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Chapter 5
by
Papas_Liebling
What's next?
Dirks Präsenz
In meinem Zimmer empfängt mich ein ungewohnter Duft. Den Grundton bildet Dirks Aftershave, nehme ich an. Doch da ist auch noch etwas anderes. Intensiv, als sei es in die Möbel und Wände eingesickert.
Es ist der Geruch von Körpern, die sich verausgabt haben. Ich erinnere mich, dass meine Zimmernachbarin im Wohnheim diesen Körpergeruch an sich hatte, wenn einer ihrer wechselnden Freunde bei ihr übernachtet hatte. Hier ist er präsenter, als wenn der Besuch nicht eine Nacht, sondern eine Woche gedauert hätte.
Meine Mutter öffnet weit das Fenster und zieht hastig neue Laken auf. Die alten knüllt sie eng zusammen. Man könnte meinen, sie hat etwas zu verbergen.
Dirk schlendert ins Zimmer, die Hände in den Hosentaschen, ein wissendes Lächeln im Gesicht. Er fühlt sich offensichtlich heimisch. Ein Gast würde sich anders benehmen, denke ich.
Mama öffnet den Mund, die Stirn gerunzelt. Bevor sie etwas einwenden kann, hebt der Besucher die Hand. Es ist eine halb entschuldigende Geste, und gleichzeitig dirigiert er damit seine Umgebung. Selbst ich wende mich ihm zu und warte darauf, was er zu sagen hat.
„Lasst euch von mir nicht stören. Ich will nur meine Sachen holen, damit Sina ihr Reich wieder ganz für sich hat.“
Nicht nur ich habe den Eindruck, dass er damit mehr meint, als er ausspricht. Sorge mischt sich in Mamas Blick und sie bewegt sich so, dass sie zwischen mir und ihm steht.
Er lässt sich davon nicht aufhalten, legt eine Hand an ihren Oberarm und schiebt sie einfach zur Seite. „Ich will dich nicht aufhalten.“ Es klingt beiläufig, wirkt aber wie ein Befehl. Sie nimmt die schmutzige Wäsche auf und geht.
Dirk stellt sich nah vor mich. So nah, dass ich zu ihm aufschauen muss. Seine Präsenz ist überwältigend. Ich kann nichts anderes tun, als ihn anzusehen und abzuwarten, was er von mir will.
„Ich wollte mich bedanken, dass ich in deinem Zimmer übernachten durfte. Ich habe dadurch das Gefühl, dich schon ein bisschen zu kennen. Noch mehr freue ich mich, dich in den nächsten Tagen noch besser kennenzulernen.“
‚Da kannst du lange warten‘, denke ich. Er glaubt wohl, dass ich Zeit mit ihm verbringen werde – was ich garantiert nicht vorhabe. Ich zucke mit den Schultern und schaue ihn mit einem Gesichtsausdruck an, der hoffentlich gelangweilt wirkt, damit er merkt, dass ich nichts mit ihm zu tun haben will.
„Vielleicht“, antworte ich ausweichend.
Er streicht eine Strähne zur Seite, die mir übers Auge gerutscht war. Ich bin zu überrascht, um gegen die unerbetene Berührung zu protestieren. Meine Haut kitzelt ein wenig und ich reibe darüber, um die Irritation zu vertreiben.
„Wenn du irgendetwas brauchst“, unter seiner Stimme liegt ein tiefes Vibrieren, „dann sag es einfach. Ich schulde dir was.“
Er packt seine Tasche und geht, ohne ein weiteres Wort oder mich noch einmal anzusehen.
Was war das jetzt?
Obwohl ich es nicht will, nagt an mir der Eindruck, dass er mich ignoriert stehengelassen hat. Das ärgert mich. Was habe ich mit dem Kerl zu schaffen? Er ist mir egal. Ein Freund meines Vaters. Ein Besuch übers Wochenende. Mehr nicht.
Oder?
What's next?
Papas bester Freund
Er schläft in meinem Zimmer
Ich komme fürs Wochenende von der Uni nach Hause zu meinen Eltern und muss feststellen, dass sie einen Gast in meinem Zimmer einquartiert haben. (Ein Spinoff der Geschichte "Sein bester Freund")
Updated on Apr 29, 2026
by Papas_Liebling
Created on Dec 22, 2025
by Papas_Liebling
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