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Chapter 4
by
Papas_Liebling
What's next?
Das dumme Gefühl, dass etwas nicht stimmt
Ich höre den beiden zu, kann mir aber keinen rechten Reim darauf machen, worüber sie reden. Ich verstehe nur, dass da mehr dahintersteckt, als auf den ersten Blick sichtbar ist.
„Etwas gemeinsam unternehmen“, sagte Dirk. Das klingt nach Familienausflug und Zoobesuch. Total öde und spießig. Warum wirkt Papa dann so aufgebracht deswegen?
Ich muss herausfinden, was hier los ist.
Und damit das klar ist: Auf keinen Fall werde ich mein Wochenende mit den Alten herumhängen. Spaß ist was anderes. Ich habe zwar keine feste Clique, aber genügend Freundinnen, mit denen ich spontan etwas unternehmen kann. Ein, zwei Chat-Nachrichten und ich weiß, in welchem Club wir uns treffen können oder wo die nächste private Party abgeht.
Äußerlich aufmerksam verfolge ich die Unterhaltung, doch meine Gedanken schweifen ab. Als ich meinen Namen höre, schrecke ich auf.
„Sina? Ich fragte, worauf du Lust hast. Hast du schon Pläne fürs Wochenende?“
Dirk sieht mich an, halb belustigt, halb lauernd. Was habe ich verpasst? Mich beschleicht das ungute Gefühl, dass er mir eine Falle stellt. Doch ich sehe den Haken nicht. Trotzdem bin ich lieber vorsichtig und reagiere ausweichend.
„Noch keine Ahnung.“
Ich kann ihm ansehen, dass ihm diese Antwort nicht genügt. Bevor er nachhaken kann, taucht Mama auf. Sie trägt ein langes Kleid – eher ungewöhnlich für sie – und ihre Haare sind noch feucht vom Waschen. Sie steuert auf die Sitzgruppe zu, stoppt aber, als ihr Blick auf Dirk und mich fällt, wie wir nebeneinander auf dem Sofa sitzen.
„Ähm. Ich komme gleich zu euch, habe aber noch was in der Küche zu tun. Sina, kommst du bitte mit und hilfst mir?“
„Ich kann dir doch helfen“, bietet Papa an und erhebt sich halb.
Mamas Gesichtsausdruck wird beinahe panisch und sie wehrt sein Angebot mit einer bestimmenden Geste ab.
„Nein, nein. Ihr zwei Jungs könnt hierbleiben und euch weiter über Sport unterhalten. Küche ist Frauensache.“
Hä? So kenne ich sie gar nicht. Sonst besteht sie immer darauf, dass er seinen mehr oder minder gerechten Anteil an der Hausarbeit erledigt. Ich bekomme fast den Eindruck, dass sie in der kurzen Zeit, in der wir uns nicht gesehen haben, zum Tradwife mutiert ist. Das kann doch nicht sein.
Sie schaut mich auffordernd an und ich kapiere, dass es nicht um Küchenarbeit geht. Anscheinend will sie mit mir allein sein. Gut. Vielleicht erfahre ich dann, was abgeht.
Ich folge ihr. An der Tür sehe ich noch einmal kurz zurück. Dirks Blick klebt an meinem Rücken, ein Mundwinkel nach oben gezogen. Papa schaut betreten und stumm auf seine Bierflasche. Kopfschüttelnd betrete ich die Küche.
Mama beschäftigt sich mit allem Möglichen, ohne wirklich etwas zu erledigen. Irgendwas beschäftigt sie, das ist offensichtlich. Rede mit mir!
Ich fasse sie am Arm. Sie erstarrt, als sei sie erschrocken. Bedächtig legt sie das Küchentuch, das sie in der Hand hat, auf die Arbeitsplatte.
„Du, Sina, …“
Sie dreht sich zu mir. Ihre Augen werden größer, der Rest des Satzes bleibt unausgesprochen. Sie schaut nicht mich an, sondern an mir vorbei.
Er steht hinter mir, stimmt’s?
Dirk lehnt lässig im Türrahmen, die Füße übereinander verschränkt.
„Na, ihr zwei Schönen. Macht ihr was Leckeres zu essen?“
Keine von uns antwortet. Er nimmt es lächelnd hin und fährt fort.
„Thomas und ich haben uns überlegt, wie wir es mit dem Schlafen machen. Schließlich sind wir zu viert und es gibt nur drei Betten. Darum schlafe ich auf der Couch im Wohnzimmer.“
Mama öffnet den Mund. Er hebt die Hand, um Widerspruch zu unterbinden.
„Gar kein Problem. Es ist ja nur für ein paar Nächte. Außerdem will ich euch nicht zur Last fallen. Es ist Sinas Zimmer und sie sollte in ihrem eigenen Bett schlafen.
Wo sie ungestört ist.“
Ein komischer Unterton schwingt da mit. Und was sollte die kurze Pause vor dem letzten Satz?
Mama erwacht aus ihrer Schockstarre.
„Ich beziehe rasch das Bett neu.“
Sie schiebt sich an Dirk vorbei, der die Hälfte des Durchgangs blockiert, und eilt davon.
„Ich komme mit“, rufe ich hinter ihr her.
What's next?
Papas bester Freund
Er schläft in meinem Zimmer
Ich komme fürs Wochenende von der Uni nach Hause zu meinen Eltern und muss feststellen, dass sie einen Gast in meinem Zimmer einquartiert haben. (Ein Spinoff der Geschichte "Sein bester Freund")
Updated on Apr 29, 2026
by Papas_Liebling
Created on Dec 22, 2025
by Papas_Liebling
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