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Chapter 16 by leatherslave leatherslave

Was ist in dem Koffer? Nimmt Gretchen die offensichtliche an? Was wird Tamara als Gegenleistung verlangen?

Ein Koffer voller 100-Euro Scheine bringt die junge Lehrerin in Gewissensnöte

Gretchens Blick wanderte zögernd in den Koffer, und was sie sah, ließ ihre Kiefermuskeln unwillkürlich anspannen.

Sauber gestapelt, in ordentlichen Bündeln, lagen Hunderter-Banknoten darin. Nicht nur ein paar Scheine, sondern ganze Stapel!

Nicht das sie den Koffer gänzlich ausgefüllt hätten doch sicher so das der Boden ganz bedeckt war.

Andere hätten jetzt gerätselt wieviel dies wohl sein würde, die Mathematikerin in Frau Fischer hatte dies anhand der Maße des Koffers und der Höhe der Stapel im nun, quasi nebenbei ausgerechnet:

150.000,00 Euro waren in dem Koffer!

Das war mehr, viel mehr, als sie in einem ganzen Jahr als Mathelehrerin Brutto verdiente, selbst mit den Überstunden und den zusätzlichen Aufgaben, die sie oft unbezahlt übernahm.....

Ein kalter Schauer lief ihr über den Rücken, aber da war nicht nur die Furcht vor dem illegalen Angebot, sondern auch eine kaum spürbare, fast schamhafte Welle der Versuchung.

Anerkennung....

Ja, das hatte Tamara richtig gesagt.

Wertschätzung,

die man ihr in diesem „Drecksloch“ von Schule, in dem sie Tag für Tag gegen Ignoranz, **** und die Tristesse des Systems ankämpfte, nie entgegenbrachte.

Tamara beobachtete sie mit einem kaum merklichen Lächeln, ihre Augen glitzerten aufreizend.

„Nun, Frau Fischer“, sagte sie, ihre Stimme sanft wie Seide, „ist das nicht ein hübsches Sümmchen? Ein kleiner Ausgleich für die Unannehmlichkeiten, die Sie in Ihrer ehrenwerten Profession ertragen müssen.“

Sie machte eine Pause, ließ die Worte wirken.

„Manchmal muss man sich seine Wertschätzung eben selbst schaffen. Oder sie sich holen lassen, von jemandem, dem Loyalität noch etwas bedeutet.“

Gretchen schluckte schwer. Loyalität?

Tamara sprach von Loyalität, während sie Gretchen [b}s Oberstufenschülerinnen in ihren Sumpf zog? Ihre Gedanken rasten. Ihr hochintelligenter Verstand erwogen die einzelnen Aspekte des Angebots:

Der Betrag war enorm. Er könnte ihr ermöglichen, die kleine Wohnung abzuzahlen, vielleicht sogar ihr altes Auto gegen etwas Zuverlässigeres einzutauschen, oder diese lang ersehnte Reise nach Island zu machen, von der sie nur träumen konnte. Ein Leben ohne ständige finanzielle Sorgen...

Aber zu welchem Preis? Das Schweigen zu den Mädchen, die Tamara von ihrer Schule rekrutierte? Das Wissen, dass sie Teil eines schmutzigen Geschäfts war, das junge Leben zerstörte? Ihr Magen zog sich zusammen.

Sie war hin- und hergerissen zwischen der Verlockung der Freiheit, die das Geld versprach, und dem strikten Moralkodex, den ihre Eltern ihr von klein auf eingeimpft hatten.

Ein Kampf zwischen Idealismus und bitterer Realität.

Sie atmete tief durch, ihre Augen suchten Tamaras Blick, der sie forschend musterte.

Sie wußte das sie in einer Analyse-Paralyse gefangen war.

ie musste Zeit gewinnen, die Situation erfassen....

Und ein Zeichen setzen, dass sie nicht so leicht zu haben war, wie Tamara vielleicht dachte.

„Was… was genau erwarten Sie dafür im Gegenzug?“, fragte Gretchen, ihre Stimme war fester, als sie selbst es erwartet hatte.

Tamara grinste süffisant, die im lesen ihrer Mitmenschen geübte Domina wußte zu gut was in der jungen Lehrerin gerade vorging.

Sie hatte schon einige Leute in dieser Situation gesehen.... meist ebenfalls Staatsdiener...

nur bisher noch keiner prüde Lehrerin wie die Frau vor ihr.

Tamara war gespannt wie Frau Fischer auf das nun folgende reagieren würde...

was antwortet Tamara?

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