Kommen sie überhaupt heil nach Hause?

Wenigstens das klappt

Chapter 166 by Hentaitales Hentaitales

Steffen presste die Lippen zusammen. "Geht klar", meinte er schließlich. "Aber das hat noch ein Nachspiel, Syren, kapiert?"

Jessie verdrehte die Augen. "Wenn's sein muss..."

"Okay, Konzentration jetzt!" verlangte Alex, und er brachte den Wagen zum Stehen, das er in der Zwischenzeit auf die Baustelle gesteuert hatte, an der sie auf dem Hinweg vorbeigefahren waren, und zwar direkt vor eine große Baugrube. Alle stiegen aus und liefen hinüber zu zwei anderen Autos, wobei Steffen die immer noch kaum ansprechbare junge Asiatin auf die Arme nahm und trug. Alex stellte sich inzwischen hinter dem Kombi, mit dem er gekommen war und schob ihn ächzend nach vorne, bis der Wagen in die Baugrube kippte und hineinrollte, wobei er sich beinahe noch überschlagen hätte. Im selben Moment startete am hinteren Ende der Baustelle ein Motor, und keine zehn Sekunden, nachdem das Auto zum Stillstand gekommen war, begann sich auch schon ein stetiger Strom Flüssigbetons in die Grube hinein zu ergießen.

Alex winkte dem Bauarbeiter auf der anderen Seite, dem sie zuvor eine hübsche Summe für seine Kooperation gezahlt hatten, noch einmal zu, dann lief er selbst zu den beiden anderen Autos. In einem hatte Steffen die junge Asiatin untergebracht, und auch Malia saß dort bereits, an dem anderen wartete Jessie. "Okay, wenn ich mit dir fahre?" fragte sie ihn. "Die Unterhaltung mit Eidolon werd ich ja noch zuhause haben."

"Solange du nicht singst", sagte Alex humorlos. "Und auch von mir wirst du was zu hören bekommen. Probleme damit?"

"Nein, ist nur fair." Jessie stieg auf dem Beifahrersitz ein und überließ Alex das Steuer. "Also, wegen eben-"

Alex schüttelte sofort den Kopf. "Ich brauch keine Entschuldigungen von dir", sagte er. "Und ich seh klar den Vorteil, den wir mit deiner Idee hatten. Aber ich kapier nicht, wieso du dachtest, du müsstest mich auch ansingen, um deinen Plan umzusetzen. Hab ich dich nicht immer bei allem unterstützt, was du vorhattest?"

Jessie seufzte. "Das hatte nichts mit dir persönlich zu tun, Roadie. Ich konnte den Plan nicht erklären und gleichzeitig singen. Und die Zeit war knapp. Also hab ich eben nur gesungen und dich mit in das Lied reingenommen. War einfach praktischer so."

"Aber ich bin dein Kumpel!" gab Alex zurück. "Mit einem Kumpel macht man so was nicht! Du hättest mir auch einfach nur ein Handzeichen geben können, dass ich unserem Verbindungsmann folgen soll, dann hätte ich das auch getan. Ich vertrau dir, Syren! Warum hast du mir nicht vertraut?"

"Weil ich nicht sicher sein konnte, dass du's auch schnallst." Jessie stieß ihm scherzhaft den Ellenbogen in die Seite. "Sei mir nicht böse, aber manchmal bist du etwas schwer von Begriff. So ging es einfach schneller, verstehst du?"

Alex schüttelte finster den Kopf. "Jedenfalls war's nicht angenehm", sagte er, "und ich hoffe, du machst das nicht nochmal. Ich will dir vertrauen können und nicht mitten in einer Mission merken, dass du mich irgendwo hinbringst, wo du denkst, dass es besser passt."

Jessie tätschelte ihm das Bein. "Geht klar. Wir halten doch zusammen. Und ich bin sicher, das wird auch Eidolon verstehen, wenn wir's ihm erklären."


Steffen hatte da allerdings ganz eigene Gedanken zu der Thematik, und die sorgten dafür, dass bei der Ankunft zur Überraschung von Alex und Jessie Diana auf sie wartete. Und zwar einsneunzig groß und muskelbepackt.

Jessie verstand nicht ganz, was sie wollte. "Diana...?"

"Tut mir leid", sagte diese, "aber ich muss dich bitten, mit mir mitzukommen. Du hast Stubenarrest, sagt Steffen."

"Ich habe-" Jessie fiel fast die Kinnlade herunter. "Spinnst du jetzt?"

Diana schüttelte ernst den Kopf. "Nein, das ist mir ernst. Steffen sagt, du wärst bei der Mission ausgeschert und hättest einen Alleingang gemacht. Ehe er nicht mit allen drüber geredet hat, wirst du erst mal isoliert."

Jessie schüttelte wütend den Kopf. "Wer glaubt Steffen, das er ist?"

"Er war der Anführer auf eurer Mission", gab Diana zurück, "und vielleicht bedeutet das für dich nichts, aber für mich schon."

"Ey, jetzt sei mal nicht so", meldete sich Alex zu Wort. "Sie hat vielleicht einen Fehler gemacht, aber deswegen musst du doch nicht gleich-"

Diana sah ihn traurig an. "Steffen sagt, sie hätte dich auf der Mission kontrolliert, Alex, und er hat Sorge, dass sie das auch mit ihm macht, wenn er nicht Sicherheitsvorkehrungen trifft. Und Tom ist auch seiner Meinung. Ich weiß, du kommst mit Jessie gut klar, aber bitte misch dich hier nicht ein."

Mit einem tiefen Seufzer warf Jessie die Arme in die Luft. "Dann führ mich halt ab!" grollte sie. "Gebt mir halt keine Gelegenheit, meinen Standpunkt zu erklären! Sehr fair, echt!"

"Tut mir wirklich leid", wiederholte Diana. "Ich versprech dir, du wirst noch zu Wort kommen. Da setz ich mich persönlich für ein. Nur im Augenblick musst du halt in den sauren Apfel beißen. Komm, ich begleite dich."

"Ja, ja, meinetwegen." Jessie atmete noch einmal tief durch, dann ging sie auf die Villa zu, gefolgt von Diana, während Alex etwas perplex beim Auto zurückblieb. Er überlegte noch einen Moment, ob er mitkommen sollte, aber da bog der zweite Wagen mit Steffen, Malia und ihrem Neuankömmling gerade ein und blieb auch stehen.

Alex trat auf das Auto zu, aus dem Steffen gerade ausstieg. "Du hast Diana gesagt, sie soll Jessie auf ihr Zimmer führen? Stubenarrest?"

Steffen nickte. "Hab ich, und ich hab auch gute Gründe dafür. Aber zuerst mal... Hilfst du mir rasch mit Dao? Ich will sie erst versorgen, ehe ich hier weiterrede."

"Also-" Alex warf einen Blick auf den Rücksitz, wo die junge Asiatin immer noch teilnahmslos saß. "Geht es ihr gut?"

"Ich weiß es nicht", gab Steffen zurück. "Ich dachte vielleicht, sie wäre nur unter Drogen, aber auf der ganzen Fahrt hat sich ihr Zustand nicht verändert. Darum will ich sie erst mal in ein Bett bringen. Hilf mir rasch, okay?"

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Gibt es jetzt auch noch Schwierigkeiten mit Dao?

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