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Chapter 9 by HippieEnergyFlow

Wohin?

An der Bar bleiben

[Marie:]

Der Gin Tonic war schon der dritte, und ich spürte ihn genau da, wo er hinwollte: warm im Bauch, leicht im Kopf, und ein bisschen feucht zwischen den Beinen. Die Bar vibrierte weiter um uns herum, das rote Licht machte alles weicher, die Bässe krochen einem unter die Haut. Lukas und Vici redeten gerade über Motorräder – er erzählte irgendwas von einer alten Ducati, die er restauriert hatte, und Vici hing an seinen Lippen, ihre Hand lag locker auf seinem Unterarm. Die beiden passten optisch so verdammt gut zusammen, dass es fast wehtat.

Ich rutschte vom Hocker. „Muss mal kurz aufs Klo.“

Vici schaute kurz hoch, zwinkerte mir zu. „Nicht verlaufen.“

Lena, die bisher eher still dagesessen hatte, stellte ihr Glas ab. „Ich komm mit. Hab grad auch den Drang.“

Wir grinsten uns an – dieses stille Einverständnis, das man hat, wenn man weiß, dass man gleich allein miteinander ist. Lena glitt elegant vom Hocker, ihre Plateau-Stiefel klackten leise auf dem Holzboden. Wir bahnten uns einen Weg durch die Leute, vorbei an einer Frau, die gerade einem Typen mit offenem Hemd den Hals küsste während ihre Hand in seiner Hose steckte, vorbei an der kleinen Tanzfläche, wo zwei Kerle eng umschlungen tanzten und sich dabei am Hintern rieben.

Die Toiletten lagen hinten links, hinter einem schweren Samtvorhang. Es gab nur Unisex. Drinnen war es schummrig hell – weiße Fliesen, große Spiegel, dimmbares Licht, aber nicht zu dunkel. Vier Kabinen, zwei Waschbecken, und ein kleiner Vorraum mit einer gepolsterten Bank. Leer. Perfekt.

Ich ging in eine Kabine, zog die Tür zu, schob den Riegel nicht vor. Pinkeln war schnell erledigt. Aber ich blieb sitzen, weil ich plötzlich dieses Kribbeln spürte, das nichts mit dem **** zu tun hatte. Lena war draußen, ich hörte am Waschbecken Wasser laufen. Dann ihre Stimme, leise, fast flüsternd:

„Marie?“

„Ja?“

„Kann ich reinkommen?“

Ich zögerte keine Sekunde. „Komm.“

Die Tür ging auf, Lena schlüpfte rein, schloss hinter sich ab. Sie stand da, groß und schlank in ihrem Samt-Top und dem kurzen Rock, die langen Haare fielen ihr über eine Schulter. Ihre Augen waren dunkel, neugierig, ein bisschen hungrig.

„Hab mir gedacht, wir sparen uns das Rumgeeiere“, sagte sie leise. „Du schaust mich die ganze Zeit an, als würdest du was wollen.“

Ich lachte leise. „Und du mich auch.“

Sie trat einen Schritt näher. Die Kabine war eng, unsere Knie berührten sich fast. Ich saß noch auf der Brille, Rock hochgeschoben, Slip noch halb runtergezogen. Lena beugte sich vor, stützte die Hände links und rechts von mir an der Wand ab. Ihr Parfüm umhüllte mich – Jasmin, Vanille, etwas Animalisches.

„Darf ich dich küssen?“, fragte sie.

„Du darfst alles“, murmelte ich.

Ihre Lippen waren weich, voll, schmeckten nach Gin und Lippenstift. Der Kuss war langsam, forschend. Ihre Zunge streifte meine, zog sich zurück, kam wieder. Ich legte die Hände auf ihre Hüften, zog sie näher. Sie setzte sich rittlings auf meinen Schoß, der Rock rutschte hoch, ihre Strümpfe rieben an meinen nackten Schenkeln. Ich spürte die Wärme zwischen ihren Beinen, die Härte unter dem dünnen Stoff ihres Slips.

Ihre Finger glitten unter mein Top, fanden meine Brüste, kneteten sie sanft. Ich stöhnte leise in ihren Mund. Meine Hände wanderten unter ihren Rock, streichelten über ihren Arsch, dann vorne – sie war hart, feucht, und als ich sie durch den Stoff entlangfuhr, keuchte sie auf.

„Fuck, Marie…“

Wir küssten uns weiter, rieben uns aneinander, langsam, ohne Eile. Kein Quickie, nur dieses heiße, nasse Reiben, Finger, die suchten, fanden, neckten. Ich schob ihren Slip zur Seite, berührte sie direkt – samtig, heiß, pulsierend. Sie tat dasselbe bei mir, zwei Finger glitten in mich, kreisten um meine Klit, während ihr Daumen drückte.

Es dauerte nicht lang. Die Spannung vom ganzen Abend brach sich Bahn. Ich kam zuerst, biss mir auf die Lippe, um nicht zu laut zu sein, zitterte gegen sie. Sie folgte Sekunden später, presste sich an mich, ein leises, kehliges Stöhnen an meinem Hals.

Wir atmeten schwer, lachten leise, küssten uns nochmal – jetzt weicher, fast zärtlich.

Lena rutschte runter, half mir auf. Wir richteten uns, zupften Kleidung zurecht. Mein Slip war nass, durchtränkt. Ich zog ihn aus, knüllte ihn zusammen und hielt ihn in der Hand.

„Souvenir?“, fragte sie grinsend.

„Oder Beweis, dass ich’s ernst meine“, antwortete ich.

Wir verließen die Kabine zusammen, wuschen uns die Hände, schauten uns im Spiegel an – Wangen gerötet, Lippen geschwollen, Augen glänzend. Perfekt.

Zurück an der Bar saßen Vici und Lukas noch genau so da, wie wir sie verlassen hatten. Vici drehte sich um, sah mich kommen. Ihr Blick fiel sofort auf meine Hand – auf den schwarzen Spitzenstoff, der zwischen meinen Fingern hing.

Sie grinste breit, zog eine Augenbraue hoch.

„Na, du hast ja Spaß gehabt.“

Lena setzte sich wieder neben Lukas, küsste ihn kurz auf die Wange. Er schaute zwischen uns hin und her, lachte leise.

„Erzählt“, sagte Vici und rückte näher. „Oder zeig’s uns einfach.“

Ich ließ den Slip lässig auf den Tresen fallen, direkt zwischen unsere Gläser.

„Später“, sagte ich. „Aber erstmal… noch eine Runde?“

noch eine Runde?

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