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Wie wär's?

Chapter 18 by kokosmilch kokosmilch

"Wen haben wir denn da?" Yurii grinste breit.

Auf Andreas klingelndem Smartphone erschien das Bild einer jungen Frau, die ihr wie aus dem Gesicht geschnitten aussah, allerdings 20 Jahre jünger. Er nahm das Telefon auf und zeigte es seiner Gefangenen.

"Julia", las er vom Display ab. "Ist das deine Tochter? Willst du nicht rangehen? Vielleicht ist es wichtig."

Sie schüttelte den Kopf. Das Entsetzen war ihr ins Gesicht geschrieben.

"Lassen Sie sie da raus." Andreas Stimme klang fester als sie sich fühlte. Um ihre Kinder zu schützen, würde sie bis zum Äußersten gehen. Das erste Mal war sie froh, dass Max und Julia von zu Hause ausgezogen waren, um zur Uni zu gehen. Nicht auszudenken, was geschehen würde, wenn die beiden hier wären und den Überfall miterleben müssten.

Die Äuglein in Yuriis feistem Gesicht wurden noch kleiner und blitzten verschmitzt. Er wischte über den Bildschirm und hielt es Andrea entgegen. Die Gesichtserkennung funktionierte und entsperrte es.

"Ah. Was haben wir denn da?"

Er tippte herum, öffnete Apps, las wahllos E-Mails und Nachrichten.

"Wie wär's, wenn wir – wie heißt sie? – Julia zurückrufen?"

"Hören Sie auf." Andrea zitterte. Sie musste unbedingt verhindern, dass ihre Tochter in diesen Schlamassel hineingezogen wurde.

"Warum sollte ich? Es fängt doch gerade erst an, Spaß zu machen", entgegnete er. "Du scheinst einen großen Freundeskreis zu haben. Ich denke, die werden sich alle sehr freuen, ein paar hübsche Fotos von dir zu bekommen."

Er drückte auf den Auslöser und machte einen Schnappschuss von ihr auf dem Bett mit weit geöffnetem Bademantel und in Spitzendessous.

"Nicht!"

Yurii ließ sich von ihrem Protest nicht beeindrucken.

Klick – klick – klick ging es immer weiter.

Zunächst versuchte Andrea noch, sich mit den Händen zu bedecken. Aber es half nichts. Nach und nach brach ihr Widerstand zusammen.

"Also gut, was wollen Sie?"

"Das kannst du dir doch denken", gluckste er.

Er baute sich breitbeinig neben dem Bett auf und öffnete seinen Gürtel.

Sie ließ den Kopf hängen und atmete lautstark aus.

Habe ich denn eine Wahl?

Sie krabbelte aus dem Bett und ging vor dem Einbrecher auf die Knie.

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