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Chapter 17

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Mirko hat eine Idee

Eigentlich hatte Mirko ja Manne versprochen, dass er ein "Trinkgeld" von der jungen Braut bekommen sollte. Seine Laune war inzwischen aber so mies, dass ihn die Aussicht darauf nicht mehr wirklich reizte. So ungeschickt und unwissend, wie Mandy sich bislang anstellte, würde dies sicherlich nur ein neuerliches Desaster ergeben und seine Stimmung noch tiefer sinken lassen.

Im Grunde, dachte er, müsste er die Kleine komplett anlernen und einreiten, um wirklich seinen Spaß mit ihr haben zu können. Aber dazu bräuchte er mehr Zeit - und Geduld, die ihm gegenwärtig abging - sowie eine deutlich intimere Umgebung. Die Bar hatte zwar Separees, in denen man ungestört war. Aber wenn er mit Mandy sich in eines davon zurückzog, wüssten die anderen Jungs natürlich, was dort abging. Und sie würden bestimmt versuchen, zu lauschen oder heimlich zuzusehen. So locker und großspurig er sich gewöhnlich gab, war Mirko doch ziemlich verklemmt. Sich vor anderen auszuziehen, war ihm schon immer schwergefallen.

Und der Gedanke, dass Männer seinen Schwanz sehen könnten, war ihm mehr als unangenehm. Ohne Zweifel würden sie ihn dann vergleichen; Mirko war verunsichert, ob dies für ihn vorteilhaft ausgehen würde. Er schwörte, dass er noch nie einem Mann auf den Schwanz geschaut hatte - zumindest in echt, dabei wäre er sich schwul vorgekommen. So engte sich seine Erfahrung in diesem Bereich auf den ausgiebigen Konsum von Pornos ein. Was er dort zu sehen bekam, ließ ihn glauben, dass er von der Natur in dieser Hinsicht nicht besonders gut bedacht worden war; auch wenn er großmäulig immer das Gegenteil behauptete.

Während er düster auf Mandy herab starrte, fiel sein Blick zufällig auf Peters Handy, das aus der Hosentasche gerutscht sein musste, als ihn Jimmy und Katsch auszogen. Mirkos Miene hellte sich ein bisschen auf. Da boten sich doch gewisse, interessante Möglichkeiten. Ein paar aufreizende Fotos der fast nackten, derangierten Braut aus dem Account ihres großen Bruders gepostet, würden für Gesprächsstoff sorgen. Ja, diese Idee gefiel ihm.

Er schnappte sich das Telefon und Peters schlaffe Hand und entsperrte das Display mit dem Fingerabdruck des Besitzers. Erstaunt entdeckte er darauf eine begonnene, aber noch nicht abgesandte Textnachricht. Zornesfalten gruben sich in seine Stirn. Sein bester Freund hatte vorgehabt, dem Bräutigam zu verraten, wohin sie seine Angetraute **** hatten. Er schnaubte. Was für ein verräterischer Hund!

Da kam ihm eine Idee, die ihn spontan laut auflachen ließ. Er drückte auf Senden und hörte zufrieden das Ping, das anzeigte, dass die Botschaft angekommen war.

"Du bist ein Glückspilz", wandte er sich an die am Boden hockende Braut, die ängstlich zu ihm aufschaute, "dein Göttergatte wird in Kürze hier sein und dich auslösen."

Hoffnung keimte in Mandy, auch wenn sie nicht wirklich glauben konnte, dass der Horror schnell und einfach enden würde. Ihre Befürchtung bestätigte sich, als Mirko fortfuhr.

"Selbstverständlich wird dein lieber Martin sich anstrengen müssen, um dich wieder zurückzubekommen. Ich habe mir da schon etwas Schönes ausgedacht, was er für uns machen soll. Du kannst ihm dabei sogar helfen."

Sorge und Erleichterung vermischten sich in ihrem Gesichtsausdruck, als sie versuchte sich auszumalen, wie sich ihre Rettung entwickeln würde. Nun, zumindest wäre sie dann nicht mehr allein mit den Kerlen. Martin würde ihr beistehen und sie beschützen. Sie atmete sichtlich auf.

Mirko grinste.

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