Mama, Hilfe, ich will hier weg!“, gellte Agnieszkas Stimme schrill durch den Frachtraum.

Siemtje Berger lag strampelnd im Gurt. Ihre Bluse war durch das wilde Umherwerfen weit aufgerissen, doch es war ihr völlig egal. Sie hatte die Kontrolle über ihren Körper gänzlich verloren. Sie bettelte, heulte und schrie zusammenhanglose Laute der nackten Panik heraus, während der Urin an ihren Oberschenkeln herunterlief.

Oberstleutnantin Silke Guthörle presste beide Hände auf ihre schwer geprellte, schmerzende Brust. Bei jedem harten Stoß der Maschine durchzuckte sie ein Höllenschmerz, doch ihre Augen waren weit aufgerissen, starr vor Schreck. Sie blickte auf die Wände, die bereits von den Vibrationen des brennenden Flügelansatzes dröhnten. „Es ist vorbei... oh Gott, es ist vorbei!“, wimmerte sie gebrochen, Tränen der reinsten Hilflosigkeit auf den Wangen. „Ich will nicht sterb, … bitte, … ich will nicht sterbeeeeen!“

Désirée Bäcker, deren durch die Verbrennung tiefrote, schmerzend wunde Hinterbacke bei jeder Erschütterung brutal gegen den harten Plastiksitz knallte, schrie vor Schmerz und Schrecken zugleich. Sie war halb entblößt, ihre fleischigen, schweren Brüste schlugen bei jeder Bewegung des A400M wuchtig hin und her. „Sascha! Rette mich! Ich will nicht sterben! Ich will noch nicht sterbeeeeen!“, jammerte sie erbärmlich, wand sich in ihren Gurten und nässte sich vor schierer Existenzangst erneut ein.

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