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Chapter 11 by Jan1974 Jan1974

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Es wird Zeit für den Heimweg

„Ich glaube, wir können uns auf ein Unentschieden einigen“, sagte Sonja mit einem schelmischen Grinsen, während sie sich leicht das zerzauste Haar aus der Stirn strich.

Tom lehnte sich entspannt zurück, schloss kurz die Hose und erwiderte lachend: „Mit diesem Ergebnis kann ich durchaus leben. Das war das beste Unentschieden meines Lebens!“

„Da kann ich dir nur recht geben“, entgegnete sie mit einem spürbar zufriedenen Unterton. Dann beugte sie sich leicht nach vorne, sah ihm direkt in die Augen und fügte mit einem Augenzwinkern hinzu: „Und ich glaube, ich merke gerade, wie deine Freude aus mir herausläuft.“

Tom lachte überrascht und ein wenig verlegen, während Sonja sich mit lässiger Selbstverständlichkeit wieder zur kleinen Sitzecke begab. Dort griff sie sich eine der Papierservietten, trat einen Schritt zur Seite und wischte sich diskret, aber bewusst deutlich die Innenseite ihrer Oberschenkel ab. Danach knüllte sie die Serviette zusammen, ging zurück zu Tom und legte sie ihm grinsend in die Hand.

„Als Erinnerung“, sagte sie neckisch.

Tom lachte los, drehte die Serviette spielerisch zwischen den Fingern. „Ich hätte ja nicht gedacht, dass ich heute ein Souvenir bekomme.“

„Nur für besondere Gäste“, antwortete sie trocken und zwinkerte ihm zu.

Dann trat sie näher an ihn her, legte eine Hand an seine Wange und küsste ihn leicht auf die Lippen. „Aber jetzt muss ich mich verabschieden.“

Tom erwiderte den Kuss sanft. „Schade… aber ich hoffe, das war nicht das letzte Mal.“

„Ich bin sicher, das war es nicht“, flüsterte sie – und wandte sich dann zu Luca, der bereits erwartungsvoll, aber gelassen auf seinem Platz saß.

„Tja, mein Lieber“, begann sie mit einem verspielten Lächeln, während sie sich langsam zu ihm beugte, „du warst ja diesmal eher Zuschauer als Mitspieler… aber ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie du mich das letzte Mal genommen hast.“

Luca grinste breit und ließ seine Hand wie zufällig an ihrem Oberschenkel entlanggleiten. „Oh, ich erinnere mich auch. Sehr gut sogar. Und um ehrlich zu sein… ich hab die ganze Zeit über daran gedacht, wie es war, in dir zu sein.“

„Dann sollten wir das bald wiederholen“, flüsterte sie und küsste ihn zärtlich. „Vielleicht mit etwas mehr Zeit. Und etwas weniger Tischplatte.“

„Unbedingt“, antwortete er leise. „Ich will dich wieder spüren. Ganz.“

„Du wirst deine Chance bekommen“, versprach sie und legte einen Finger an seine Lippen.

Nun wandte sie sich Nico zu. Er saß noch immer leicht verlegen, fast steif da, doch seine Augen folgten jeder ihrer Bewegungen. Als sie sich zu ihm hinunterbeugte und ihn zärtlich küsste, spürte sie, wie sich seine Schultern leicht anspannten – aber er erwiderte den Kuss. Kurz, warm, zaghaft.

„Und dich…“, sagte sie leise, „dich möchte ich auch noch besser kennenlernen. So wie deine beiden Freunde.“

Nico errötete leicht, sah sie mit einem unsicheren Lächeln an. „Vielleicht… wir werden sehen. Also… ich würd mich freuen. Echt.“

Sein Satz klang unbeholfen, aber ehrlich – und hinter der Schüchternheit spürte Sonja deutlich die Neugier und die wachsende Lust auf mehr. Genau das reizte sie an ihm. Sie strich ihm sanft über den Handrücken und nickte nur leicht.

Sie war gerade dabei, sich zur Theke zu wenden, als Tom ihr nachrief: „Hey, Sonja? Wie wär’s… willst du uns nicht deine Nummer geben? Vielleicht verabreden wir uns ja mal per WhatsApp oder so?“

Sie blieb stehen, drehte sich mit einem strahlenden Lächeln um. „Gute Idee. Wer weiß, was das nächste Spiel bringt.“

Sie zückte ihr Handy, Tom diktierte seine Nummer. Dann folgten Luca und zuletzt, etwas zögerlicher, auch Nico.

„Ich hoffe, du traust dich auch, mir mal zu schreiben“, sagte sie in Nicos Richtung.

„Ich… ja. Also… ich glaub schon“, murmelte er, und sein Blick wanderte für einen Moment zu ihren Lippen.

Sonja tippte noch kurz auf ihrem Handy herum – und in diesem Moment erhielt ich, Jan, die erste Nachricht von ihr seit dem Morgen. Ein vertrautes Vibrieren, eine neue WhatsApp-Benachrichtigung. Ich wurde gerade einer Gruppe hinzugefügt – „Die Studenten“. Außer mir waren drei weitere Männer in der Gruppe. Und es war mir sofort klar: Luca, Tom und Nico.

Ich lächelte. Ich wusste nicht genau, was passiert war – aber ich konnte es mir lebhaft vorstellen. Und ich war gespannt, welches Abenteuer Sonja heute erlebt hatte.

Sonja verabschiedete sich nun endgültig. Sie ging noch einmal der Reihe nach zu jedem der drei:

Bei Tom legte sie die Hand an seinen Nacken, gab ihm einen Kuss auf die Lippen und flüsterte: „Du spielst ein ziemlich intensives Spiel. Ich freu mich schon auf die Revanche.“

Tom grinste: „Du bringst mich gerne an meine Grenzen, was? Ich bin dabei. Jederzeit.“

Bei Luca ließ sie sich besonders viel Zeit. Sie küsste ihn langsam, fast fordernd, während sie ihm dabei tief in die Augen sah. „Das nächste Mal will ich dich wieder spüren. Und diesmal länger. Viel länger.“

„Ich warte schon drauf“, antwortete er leise. „Vielleicht heute Nacht in meinen Träumen. Oder nächste Woche in echt.“

Als Letztes trat sie zu Nico. Er schaute sie an wie jemand, der nicht ganz wusste, ob das alles wirklich passiert war – und doch wirkte er nicht überfordert, sondern fasziniert.

Sonja küsste ihn sanft. „Du bist besonders, Nico. Ich hoffe wirklich, dass du dich traust. Ich würde dich sehr gerne noch näher kennenlernen.“

Nico schluckte kurz, seine Stimme war leise, aber klar: „Ich… ich würd das auch wollen. Du bist… faszinierend. Und irgendwie… fühl ich mich gut bei dir.“

Sonja streichelte ihm über die Wange. „Dann lass es einfach zu. Ich helfe dir dabei.“

Mit diesen Worten ließ sie ihn zurück – ein wenig verzaubert, ein wenig verwirrt.

Sie ging zur Theke, nahm sich ein kleines Tablett und wählte mit einem zufriedenen Lächeln ein paar frische Backwaren aus – Croissants, Käsebrötchen, ein kleines Obsttörtchen. Sachen, die sie und ich gerne zusammen am Frühstückstisch teilten. Dann bezahlte sie, verstaute alles ordentlich in ihrer Tasche und verließ das Café – beschwingt, leichtfüßig, mit einem seligen Lächeln und der Vorfreude auf das nächste Mal.

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