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Chapter 38 by Callisto Callisto

Wie geht es weiter?

Jennys Vater liefert Katrin wie versprochen bei Jamal ab

Nach einer knapp zwanzigminütigen Fahrt hält Jennys Vater vor einem großen Hochhaus an, das demjenigen ähnelt, in dem Katrin bisher wohnte. „Apartment 711 im siebten Stock“, sagt er und wünscht ihr viel Glück. Katrin bedankt sich artig für die Fahrt und steigt aus. Trotz der späten Stunde lungern noch einige dunkelhäutige Männer vor dem Eingang des Hochhauses herum. Katrin hat ein richtig mulmiges Gefühl, als sie an ihnen vorbeigeht und das Haus betritt. Mit dem Aufzug fährt sie bis in den siebten Stock hoch und geht dort einen langen, dunklen Gang entlang, bis sie endlich vor dem Apartment mit der Nummer 711 steht.

Katrin nimmt ihren ganzen Mut zusammen und drückt auf den Klingelknopf. Nach einem kurzen Moment wird ihr geöffnet. Zu ihrer Überraschung steht jedoch ein Schwarzafrikaner vor ihr. „Oh, das tut mir leid, ich muss mich in der Tür geirrt haben“, stammelt Katrin. „Du musst Katrin sein“, sagt der schwarze Mann und streckt zur Begrüßung die Hand aus. „Ich bin Jamal. Jenny hat gesagt, dass du einen Platz zum Schlafen brauchst. Komm herein!“ Zögernd betritt Katrin das Apartment. Jamal führt sie einen kleinen Gang an der Küche, am Wohn- und am Schlafzimmer vorbei zu einem kleineren Zimmer, das offenbar als Gästezimmer dient.

„In diesem Zimmer kannst du schlafen. Da drüben ist das Bad, in dem du dich für die Nacht fertig machen kannst. Du kannst auch gerne duschen, wenn du magst.“ Katrin nickt dankbar. Bei sich zu Hause hat sie sich kaum noch zu duschen gewagt, weil ihre Stiefbrüder sie dabei immer heimlich beobachtet und sogar fotografiert haben. Nachdem sie zuerst ihre wenigen Habseligkeiten aus ihrem Rucksack in einer leeren Schublade verstaut hat, geht sie ins Bad und stellt sich tatsächlich noch einmal kurz unter die Dusche, um sich bei der trotz der späten Uhrzeit immer noch herrschenden sommerlichen Schwüle für die Nacht frisch zu machen.

Danach zieht sie sich zum Schlafen ihr kurzes, weißes Nachthemdchen an. Doch bevor sie zu Bett geht, möchte sie es nicht versäumen, Jamal noch eine gute Nacht zu wünschen, nachdem er ihr großzügigerweise das Zimmer überlassen hat. Als sie den Flur entlang geht, hört sie aus dem Wohnzimmer mehrere fremde Männerstimmen. Jamal muss wohl Besuch bekommen haben, während ich mich geduscht habe, denkt sie ein wenig beklommen. Ob ich sie da in meinem wirklich aufreizenden Nachthemdchen noch stören soll, überlegt sie, während sie die Tür zum Wohnzimmer einen Spalt öffnet, um wenigstens einen kurzen Blick zu erhaschen …

Was sieht Katrin?

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