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Chapter 37 by Callisto Callisto

Wie geht es weiter?

Jennys Schulfreundin Katrin hat Probleme mit ihrem Stiefvater

Katrin liegt in ihrem Zimmer auf ihrem Bett und brütet verärgert vor sich hin. Ihre Stiefbrüder haben sie vorhin beim Abendessen ständig geärgert, und als sie sich schließlich bei ihrer Mutter darüber beschwert hat, hat ihr Stiefvater sie doch tatsächlich einen verzogenen Balg genannt und sie ohne Essen auf ihr Zimmer geschickt. Ihre Mutter hat ihn wie immer einfach gewähren lassen. Katrin befürchtet, dass er wahrscheinlich später nochmal in ihr Zimmer kommen wird, um sie noch weiter für ihren Ungehorsam zu bestrafen. Vermutlich wird er sie wieder übers Knie legen und ihr eine gehörige Tracht Prügel auf den nackten Po verabreichen, wie er es schon oft mit ihr gemacht hat.

Auf ihrem Handy erscheint eine Textnachricht. Katrin greift zögernd danach. Ihr Stiefvater hat ihr eigentlich streng verboten, am Abend noch mit ihrer Freundin Amelie zu chatten. Doch die Nachricht stammt nicht von Amelie sondern von Jenny, die mit ihr in die gleiche Klasse geht. In der Nachricht fragt Jenny, ob sie nicht Lust habe, noch mit ihr auf eine Party zu gehen. „Lust hätte ich schon“, schreibt Katrin zurück, „aber mein Stiefvater wird mir das niemals erlauben!“ „Dein Stiefvater hält dich wie eine Sklavin. Dabei bist du doch schon 18! Warum haust du nicht einfach von zu Hause ab? Ich kenne einen sehr guten Freund, bei dem du wohnen kannst, solange du möchtest.“

Katrin überlegt einen Augenblick. Sie hat die Nase wirklich voll von ihrem Stiefvater und ihren Stiefbrüdern. „Wenn du in einer Viertelstunde unten auf der Straße stehst, dann kann mein Vater dich abholen und zu meinem Freund bringen“, schlägt Jenny vor. Katrin zögert, was sie darauf antworten soll. „Also gut, ich mach´s“, schreibt sie schließlich zurück, springt entschlossen aus dem Bett, sucht sich ein paar Kleider zusammen und stopft sie einfach in ihren Schulrucksack hinein. Dann öffnet sie die Zimmertüre, schleicht sich auf Zehenspitzen langsam den schmalen Wohnungsflur entlang am hell erleuchteten Wohnzimmer vorbei und verlässt unbemerkt die elterliche Wohnung.

Als sie mit dem Aufzug ins Erdgeschoss fährt, spürt sie sowohl eine Erleichterung, dass sie die Tortur bei ihrem Stiefvater hinter sich gelassen hat, aber auch eine gewisse Aufregung, was die Zukunft noch alles bringen wird. Momentan sind zwar Schulferien, aber bis zum Abitur muss sie noch ein Jahr lang zur Schule gehen. Und ohne einen guten Schulabschluss kann sie ihre Hoffnungen auf ein gutes Leben gleich ganz begraben. Jennys Vater steht zu ihrer Überraschung bereits unten auf der Straße und wartet auf sie. Katrin steigt zu ihm ins Auto ein und bedankt sich artig bei ihm, dass er ihr helfen möchte. „Für eine Freundin meiner Tochter tue ich das doch gerne“, lächelt er und startet den Motor …

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