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Chapter 42
by
daimon
Wie wird Simone von Igor behandelt werden?
Simone wird ihrem Zuhälter übergeben (23.März)
Sie saßen in einer dunkelblauen Limousine. Simone sah die ihr vertraute Stadt an sich vorbeiziehen. Kirchen, Schlösser, Denkmäler, die Universität. All das wurde nach und nach durch Lagerhallen, Plattenbauten und Industrieanlagen abgelöst.
Irgendwann hielt der Wagen und Hans öffnete seinen Passagieren den Schlag.
Simone trat in den relativ warmen Frühlingstag und verlor gleich das Gleichgewicht. Juliette stützte sie und fauchte:
„Reiß dich gefälligst zusammen. Igor wird dich nie nehmen, wenn er glaubt, du bist bekokst oder besoffen.“
Simone fing sich und ging hinter Juliette her, so schnell und elegant sie konnte. Diese verdammten Stiefel!
Soweit es die Risse im Asphalt der heruntergekommenen Straße erlaubten, blickte sich Simone vorsichtig um. Einige Frauen standen am Rand der Straße. Sie stützten sich an Laternenmasten oder lehnten an den Wänden irgendwelcher Baracken. Manche rauchten. Vereinzelt hatten sich Grüppchen gebildet, von denen Gesprächsfetzen in allen möglichen Sprachen an ihr Ohr drangen.
Worüber sich Huren wohl so unterhielten? Die männliche Ausstattung ihrer Freier? Deren Sauberkeit? Abartige Wünsche?
Inzwischen waren sie an einer großen Brachfläche angekommen. Juliette stieg vorsichtig durch eine Lücke im Maschendrahtzaun, der das Grundstück umschloss. Als Simone ihr folgte und durch den Riss grätschte, verrutschte ihr Höschen und eine Schamlippe quetschte sich am harten Lederrand vorbei ins Freie.
Sie spürte die kühle Luft und wie der scharfkantige Lederrand in das empfindliche Fleisch ihrer Spalte schnitt.
Simone krümmte sich stöhnend zusammen und versuchte, ihre Kleidung wieder in Ordnung zu bringen.
Ein ungeduldiger Blick Juliettes reichte und sie riss sich zusammen.
Sie gingen auf einem für Uneingeweihte kaum sichtbaren Pfad durch Unkraut und Gestrüpp bis sie vor einem Wohnwagen standen.
Juliette klopfte an. Es dauerte etwas, dann öffnete sich die Tür, und ein junges Mädchen stolperte ihnen mit verheulten Augen entgegen.
Während das aufgrund seiner Kleidung zweifelsfrei leichte Mädchen durch das Gebüsch davoneilte, kam ein etwa fünfzigjähriger Mann zum Vorschein. Er entsprach dem Klischee eines Zuhälters ebenso wie Simone dem einer Nutte. Zigarette im Mundwinkel, das geblümte Hemd bis zum Nabel geöffnet, das obligatorische Goldkettchen um den Hals, musterte er Simone interessiert.
„Musste nur noch kurz einem Pferdchen auf die Sprünge helfen.“
Die Art, wie er seine rechte Hand massierte, ließ Simone ahnen, wofür er diese gerade benutzt hatte.
‚Natürlich hat er sie so geschlagen, dass sein Geschäft nicht darunter leidet,‘ dachte Simone schaudernd. Sie hatte an dem Mädchen keinerlei Blessuren gesehen.
„Juliette, Schätzchen! Wie geht es dir? Lange nicht gesehen. Was hast du mir denn da Feines mitgebracht?“
Die Art, wie über sie gesprochen wurde, machte Simone bewusst, dass sie zu einem bloßen Gegenstand, einem Geschäftsposten reduziert wurde. Niemanden interessierte, was sie zu sagen hatte. Sie blickte zu Boden und lauschte gespannt.
„Das ist Simone ... Was hängst du da so herum? Zeig uns gefälligst dein Gesicht!“
Die solcherart Angefahrene raffte sich zusammen und richtete sich auf. Igor fing ihren Blick und schmunzelte ob der Verlegenheit mit der sich das neuestes Pferdchen in seinem Stall abwandte.
„Ist sie gesund?“
Ein Nicken.
„Nimmt sie ****?“
Juliette schüttelte den Kopf.
„Kann sie deutsch?“
Wieder ein Nicken.
„Du möchtest also für mich arbeiten?“
Erst auf das deutliche Räuspern Juliettes hin reagierte Simone, überrascht über die direkte Ansprache.
„Ja“
„Sie hat keinerlei Erfahrung, ist aber ein geiles Luder, hast du gesagt?“
„Ja und ja,“ kam es knapp von Juliette.
„Na da werde ich mich gleich von überzeugen. Lust auf einen Proberitt?“
Diesmal fühlte sich Simone angesprochen, blieb ihm aber eine Antwort schuldig.
„Weißt du was? Ist mir völlig Wurscht, ob du Lust hast oder nicht.“
Wie ein Kobold stand der etwas untersetzte Mann in der Türe und kicherte auf sie herab.
Dann warf er Juliette einen prall gefüllten Umschlag zu, den diese geschickt auffing.
„Ich hoffe für deine Kleine, dass sie das Geld wert ist, sonst werde ich sie so zurichten, dass sie nie mehr arbeiten kann.“
Simone wurde schlecht vor Angst. Worauf hatte sie sich da nur eingelassen?
Juliette ging ohne ein weiteres Wort und ließ sie mit ihrem Zuhälter allein.
Wie wird sich Simone als Straßenmädchen machen?
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Das Milieu hat viele Gesichter
Erlebnisse junger Dirnen
Mehrere Mädchen begeben sich mehr oder weniger freiwillig ins horizontale Gewerbe. Diese Geschichte ist ein genehmigter Spinoff von "Eine Karriere im Rotlichtbezirk" von Jarl66 https://chyoa.com/story/Eine-Karriere-im-Rotlichtbezirk.34775
Updated on Dec 14, 2025
by daimon
Created on Mar 16, 2021
by daimon
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