Chapter 7
What's next?
Die Party beginnt
Aus dem ganze Haus trafen die Besucherinnen ein und rasch füllten sich das Wohnzimmer und die angrenzende Küche der WG im dritten Stock mit lachenden, fröhlich durcheinanderredenden, freizügig gekleideten jungen Frauen. Viele von ihnen hatten **** mitgebracht, vom prickelnden Prosecco bis zum hochprozentigen Vodka. Im Nu war die Stimmung ausgelassen. Alle freuten sich darauf, die zwei neuen Mitbewohnerinnen kennenzulernen.
Brigitte hatte nur schnell ihren Koffer im Zimmer, das ab jetzt ihr Zuhause sein sollte, abgestellt. Es fiel ihr nicht schwer, sich dem allgemeinen Kleidungsstil anzupassen. Das hieß nämlich, sich einfach auszuziehen und nichts mehr anzuziehen. So saß sie schon Minuten später nur noch in ihrer Unterwäsche auf dem breiten Sofa und unterhielt sich mit dem Rotschopf neben ihr, die lediglich ein Bustier und Hotpants trug und sich als Babsi vorgestellt hatte. Derweil wurde sie immer wieder mit Nachschub versorgt, wenn ihr Glas leer war.
Sophie tat sich mit der Situation erheblich schwerer. Sie hatte ihre beiden Reisetaschen auf dem Bett abgestellt und begonnen, den Inhalt in den Kleiderschrank einzuräumen. Der laute Trubel aus den angrenzenden Räumen störte sie. Hoffentlich wäre dies eine Ausnahme, weil Brigitte und sie eben frisch eingezogen waren. Um konzentriert und erfolgreich studieren zu können, benötigte sie Ruhe. Außerdem hatte sie auf den ersten Blick erkannt, dass in ihrem Zimmer kein Schreibtisch oder ein andere Sitzgelegenheit als das Bett vorhanden waren. Das Bett hingegen war außergewöhnlich und unnötig groß, als sei es nicht für eine einzelne Person vorgesehen. Sie dachte sich nichts groß dabei. Vermutlich waren die Möbel von der ****, die früher hier gewohnt hatte, zurückgelassen und der Einfachheit halber einfach stehen gelassen worden.
Einen günstigen, gebrauchten Schreibtisch zu bekommen, wäre ihrer Einschätzung nach problemlos möglich. Diesen aber ohne Aufzug hier hoch zu schaffen und das schwere Schlafmöbel zu verschieben, um Platz für ihn zu schaffen, das würde ein Problem werden. Sie meinte gehört zu haben, dass es einen Hausmeister gab, den würde sie um Hilfe bitten, wenn es soweit war. Falls er ihr die Gefälligkeit nicht aus Freundlichkeit erweisen wollte, könnte sie ihm ja ein kleines Trinkgeld dafür geben.
Das Geschnatter und zunehmend ausgelassene Lachen aus den Gemeinschaftsräumen fing an, Sophie richtig auf die Nerven zu gehen. Der wahre Grund dafür war, das musste sie sich eingestehen, dass sie Brigitte versprochen hatte, auch zur Party zu kommen. Sie hatte nicht die geringste Lust darauf, Zeit mit Quatschen zu vertrödeln, während noch Arbeit unerledigt war. Aber sie konnte ihre beste Freundin doch nicht hängen lassen. Schwer atmete sie aus und ergab sich in ihr Schicksal.
Unsicher, was sie anziehen sollte, starrte sie ihre nur zur Hälfte ausgepackten Taschen an. Es sollte locker aussehen, aber trotzdem anständig sein. Nie und nimmer würde sie sich nur in Unterwäsche anderen Menschen zeigen, wie es hier im Haus üblich zu sein schien. Völlig egal, ob dort draußen nur Frauen waren, halbnackt herumzulaufen war für sie einfach unvorstellbar. Schließlich entschied sie sich für ein nicht zu enges T-Shirt und wadenlange Jogginghosen. So meinte sie sich gerüstet, den anderen entgegen zu treten.
Sie öffnete die Tür und trat aus der vermeintlichen Sicherheit ihres Zimmers. Unzählige Blicke wandten sich ihr zu, die meisten neugierig aufmerksam, manche bereits vom **** umnebelt, aber alle freundlich lächelnd. Sie fühlte sich, als werfe sie sich freiwillig einer hungrigen Meute zum Fraß vor.
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Updated on Oct 8, 2025
by Toby Mark
Created on Oct 13, 2020
by Toby Mark
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