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Chapter 3
by
Papas_Liebling
What's next?
Nachgeben
Die Atmosphäre im Haus war dichter geworden.
Hannah stellte ihre Tasse ab, ohne ihn aus den Augen zu lassen.
„Du weichst aus.“
Lukas sah aus dem Fenster. Er nahm einen Schluck Kaffee, um sich Zeit zu verschaffen.
„Woher willst du das wissen? Du kennst mich noch keine zehn Minuten.“
„Ich habe genug Verstand, um zu merken, wenn jemand etwas versteckt.“
Die Spannung im Raum stieg an. Er konnte nicht wissen, wie viel sie schon erraten hatte, oder ob sie einfach nur ins Blaue hinein Vermutungen anstellte. Wenn sie sein Geheimnis erfuhr, war all der Aufwand, den er in sein Verschwinden gesteckt hatte, umsonst gewesen.
Er kniff die Augen zusammen und trat einen Schritt näher.
Sie musste den Kopf anheben, um ihm ins Gesicht zu schauen. Aber sie wich nicht zurück, zeigte keine Angst. Sie blieb, wo andere längst gegangen wären.
„Und? Was ist es?“, fragte sie kaum hörbar.
Lukas spürte, wie etwas in ihm aufstieg.
Keine Wut. Kein Ärger.
Etwas Gefährlicheres.
Hannah drängte ihn in eine Ecke, in der er sich nie wiederfinden wollte. Er brauchte einen Ausweg. Es gab nur zwei Möglichkeiten; fliehen oder zuschlagen.
Seine Finger ballten sich von selbst zu Fäusten. Sein Blickfeld verengte sich.
„Du solltest vorsichtig sein“, knurrte er zwischen zusammengebissenen Zähnen.
Sie hielt seinem Blick stand. In ihren Augen glitzerte es. Vielleicht war es Furcht. Vielleicht aber auch unbändige Neugier, die sie antrieb, die Hitze anzuschüren. Bis sie sich die Finger verbrannte.
„Womit?“
Es war ein Fehler.
Er merkte es sofort.
Eine Ader an seiner Schläfe pochte.
Zu viel Fokus.
Er sah nur noch sie. Nicht nur ihr Äußeres. Sondern mehr.
Es war kein bewusster Entschluss. Eher ein Hineingleiten in eine vertraute Spur.
Und dann ein Gedanke.
Kaum mehr als ein Flüstern in seinem Kopf.
Doch genug.
Hannah blinzelte.
Dann veränderte sich ihr Ausdruck.
Nicht abrupt. Nur ein leichtes Nachgeben. Als ob sie sich in Unvermeidliches fügte.
Ihre Schultern sanken ein wenig. Ihr Blick wurde weicher.
„Ich…“ Sie zögerte. „Ich… weiß nicht.“
Lukas’ Atem stockte. Das hatte er nicht gewollt. Er zog sich zurück.
Zu spät.
Es war passiert.
Sie stand vor ihm. Äußerlich unverändert. Doch anders. Offener.
Empfänglicher.
Lukas atmete tief ein. Leise zählte er seine Herzschläge.
Er wusste, was geschehen war. Und mehr noch: Er wusste, was jetzt möglich war.
Er hatte es oft erlebt.
Zu oft.
Ein paar gezielte Worte. Ein kleiner Schubs in die richtige Richtung.
Mehr bräuchte es nicht.
„Ist schon in Ordnung. Mach dir keine Sorgen.“
Seine Stimme klang stabil. Seine Worte vermittelten eine Ruhe, die er nicht fühlte.
Hannah reagierte sofort. So wie er es erwartete. So wie er es wünschte.
Ihre Arme sanken entspannt an ihre Seiten. Sie schaute sich um, als suche sie Orientierung, entdeckte einen Stuhl und setzte sich. Sie sah zu ihm auf, erwartungsvoll, als warte sie nur darauf, dass er ihr sagte, was sie tun soll.
Er schüttelte sachte den Kopf.
„Das wollte ich nicht.“ Und leiser: „Wie geht es dir?“
„Gut.“ Sie lächelte.
Es war noch immer dasselbe Lächeln, das er zuvor bei ihr gesehen hatte. Doch darunter war sie verändert.
Aufmerksamer. Zugänglicher.
Sein Blick glitt über sie und registrierte jedes Detail. Das Kleid, das ihren Körper nachzeichnete. Das Auf und Ab ihres Busens bei jedem Atemzug. Die leichte Röte auf ihren Wangen.
Was sollte er nun tun? Was würde er tun?
Er kannte die Möglichkeiten.
Und er wusste, wohin sie führten.
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Lukas - Es wäre so einfach
Er weiß, wie es endet. Und beginnt trotzdem.
Lukas versucht, ein neues, unauffälliges Leben zu beginnen. Doch schon die erste Begegnung mit seiner neugierigen Nachbarin Hannah bringt ihn an die Grenze seiner Selbstkontrolle – und weckt Impulse, die er eigentlich hinter sich lassen wollte. Zwischen Anziehung, Widerstand und einer Vergangenheit, die ihn einzuholen droht, beginnt ein gefährliches Spiel.
Updated on May 10, 2026
by Papas_Liebling
Created on May 3, 2026
by Papas_Liebling
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