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Chapter 5
by
kokosmilch
What's next?
Der Schwur
Der Gottesdienst war vorbei, die Kirche fiel in ein Halbdunkel, nur erleuchtet durch das fahle Mondlicht, das durch die hohen, schmalen Fenster schien. Jasmin hatte die Gläubigen am Portal verabschiedet - sich des Analplugs und der Verschnürung ihres Busens unter dem Talar allzu bewusst. Ständig fragte sie sich, ob einer der Gottesdienstbesucher bemerkte, was sie in diesem Moment durchmachte. Dann ging sie durch die Bankreihen, vermeintlich um zu kontrollieren, ob jemand etwas vergessen hatte. Aufmerksam arrangierte sie die Blumengestecke am Altar und höchstselbst löschte sie gründlich alle Kerzen. Ihr war bewusst, dass sie alle diese Aufgaben, die eigentlich dem Küster oblagen, nur deshalb erledigte, um das Unvermeidliche hinauszuzögern. Und sie war für jede Sekunde dankbar.
Schließlich gab es nichts mehr zu tun und keine Ausrede mehr. Schweren Schrittes ging sie auf die schmale Tür zu, die das Kirchenschiff von der Sakristei trennte. Kaum betrat sie den kleinen Raum, spürte sie schon seine Anwesenheit, obwohl sie ihn in der Dunkelheit nicht sehen konnte.
Das Licht flammte auf. Sie blinzelte in die plötzliche Helligkeit. Er stand nahe der Wand, reglos, die Arme vor der Brust verschränkt, als wäre er schon immer dort gewesen. Und er betrachtete sie mit diesem Blick, der deutlich machte, dass er mehr über sie wusste, als ihr lieb war.
Ihr Magen zog sich zusammen, bis ihr beinahe übel war. Was will er diesmal? Der Gedanke schnürte ihr die Kehle zu. Geld? Schweigen? Etwas Schlimmeres? Sie wagte nicht zu fragen.Die Stille wurde immer schwerer und begann, sie niederzudrücken.
Als er sprach, tat er es leise, fast beiläufig, und doch ließ er keinen Zweifel, dass Jasmin im zuhören musste.
"Ist noch jemand in der Kirche?"
Sie schüttelte den Kopf. Er wirkte zufrieden.
"Gehe zurück und knie dich vor den Altar."
Sie rührte sich nicht. Nur ein kaum merkliches Schütteln des Kopfes, ein instinktives, stummes Nein.
"Jetzt!"
Das Wort knallte wie ein Peitschenschlag.
Langsam setzte sie sich in Bewegung. Ihre Schultern sanken.
Die Kirche war leer. Die Bankreihen standen still im weiten Raum. Der Altar lag im kalten Licht der hohen Fenster. Jasmin fröstelte. Jeder Schritt fühlte sich falsch an. Sie zögerte.
Er wies mit der Hand auf eine Stelle vor dem Altar. Er berührte Jasmin nicht, er wandte keine **** an. Trotzdem musste sie gehorchen.
Ihr Herz hämmerte, als sie langsam auf die Knie sank. Der Steinboden war kalt, selbst durch den Stoff ihrer Kleidung hindurch. Sie spürte die Einsamkeit des Raumes. Durch eine offene Tür irgendwo hinter ihr wehte ein eisiger Luftzug.
"Zieh die Kutte aus." Er erhob nicht die Stimme, es klang eher wie eine Feststellung als wie ein Befehl.
Zum ersten Mal wagte Jasmin zu widersprechen.
"Nein. Warum sollte ich das tun?"
"Weil ich es dir sage."
Er trat näher. Sie wagte nicht aufzusehen.
Zögernd hob sie ihren Talar an, raffte den schwarzen Stoff nach oben. Kalte Luft strich über ihr bloßgelegtes Hinterteil; unwillkürlich spannte sie die Muskeln an, wodurch sie den Plug noch deutlicher spürte als zuvor. Immer mehr ihres nackten Körpers enthüllte sie. Die Kälte würde sie klaglos ertragen, doch seine Blicke, in denen Lüsternheit aufblitzte, ließen sie innerlich gefrieren. Ihre Nippel richteten sich groß und hart auf und verstärkten die ohnehin schon unangenehm schmerzhafte Spannung in ihrer Brust.
Sie verfluchte sich dafür, dass sie sich selbst auszog. Sie wäre besser damit klargekommen, wenn er ihr die Kleidung vom Leib gerissen hätte. Dann hätte sie ihm die ganze Schuld geben können. So war es, als würde sie sich ihm hingeben.
Schuhe und Strümpfe waren alles, was sie noch anhatte. Anstatt zu frieren, stieg eine unnatürliche Hitze in ihr auf. Scham? Oder etwas anderes? Sie war sich allzu bewusst, dass jederzeit jemand eintreten konnte; die Türen zu ihrer Kirche waren nie verschlossen. Der Küster, der nach dem rechten sehen wollte. Ein Gemeindemitglied, das in Ruhe beten wollte. Irgendein Mensch, der einfach das Gotteshaus aufsuchte, aus einem Grund, den nur er selbst kannte. Am Ende war es ein unkontrollierbarer Zufall, der darüber entschied, ob sie heil aus dieser Situation herauskäme oder ob ihr Leben für immer zerstört würde.
"Was wollen Sie von mir?"
Sie wollte es so schnell wie möglich hinter sich bringen.
Er lachte leise und tonlos.
"Einen Schwur. Du schwörst hier an diesem Ort, der dir heilig ist, dass du ab sofort alles tun wirst, was ich von dir verlange."
Jasmin wollte "Nein" sagen. Es herausschreien. Aber das Wort blieb ihr im Hals stecken. Welche Wahl hatte sie denn?
Wird sie nachgeben?
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