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Chapter 14
What's next?
Maria Emilia unterdrückt einen Schrei
Nach dieser ermutigenden Erfahrung war Maria Emilia ein bisschen weniger ängstlich aber noch immer nicht überzeugt, dass hier alles mit rechten Dingen zuging. Die seltsame Gestalt stand einfach nur im Raum, sah sie an und wartete ab. Abgesehen von dem blauen, von innen kommenden Licht, das dem altertümlich gekleideten Mann eine durchscheinende, transzendente Aura gab, war er eigentlich gar nicht so gruselig. Und zudem hatte er bislang tadellose Manieren an den Tag gelegt.
Sie fasste sich ein Herz und fragte kleinlaut: „Was wollen Sie von mir?“
„Von dir möchte ich im Grunde gar nichts. Es ist eher im Gegenteil so, dass ich dir etwas geben möchte. Ich bin aus dem einzigen Grund hier, damit du vergnügt und zufrieden bist.“
„Oh? Dann können Sie mir zum Beispiel sagen, was mit Schwester Maria Thomas passiert ist? Sie stand vor diesem Spiegel und plötzlich hat sie sich in Luft aufgelöst. Jetzt sind nur noch ihre Kleider hier.“
Sie wies mit der Hand in die entsprechende Richtung. Der Herr lächelte milde, wobei man dessen nicht ganz sicher sein konnte, da seine Gesichtszüge ständig verschwammen und sich wieder neu bildeten.
„Sie ist in einen anderen Raum gegangen. Dieses Haus besitzt viele Räume und in jedem gilt es andere Erfahrungen zu machen. Möchtest du auch ein anderes Zimmer besuchen?“
Maria Emilia dachte an die fürchterliche Folterkammer, die sie durch den Spiegel … das Fenster … die Tür gesehen hatte. Oh, nein. Dorthin wollte sie unter keinen Umständen kommen. Und wenn sie es sich genau überlegte, befand sie sich ein einem Spukhaus, also wäre vermutlich keines der Erlebnisse, das man ihr hier bieten würde, wirklich angenehm. Auf einmal hatte sie einen Kloß im Hals und schüttelte statt einer Antwort nur den Kopf.
„Können Sie mich nicht einfach hinaus ins Freie bringen?“, fiepste sie.
Die Mundwinkel des Geists … oder Schaustellers zogen sich noch weiter nach oben. Kurzzeitig wirkte seine Miene geradezu diabolisch, ehe sie erneut flimmerte und sich veränderte.
„Das, meine liebe Emilia, kann ich leider nicht tun. Aber ich kann etwas anderes machen, das dir sicherlich gefallen wird.“
Sie war nicht restlos überzeugt, wollte die Möglichkeit aber auch nicht von vornherein ausschließen.
„Ähm, und was könnte das möglicherweise sein?“
„Spüre es selbst!“
Er gab einen kurzen Wink und die körperlosen Hände setzten sich wieder in Bewegung. Aus allen Richtungen kamen sie auf die kleine, pummlige Nonne zugeflogen. Diese war in eine Schockstarre verfallen und schloss ängstlich ihre Augen. Als die erste der Hände sie anfasste, zuckte sie zusammen, brachte aber keinen Laut über die Lippen.
Zu ihrer unbeschreiblichen Verblüffung berührte das dreiste Körperteil nicht ihre Kleidung, sondern schien diese widerstandslos zu durchdringen und sich unmittelbar auf ihre Haut zu legen. Maria Emilia biss sich auf die Lippen, um einen schrillen Schrei zu unterdrücken. Doch als die erwartete Eiseskälte ausblieb, entspannte sie sich wieder etwas.
Die geisterhaften Gliedmaßen fühlten sich wohltuend warm an und ihre Berührungen waren richtiggehend angenehm.
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Eine Fortsetzung der fantastischen Geschichte von dr_wankenstein
Updated on Mar 28, 2024
Created on Mar 1, 2024
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