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Chapter 5
by
Reyhani
Hat Silvia Erfolg?
Luisa kommt gut an
Missmutig stapfte Meller die Treppe zum Keller hinunter. Er hatte den ganzen Tag vergeblich versucht, Ivan zu erreichen. Hoffentlich fand er ihn hier. Nicht auszudenken, wenn er irgend etwas mit Luisa versuchte. Er war super, wenn es darum ging, die Mieterinnen während seiner Abwesenheit in der Spur zu halten. Aber Fingerspitzengefühl bewies er dabei nicht grade.
Immerhin hatte Meller Scheibner überreden können, ein paar Tage still zu halten. Geholfen hatte, dass er seinen Teilhaber daran erinnerte, wie er ihm Valentina weggeschnappt hatte. Das war alles andere als fair gewesen. Er liebte es selbst am meisten, die Grenzen dieser unschuldigen Dinger auszuloten und ganz gehörig zu verschieben. Schließlich mussten sie sich möglichst schnell an die Hausregeln gewöhnen. Aber ewig würde das schlechte Gewissen Scheibner auch nicht davon abhalten, von seiner Investition profitieren zu wollen.
Ivans Kellerraum, eine Mischung aus Werkstatt und Büro, wurde hauptsächlich von einem großen Aquarium mit tropischen Fischen beleuchtet. Manchmal wunderte sich Meller, wie der grobschlächtige Hausmeister zu so einem Hobby gekommen war. Schon als Meller die Tür öffnete, hörte er ein würgendes Geräusch, und wusste, dass der Hausmeister bei der Arbeit war. Ivan saß in einem Sessel neben seiner Werkbank und drückte den Kopf einer nur in Unterwäsche bekleideten jungen Frau, die vor ihm kniete, in seinen Schoß. Er ließ ein bisschen locker, damit sie Luft holen konnte, bevor sein Schwanz wieder tiefer in ihre Kehle vordrang.
"Hallo Chef!" Ivan nahm sofort die Hände weg, als er Meller sah. Das gab der jungen Frau die Gelegenheit, luftholend und hustend aufzustehen.
"Guten Tag, Herr Meller", grüßte auch sie mit kratziger Stimme.
"Hallo, Annika. Entschuldige uns kurz mal, ich muss was mit Ivan besprechen. Ich hoffe, du hast dich inzwischen gut eingelebt und ein paar Freundinnen gefunden."
"Ja, schönen Dank, Herr Meller. Wir machen Waschtag. Die anderen haben mich geschickt, Jetons für die Maschinen zu holen."
Ivan war schon dabei, seine immer noch harte Latte zurück in die Hose zu stopfen. Missmutig knurrte er Annika an: "Nimm dir so viele Marken wie du brauchst und eine für den Whirlpool. Die sind in der Dose da hinten auf dem Tisch." Annika machte tatsächlich so etwas wie einen Knicks und verschwand dann schleunigst, bevor es sich der Hausmeister anders überlegen konnte.
Sobald Meller mit Ivan allein war, gab es erst einmal einen Anschiss. Warum er den ganzen Tag nicht erreichbar gewesen sei? Die Ausrede wollte sich Meller gar nicht erst anhören. Hatte garantiert etwas mit einem tropfenden Wasserhahn zu tun. Meller berichtete dann von Luisa, der neuen Mieterin im Vierten, die absolut tabu sei. Wenn dem Hausmeister sein Job lieb wäre, wovon Meller ausging, solle er sich daran halten. Aber als guter Chef wollte er nicht auf dieser negativen Note enden. Also lobte er Ivan, wie routiniert er Annika in das Leben im Haus integrierte. Sie hätte schon sichtbare Fortschritte gemacht. Er solle sie ruhig ein bisschen fordern.
Auf dem Weg hinaus überlegte Meller kurz, ob er noch in der Waschküche vorbeischauen sollte, aus der ihm laute Partymusik entgegenschallte. Einen Whirlpool neben die Waschmaschinen zu stellen, war eine super Idee gewesen. Doch so sehr ihm der Anblick von vier nackten Fröschen jetzt gefallen hätte, Meller musste sich um Wichtigeres kümmern. Er machte sich auf den anstrengenden Weg bis hoch in den Vierten, aber Luisas Appartement war leer. Vielleicht war sie zur Uni gefahren? Er war schon wieder auf dem Weg nach unten und überlegte, ob er sich bei Silvia erkundigen sollten, da hörte Meller lautes Lachen aus der WG im dritten Stock. Vielleicht wussten die Bewohnerinnen etwas. Er trat ein und hörte Stimmen aus der Küche:
"... und wirklich alle Jungfrauen des Dorfes leben im Haus des Häuptlings und er darf mit allen schlafen? Krass!"
Das war diese Sophie. Fast hätte er sie nach dem Einzug gleich wieder rausgeschmissen, wenn sich ihre Freundin nicht so ins Zeug gelegt hätte. Gut, dass er es nicht getan hatte, dachte Meller grinsend.
"Sophie, es heißt fiecken ... Er darf sie alle fiecken. Ich spreche schon besser Deutsch als du", sagte Chloe – oder war es Clodette?– in ihrem wunderbaren Akzent. Alle lachten wieder laut. Offenbar war da ein ganzes Nest süßer Vögel in der Wohnküche versammelt.
Meller trat ein aber niemand beachtete ihn. Die Aufmerksamkeit war voll auf Luisa gerichtet, die mit ihrem Bericht fortfuhr. Sie erzählte in bunten Farben von einer Expedition zu einem Stamm Indigener am Amazonas, an der sie während ihres Auslandssemesters in Brasilien teilgenommen hatte. Dabei saß sie mit gekreuzten Beinen auf einem Sessel und drehte eine Zigarette. Eigentlich war hier aber Rauchverbot, erinnerte sich Meller an den Mietvertrag.
Luisa trug nur ein einfaches, weißes Baumwollkleid, das oben bis zum Bauchnabel weit offen stand. Es war so dünn, dass sich ihre dunkle Vorhöfe deutlich darunter abzeichneten. Sie hatte sehr schnell Anschluss gefunden und auch den allgemein üblichen Haus-Look adaptiert, dachte Meller leicht sorgenvoll. Zum Glück war neben den Bewohnerinnen der WG, d.h. Chloe, Clodette, Sophie und Brigitte, auch Silvia anwesend.
"Ihr habe die ganze Zeit mit dem Stamm gelebt ... wurdest du da auch ... äh, gefickt", hakte Sophie wissbegierig nach und wurde dabei ein wenig rot.
"Das glaube ich kaum", konterte Silvia. "Da ist doch die Gefahr schwanger zu werden viel zu hoch. Verhütung im Dschungel stelle ich mir schwierig vor."
"Sag das nicht", warf Luisa ein. "Ich hätte ja was mitbringen können und außerdem gibt es da auch genug lokale Möglichkeiten. Nicht umsonst wird der Amazonas auch die größte Apotheke der Welt genannt. Aber der Sinn des Häuptlingsharems ist genau das Gegenteil von Verhütung: Es sollen möglichst viele Jungfrauen schwanger werden. Wenn das aus irgendwelchen Gründen nicht klappt, kommt ganz schnell ein anderer Krieger, zweifelt die Kraft des amtierenden Häuptlings an und fordert ihn heraus."
"Sowieso ist es ganz schwer, den Status einer externen Beobachterin loszuwerden", fuhr sie fort. "Bin schon ein exotischer Vogel, grade am Amazonas. Zum Beispiel sind die Männer immer fast ausgerastet, wenn sie meinen Busch gesehen haben. Die indigenen Frauen haben ja eher wenig bis keine Körperbehaarung."
Wie zum Beweis zog sie ihr offenes Kleid noch ein wenig über ihren Bauchnabel herunter. Ein Büschel tiefschwarzer Haare drängte hervor, welches die Anwesenden anerkennend betrachteten. Auch Meller war unwillkürlich ein wenig vorgetreten, um besser sehen zu können. Da bemerkte ihn Brigitte:
"Oh, Herr Meller, Sie sind auch da. Kommen Sie schon wieder, um die Miete zu kassieren?"
"Aber Brigitte, hast du schon vergessen, dass wir hier keine Miete zahlen. Du meinst den Gemeinschaftseinsatz, und den hast du doch für diesen Monat schon lange abgeleistet", schaltete Silvia sich sofort ein. Sie war Gold wert.
Meller begrüßte alle, er freue sich, dass sie Luisa kennengelernt hätten, die bestimmt schon einen guten Eindruck von ihrem neuen Zuhause bekommen hätte.
"Ich finde es echt o.k. hier, so nette Mitbewohnerinnen", antwortete Luisa und grinste breit in die Runde. "Silvia und ich machen noch die Haustour fertig und dann komme ich bei dir vorbei, Hubert, und wir besprechen alles. Bevor ich mich hier endgültig niederlasse, gibt es noch ein paar Details zu klären."
Was meint sie damit?
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Das Studentinnen-Haus
oder: Wie man als Vermieter viel Spaß hat
Beim Immobilien-Unternehmer Meller kann man mietfrei wohnen - wenn man eine junge, hübsche Studentin ist und sich dem Hausbesitzer gegenüber aufgeschlossen zeigt...
Updated on Oct 8, 2025
by Toby Mark
Created on Oct 13, 2020
by Toby Mark
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