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Reisegespäche

Chapter 113 by Geilspecht99 Geilspecht99

10 Minuten später waren die beiden wieder angezogen und sie verhielten sich Sieghart gegenüber, als hätte man gerade gemeinsam ein Picknick gemacht.
James saß wieder in der Mitte.

“Wie lange brauchen wir noch?”, fragte Vicky James.
“Wenn nichts dazwischenkommt, ungefähr vier Stunden”, antwortete er.
“Na, dann leg dich mal ins Zeug”, dann beugte sie sich vor und sah Sieghart an, als sie weitersprach:
“Mehr als einmal im Jahr brauch ich das nicht in der Wildnis”, erklärte sie ihm und deutete damit an, dass das Thema Sex nie ganz vom Tisch sein würde.
“Rahja sei Dank sieht Madame unseren Park und ein paar andere Orte nicht als Wildnis”, ergänzte James locker.
“Aber keiner dieser Orte liegt zwischen hier und dem Schloss, also lass die Pferde laufen!”
“Und wenn vorher schon die Notwendigkeit bestehen sollte?”, wollte nun Sieghart wissen.
“Dann werden wir das hier auf dem Wagen erledigen müssen, aber ich würde unser bequemes Bett voziehen”, sagte Vicky, die nicht so leicht aus dem Konzept zu bringen war.

Sie kamen gut voran und obwohl Sieghard durchaus Lust gehabt hätte, sich schnell noch einen blasen zu lassen, so teilte er diesen Wunsch, der darf für zuständigen Ordensschwestern nicht mit, sondern sparte sich seine Kräfte für das, was noch auf ihn zukommen würde.

“Sagt mal wie macht ihr das in Glimmerwein?”, war Sieghart wieder neugierig genug, um nachzufragen.
“Was meinst du?”
“Ich meine deine Ordensmitgliedschaft. Wie machst du das, wo du doch auch Vögtin und bald Baronin bist?”
“Ich habe mich für eine pragmatische Herangehensweise entschieden. Im Moment wissen nur ganz wenige davon und das soll vorerst auch so bleiben.”
“Aber steht das nicht im Widerspruch zu den Ordensregeln?”
“Dass die Regeln eingehalten werden, dafür sorge ich schon. Einerseits habe ich mit jeder Frau gesprochen. Ich hab ihnen die Vorzüge befriedigter Männer genauso angepriesen, wie die gesundheitlichen Vorteile, wenn man Sperma schluckt. Zum Teil musste ich ihnen auch zeigen, wie es geht. Ich habe auch persönlich dafür gesorgt, dass die Rahjalöcher nun täglich besetzt sind. Viele Frauen waren anfangs wenig begeistert von der Idee, aber mittlerweile gibt es genug Freiwillige, wir konnten sogar zwei weitere eröffnen.”
“Achso und warum weiß ich davon nichts? Immerhin bin ich hier der Chef!”, motzte James.
“Also, eines hab ich in dem kleinen Schuppen, der an der Straße zwischen Bauernhof und Schloss liegt, eingerichtet. Jeweils eine Stunde vor und nach den Mahlzeiten ist es besetzt, damit ein Samenstau gar nicht erst aufkommen kann. Bei dir besteht diese Gefahr ohnehin nicht, deshalb hab ich dir das bisher unterschlagen, mein Schatz”, sagte sie und küsste ihn.

“Und das zweite?”. fragte James nach.
“Ist auf halbem Weg zwischen dem Sägewerk, den Köhlern und dem Steinbruch. Elsphet kümmert sich aufopferungsvoll darum, ich hätte sie sogar mit nach Belhanka zum Ordenstreffen eingeladen, aber ich wollte sie nicht mit der Gräfin in Kontakt bringen. Mit dem Baby wird das wohl ein paar Jahre warten müssen.”

Die Blicke, die ihm die Rothaarige zugeworfen hatte, als er das Sägewerk besuchte, bekamen nun für James eine ganz neue Bedeutung.

“Du meinst die süße Rothaarige mit den grünen Augen? Das hätte ich ihr nicht zugetraut.”
“Genau die, ich dachte mir schon, dass sie dir gefällt. Giuseppe steht auch darauf, es ihr zu besorgen, während sie seine Arbeiter abmelkt!”
“Der Mann war mir von Anfang an sympathisch”, grinste James.

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