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Chapter 30

What's next?

Alle haben den gleichen Mietvertrag

Geduldig und still saß Valentina auf dem Rand des Bettes, bis sich Sophie soweit gefangen hatte, dass sie den Kopf drehen und ihren Gast durch ihre verheulten Augen ansehen konnte.

"Was machst du hier?", schniefte sie. Valentina sah sie mitfühlend an.

"Ich dachte, du hättest gerne jemanden, mit dem du reden kannst. Lass dir Zeit, ich bleibe hier, bis du bereit bist. Wenn ich gehen soll, sag's einfach."

Sophie rappelte sich auf, blieb aber zunächst stumm und in Gedanken versunken sitzen. Nach einer gefühlten Ewigkeit holte sie tief Luft.

"Stimmt das, was Brigitte erzählt hat?"

Die junge Österreicherin sah mit ernstem Gesichtsausdruck zu ihr hinüber.

"Ich war nicht dabei und kann es deshalb nicht beschwören. Aber es ist plausibel. Meller hat mit uns allen Mietverträge geschlossen, die ihm erlauben, genau das zu tun."

Sophie schaute entsetzt und man konnte genau erkennen, wie es hinter ihrer Stirn arbeitete. "Alle?", vergewisserte sie sich nochmals.

Valentina nickte.

"Du auch?"

Valentina nickte erneut. Der kleinen Deutschen wurde bewusst, was das für sie selbst bedeutete. Sie legte ihre Stirn in Falten.

"Aber ich bin noch Jungfrau. Da wird er mich doch nicht zwingen, etwas zu tun, was ich nicht will," meinte sie hoffnungsvoll.

Nun war es an Valentina, eine betrübt Miene aufzusetzen.

"Ich fürchte, das wird ihn nicht davon abhalten, sich zu nehmen, was er als sein Recht ansieht. Ich war selbst noch nie mit einem Mann zusammen, zumindest nicht so richtig, bevor ich hier einzog. Trotzdem hat Meller von mir die Miete verlangt. Sein Kompagnon Scheibner war sogar noch schneller dran."

Sophie ließ den Kopf hängen und ballte wütend die Fäuste.

"Sei bitte nicht sauer auf Brigitte", bat ihre Gesprächspartnerin.

"Bin ich nicht. Zumindest nicht so richtig. Ich kenne sie lang genug, um zu wissen, dass sie es nur gut gemeint hat und mich schützen wollte. Wütend bin ich über mich selbst, dass ich das nicht angemessen würdigen kann. Ich sollte ihr dankbar sein. Stattdessen grüble ich nur darüber nach, wie ich das, was sie getan hat, ungeschehen machen kann."

Sie saß weiterhin nur auf ihrem Bett und schüttelte immer wieder schwach den Kopf, während sie in Gedanken die Optionen durchging, die ihr verblieben. Zuletzt blickte sie ihrem gegenüber direkt in die Augen.

"Holst du bitte Brigitte, ich muss mit ihr reden. Ich habe eine Entscheidung getroffen."

What's next?

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