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Chapter 16 by Hammersbald Hammersbald

Konsequenzen

Der Tag danach

Der Höhepunkt ließ nach, aber die Stille, die folgte, war lauter als jeder Schrei gewesen war. Ferdinand zuckte noch einmal nach, dann ließ er Katharinas Hüften los. Sein Körper war erschöpft, seine Muskeln brannten. Er trat einen Schritt zurück, sein Schwanz, nun weich und glänzend von ihren gemeinsamen Säften, hing schlaff zwischen seinen Beinen. Katharina sackte in sich zusammen, ihre Knie gaben endgültig nach, und sie rutschte am Schreibtisch entlang auf den Boden. Sie saß da, ein zitterndes, zerstörtes Wrack, ihr Kopf war gesenkt, ihr strenger Pferdeschwanz fiel ihr über die Schulter, und eine feine Mischung aus Samen und ihrer eigenen Erregung lief langsam ihre Innenschenkel hinunter. Sie war leer. Sie war erfüllt. Sie war gebrochen.

Isolde beobachtete sie, ihr triumphierendes Lächeln war einer neuen, kühlen Effizienz gewichen. Die Show war vorbei. Nun begann das Verhör. Sie trat aus dem Schatten, ihre Lederstiefel knarrten leise auf dem staubigen Boden. Sie blieb direkt vor der zusammengebrochenen Katharina stehen und blickte auf sie herab, wie ein König auf einen besiegten Feind.

„Das war unterhaltsam, Katharina“, sagte sie, ihre Stimme war wieder eisig, jede Spur von Hitze war verschwunden. „Aber wir haben beide Dinge zu tun, die wichtiger sind als deine kleinen, privaten Hölchen. Ich habe eine Frage für dich.“

Katharina hob langsam den Kopf, ihre Augen waren leer, ihr Blick war unfokussiert. Sie verstand die Worte, aber ihr Gehirn brauchte einen Moment, um sie zu verarbeiten.

„Wo ist Lydia?“, fragte Isolde direkt und ohne Umschweife.

Der Name durchschnitt die Nebel der Ekstase in Katharinas Kopf wie ein scharfes Messer. Lydia. Ihre Kollegin. Ihre Freundin. Ein Anflug von Scham und Vernunft kehrte zurück. „Lydia?“, flüsterte sie, ihre Stimme war rau. „Was… was willst du von ihr?“

Isolde lachte, ein kurzes, humorloses Geräusch. „Ich will nichts von ihr. Aber ich will, was sie hat. Oder vielmehr, was Struck ihr anvertraut hat.“ Sie machte eine Pause, ließ die Information wirken. „Du denkst wirklich, du seist hier, weil du eine eifrige Staatsanwältin bist, die zu nahe an eine Untersuchung herangekommen ist? Du bist hier, weil dein Name auf einer Liste steht. Einer sehr, sehr speziellen Liste.“

Isoldes Blick wurde härter. „Ich war Strucks Geschäftspartnerin, Katharina. Ich weiß, wer alles auf dieser Liste steht. Ich weiß, welche Geheimnisse sie enthält. Und ich weiß, dass Lydia Strucks Anwältin war. Seine Vertraute. Sie muss wissen, wo er die Liste versteckt hat. Die Originalliste. Nicht die Kopie, die du in deinem sicheren Büroarchiv hast.“

Katharina starrte sie an, ihr Verstand kämpfte darum, die schockierenden Informationen zu verarbeiten. Isolde war nicht nur eine sadistische Entführerin. Sie war die Schlüsselfigur in dem ganzen Netzwerk, das sie zu zerschlagen versucht hatte.

„Ich… ich weiß nicht, wo Lydia ist“, stammelte Katharina. „Ich habe sie seit Tagen nicht gesehen.“

Isolde seufzte, eine Geste der Ungeduld. „Dann war das hier sinnlos. Eine reine Zeitverschwendung.“ Sie blickte zu Ferdinand, der immer noch regungslos da stand, sein Körper eine Skulptur aus Scham und Erschöpfung. „Und du, mein lieber Ferdinand. Du warst ein nützliches Werkzeug. Aber deine Nützlichkeit ist ebenfalls erschöpft.“

Sie drehte sich um und ging zur Tür. „Bleibt hier. Meditiert über eure Fehler. Vielleicht sehe ich mich morgen wieder nach euch um. Vielleicht auch nicht.“

Mit diesen Worten verließ sie den Raum. Die Tür schloss sich mit einem lauten, endgültigen Klick. Und dann war Stille.

Katharina und Ferdinand blieben regungslos, gefangen in ihrer eigenen Scham und Verwirrung. Minuten vergingen. Vielleicht eine Stunde. Es war, als hätte die Zeit aufgehört zu existieren.

Dann hörten sie ein Geräusch. Ein leises Kratzen an der Tür. Nicht das sanfte, geschickte Öffnen von Isoldes Hand. Es war ein ungeschicktes, zwanghaftes Geräusch. Das Kratzen von Metall auf Metall. Ein Ruck. Ein lauter Knall, als das Schloss gewaltsam aufgebrochen wurde.

Die Tür schwang auf, und im Rahmen standen zwei Gestalten, ihre Silhouetten wurden vom schwachen Licht des Flurs hinter ihnen beleuchtet. Eine Frau, schlank und bestimmt, mit einem ernsten, fokussierten Gesicht. Und ein Mann, groß und breit, mit einer Miene, die eine Mischung aus Sorge und blanker Wut war.

„Katharina!“, rief die Frau und stürzte in den Raum. Es war Lydia. Ihre Augen flogen über die Szene, über Katharinas nackte, zitternde Gestalt am Boden, über Ferdinands gefangene, beschämte Gestalt. Ihr Gesicht verhärtete sich zu einer Maske aus kalter Wut.

Der Mann hinter ihr, Anton, folgte ihr. Er sagte nichts, aber seine Augen verrieten alles. Er ging sofort zu Ferdinand, zog ein Taschenmesser aus seiner Jacke und begann, die Fesseln an seinen Handgelenken durchzuschneiden. „Alles in Ordnung, mein Freund“, murmelte er, seine Stimme war tief und beruhigend. „Wir haben euch. Wir bringen euch hier raus.“

Lydia kniete sich neben Katharina, zog ihre Jacke aus und hüllte sie darum. Ihre Berührung war sanft, aber fest. „Katharina, schau mich an. Bist du verletzt? Hat sie dir etwas angetan?“

Katharina schüttelte nur den Kopf, Tränen der Erleichterung liefen ihr über die Wangen. Sie konnte nicht sprechen. Sie konnte nur ****.

Lydia half ihr auf die Beine, stützte sie, während Anton die letzten Fesseln an Ferdinands Knöcheln löste. „Wir müssen sofort verschwinden“, sagte Lydia, ihre Stimme war jetzt scharf und kommandierend. „Sie könnte jederzeit zurückkommen. Anton, du bringst Ferdinand nach Hause. Ich kümmere mich um Katharina. Wir treffen uns morgen früh in meinem Büro. Nicht zu Hause. Im Büro. Verstanden?“

Anton nickte, er stützte den schwankenden Ferdinand. „Verstanden.“

Sie verließen den Raum, eine seltsame, beschämende Prozession. Lydia half der gebrochenen Katharina, Anton stützte den gedemütigten Ferdinand. Sie ließen das alte Büro hinter sich, eine Bühne für ihre Erniedrigung, und traten hinaus in die kalte Nacht. Lydia half Katharina in ihren Wagen, während Anton Ferdinand zu seinem begleitete. Keiner von ihnen sagte ein weiteres Wort. Was auch immer sie als Nächstes tun mussten, es musste in Sicherheit geschehen. Das Spiel hatte sich geändert. Die Jäger waren nun die Gejagten. Und sie wussten, dass sie nicht viel Zeit hatten.

Die Liste

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