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Chapter 6
by
Papas_Liebling
What's next?
Eigentlich will ich das gar nicht wissen
Ich werde von einem Geräusch wach, das nicht hierhergehört. Gedämpft und doch drängend. Unregelmäßig mit langen Pausen.
Ich liege eine Zeit lang still, horche, versuche, es einzuordnen. Erfolglos.
Barfuß schleiche ich den Flur entlang. Die Tür zum Wohnzimmer ist nur angelehnt. Ein schwacher Lichtschimmer fällt durch den Spalt. Nun kann ich leise Stimmen erkennen. Sie klingen vertraut – und doch falsch.
Ich schiebe die Tür weiter auf, bis ich hindurchsehen kann. Ich habe im Grunde geahnt, was ich entdecken würde. Und doch ist es ein Schock, als aus Vermutung Gewissheit wird.
Dirk. Und meine Mutter.
Was ich sehe, ist keine zufällige Begegnung, keine unschuldige Unterhaltung. Dafür sind sie sich zu nah, dafür sind ihre Bewegungen zu eindeutig. Mein erster Impuls ist, hineinzustürmen und sie anzuschreien. Ich tue es nicht.
Stattdessen lehne ich mich lautlos gegen den Türrahmen. Schaue. Lausche. Nicht gierig. Nicht voyeuristisch. Sondern mit einer merkwürdigen Mischung aus Erkenntnis und Abwehr. Ich nehme wahr, ohne bewusst zu verarbeiten. Ich denke nicht, ich fühle. Hitze überzieht mein Gesicht, ein unangenehmes Ziehen breitet sich in meinem Bauch aus. Nicht aus Erregung – sondern aus Überforderung. Weil plötzlich Überzeugungen verschwinden, die bisher unumstößlich waren.
Wenn ich bisher nach Hause kam, waren Mama und Papa immer da. Nun tauchen Zweifel auf. Lieben sie sich noch? Werden sie sich trennen?
In mir arbeitet es. Fragen drängen sich auf, die ich nicht beantworten kann. Seit wann? Warum? Und vor allem: Was bedeutet das für mich? Wie wird dies mein Verhältnis zu meiner Mutter beeinflussen? Soll ich sie davon abhalten, eine Dummheit zu machen, oder soll ich sie unterstützen, ihr Glück zu finden?
Als ich mich zurückziehe, vorsichtig, heimlich, Schritt für Schritt, fühlt es sich an, als würde ich mich immer tiefer in ein Dilemma begeben. Ich bin nicht mehr nur ihre Tochter. Ich bin Beobachterin. Mitwisserin. Komplizin.
What's next?
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Papas bester Freund
Er schläft in meinem Zimmer
Ich komme fürs Wochenende von der Uni nach Hause zu meinen Eltern und muss feststellen, dass sie einen Gast in meinem Zimmer einquartiert haben. (Ein Spinoff der Geschichte "Sein bester Freund")
Updated on Apr 29, 2026
by Papas_Liebling
Created on Dec 22, 2025
by Papas_Liebling
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