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Chapter 3 by Papas_Liebling Papas_Liebling

What's next?

Freitagabend

Freitagabend. Der Regen prasselte gleichmäßig gegen die Fenster, während im Wohnzimmer ein Film lief, auf den niemand wirklich achtete.

Klara lag in schwarzen Shorts und schulterfreiem Pullover auf dem Sofa, ein nacktes Bein über die Kissen gestreckt.

Daniel saß im Sessel neben ihr und tat so, als würde er fernsehen.

Er war ein schlechter Schauspieler.

Klara bemerkte es immer, wenn er heimlich in ihre Richtung schaute. Nachdem sie es einmal gesehen hatte, konnte sie es nicht mehr übersehen.

Sie machte eine Grimasse in Richtung Fernseher. „Weißt du, was lustig ist?“

Daniel starrte weiter stur auf den Bildschirm. „Was?“

„Du hast in letzter Zeit diese lustige Angewohnheit.“

„Bitte erleuchte mich. Ich bin sicher, das wird sehr aufschlussreich.“

Klara drehte sich langsam zu ihm.

„Du starrst ständig auf meinen Busen, wenn du glaubst, ich merke es nicht.“

Stille.

Daniels Kiefermuskeln spannten sich an.

„Das ist nicht wahr.“

„Doch, das stimmt. Und wenn nicht auf meinen Busen, dann auf meinen Hintern.“ Um Klaras Lippen zuckte ein Lächeln. „Da, du machst es schon wieder.“

Daniel schaltete den Fernseher stumm. „Klara.“

Die Warnung, die in seiner Stimme mitschwang, ließ die Hitze in ihrem Bauch nach unten sacken. Sie rutschte auf dem Sofa unruhig hin und her und ließ den übergroßen Pullover tiefer von einer Schulter rutschen.

„Entspann dich. Ich mach doch nur Spaß.“

„Du witzelst über unangemessene Sachen.“

„Vielleicht mache ich das. Du reagierst aber auch so nett.“

Endlich brachte Daniel den Mut auf, sie direkt anzusehen.

Das war ein großer Fehler.

Klara sah es in Echtzeit – wie Daniels Blick kurz absank, bevor er wieder nach oben schnellte, als ihm auffiel, wohin er schaute.

Ein kleiner heißer Schauer durchfuhr sie.

Hab ich dich erwischt.

Ein weiterer Punkt für sie.

Wenn sie ihn nur genug zermürbte, würde er sie zukünftig in Ruhe lassen und aufhören, ihr Leben kontrollieren zu wollen.

Sie behielt ihre Unschuldsmiene auf und legte den Kopf zur Seite. „Siehst du?“

Daniel stand abrupt auf. „Das wird mir zu dumm. Ich gehe ins Bett.“

Klara kicherte leise, als er in Richtung Flur geradezu floh.

„Pass auf“, rief sie ihm nach. „So wie du dich verhältst, fange ich langsam an zu glauben, dass du mich tatsächlich attraktiv findest.“

Daniel blieb wie angewurzelt stehen.

„Wage es ja nicht, diesen Unsinn deiner Mutter gegenüber zu erwähnen.“

„Und wenn ich es täte?“

Er ging weiter, ohne zu antworten.

Klara lächelte still vor sich hin.

Denn Schweigen konnte auch eine Antwort sein.


Als Klara später in dieser Nacht in die Küche ging, stand Daniel in seinem Pyjama am Tresen und schenkte sich einen Whiskey ein.

Nur eine kleine Lampe über dem Herd brannte und tauchte die Küche in schummrigen Schatten.

Daniel sah mehr als nur müde aus. Er wirkte in die Enge getrieben.

Klara trat leise heran und lehnte sich neben ihn an die Theke.

„Kannst du nicht schlafen?“

Daniel stand stocksteif da.

„Du hast ja keine Ahnung.“ Seine Stimme klang tief und rau.

Langsam drehte sie sich zu ihm.

Er roch nach Whiskey, Zedernholz und anhaltender Bettwärme.

Eine gefährliche Kombination.

Gefährlich für ihn – und für sie. Wenn sie nicht aufpasste, könnte sie sich wirklich in Schwierigkeiten bringen.

Sie atmete tief ein.

„Du könntest mir einfach sagen, dass ich aufhören soll“, flüsterte sie.

Da sah Daniel sie an.

Offen.

Und einen kleinen Moment lang sah sie die Wahrheit in seinen Augen so deutlich, dass ihr heiß wurde.

Er wollte nicht, dass sie aufhörte.

Er schluckte. „Du weißt nicht, wohin das führen könnte.“

Der Raum fühlte sich plötzlich enger an.

Klaras Puls schlug schneller.

Keiner von beiden rührte sich.

Dann griff sie nach seinem Whisky. Ohne um zu Erlaubnis zu fragen, nahm sie ihm das Glas aus der Hand. Sie drehte es, bis sie die Stelle fand, an der seine Lippen es berührt hatten, und dann presste sie ihre eigenen Lippen auf genau dieselbe Stelle.

Sie trank und hielt die ganze Zeit über seinen Blick fest.

Seine Hand wanderte automatisch zu ihrer Taille.

Nicht grob. Eher ein Reflex. Als hätte sein Körper eine Entscheidung getroffen, bevor sein Verstand ihn hätte aufhalten können.

Die Berührung dauerte höchstens vier Sekunden.

Aber sie fühlte sich unendlich an.

Denn jetzt gab es keine Unklarheit mehr.

Sie wussten beide, was los war.

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