Gibt es jetzt auch noch Schwierigkeiten mit Dao?
Nein, aber eine Überraschung
Kurzentschlossen nickte Alex. "Okay, lass sie uns rausholen."
Während Malia ausstieg und der ganzen Sache zusah, zogen Alex und Steffen Dao vorsichtig aus dem Auto, und während Steffen ihre Schultern hielt, wollte Alex ihre Beine nehmen-
"...bitte... wartet..." sagte die Asiatin plötzlich und sehr leise.
"Oh." Alex hielt sofort inne. "Geht es dir gut?"
Die junge Frau blinzelte mehrmals. "Nein", sagte sie dann. "Ich- Helft mir bitte auf die Beine."
Alex sah skeptisch zu Steffen. "Was meinst du?"
"Versuchen wir es." Steffen fasste Dao unter den Armen, und Alex half ihr, ihre Beine aus dem Auto zu heben und stellte ihre Füße sachte auf den Boden, ehe er ihr dann einen Arm um die Taille legte. "Geht es so?"
"Ich..." Die junge Asiatin versuchte, ihre Balance zu finden, taumelte kurz, aber Alex und Steffen konnten sie sofort wieder stützen. "Danke", hauchte sie. "Einen Moment, ich- ich versuche es-"
Malia hatte sich inzwischen Steffens Sporttasche vorgenommen. "Sind da nur Männerkleider drin?" wollte sie wissen.
"Da hat's auch große T-Shirts", sagte Steffen, "das wär für den Anfang was." Er sah zu Dao. "Geht es?"
"Warte..." Dao stand noch etwas wackelig auf den Beinen, aber von Sekunde zu Sekunde ging es besser. "So. Ich glaube, jetzt sollte es- Ja, ich kann stehen. Ihr könnt mich loslassen."
Alex und Steffen ließen sie vorsichtig gehen, standen aber bereit, jederzeit zuzugreifen, wenn sie wieder ins Taumeln kommen sollte. Malia war da deutlich unbekümmerter und reichte ihr ein graues T-Shirt in mindestens XL. "Hier", grinste sie, "damit du dich wieder wie ein Mensch fühlst."
Dao lächelte schwach und streifte sich das Shirt über, das an ihr eher wie ein langes Nachthemd wirkte. "Danke. Wie ein Mensch fühl ich mich schon eine ganze Zeit wieder. Seitdem ich mitbekommen habe, dass ich nicht mehr eingesperrt bin, sondern neben normalen Leuten in einem Auto sitze."
"Was hast du von der Fahrt mitbekommen?" wollte Steffen wissen. "Unsere Unterhaltungen waren vielleicht etwas verwirrend-"
"Davon gar nichts", sagte Dao, "ich hab zwar Leute reden hören, aber es war alles noch sehr vernebelt und verschwommen. Ich glaub, ich bin seit Monaten das erste Mal wieder bei halbwegs klaren Gedanken. Es-" Sie stutzte. "Ich erinnere mich an ein Lied, es klang irgendwie nach Jazz-"
Alex musste schmunzeln. "Das war Syren; die wirst du später noch kennenlernen. Komm erst mal mit ins Haus. Ich zeig dir das Bad, da kannst du dir die Füße waschen, und dann bring ich dich auf ein Zimmer. Vielleicht willst du dich ein bisschen ausschlafen."
Dao überlegte kurz. "Mich waschen klingt gut, aber schlafen- Ich fühle mich eigentlich nicht müde. Wenn ich etwas brauche, dann ist es-" Sie stutzte kurz. "Mh, vielleicht warte ich damit noch etwas."
"Immer raus damit", sagte Steffen. "Wir haben dich aus diesem Gefängnis rausgeholt, damit's dir besser geht."
"Ja, dann..." Sie lächelte etwas peinlich berührt. "Ihr habt nicht zufällig Toys hier? Ein Dildo, oder einen Vibrator?"
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