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Chapter 9
Was erleben die Nonnen auf dem Rummel?
Maria Petra fährt Karussell
Maria Petra sah nach oben und lächelte. Wunderbare Kindheitserinnerungen kamen ihr in den Sinn, während sie das Kettenkarussell anschaute. Es drehte sich flugs im Kreis, die Fahrgäste in den Sesseln lachten und kreischten vor Vergnügen, als sie mit zunehmender Geschwindigkeit immer höher flogen.
Ach ja, es war, als ob man sich wie ein Vogel in den Himmel erheben würde. Maria Petra schloss ihre Augen, breitete die Arme aus und drehte sich im Kreis.
„Möchten Sie mitfahren? Es ist kostenlos.“
Verwundert sah sie sich um und entdeckte den kleinen Mann in dem vielfarbigen dreireihigen Anzug. Seinen Zylinderhut hatte er auf dem Pult abgelegt, an dem man das Fahrgeschäft steuerte. Natürlich stand er auf einem Hocker, um die Hebel und Knöpfe problemlos zu erreichen.
„Wollen Sie nicht einsteigen?“
Einladend wies er auf einen leeren Platz, der an Ketten von der großen, waagrechten Scheibe herabhing. Nanu, war das Karussell nicht eben noch hoch und schnell in Bewegung gewesen? Ach, wozu grübeln. Bestimmt hatte sie in schönen Gedanken versunken nur nicht mitbekommen, als es abbremste und zum Stillstand kam.
Beinahe wäre sie wie ein kleines Kind zu dem freien Sessel gerannt. Es fiel ihr nicht leicht, sich **** und gemessenen Schrittes zu gehen, damit ihre Röcke nicht unwürdig herumflatterten.
„Vergessen Sie nicht, den Sicherheitsgurt zu schließen!“, mahnte Trapp. Schon drückte er auf einen großen gelben Knopf und die Fahrt begann.
Es ging aufwärts. Mit zunehmender Geschwindigkeit wurde Maria Petra nach oben und außen getragen. Sie streckte die Arme zur Seite und fühlt sich leicht und frei. Sie lachte glücklich.
Da passierte etwas Bedenkliches.
Knacks.
Die Sitzfläche unter ihrem Po hatte ein Stückchen nachgegeben. War hier etwas defekt?
Ein wenig besorgt sah sie nach unten, konnte wegen ihrer wehenden schwarzen Röcke aber nichts erkennen, was mit dem Sessel nicht stimmen könnte. Hingegen sah sie ihre Füße in den einfachen schwarzen Schuhen, die weißen Socken und – um Himmels Willen – ihre Waden, die hochgerutschten, flatternden Saum ihrer Tracht offengelegt wurden.
Sie versuchte, ihre Beine zu überkreuzen, um keine weiteren unerwünschten Einblicke zu riskieren, was sich in dem rasenden, schaukelnden Sitz jedoch ziemlich schwierig gestaltete.
Kracks!
Sie sackte ein ganzes Stück nach unten und kreischte vor Schreck. Ihr Hinterteil schien mit einem Mal im Freien zu hängen. Hier stimmte ganz bestimmt etwas nicht. Hilfesuchend schaute sie sich nach Herrn Trapp um, der die Maschine bediente. Weit unten stand er am Pult, viel winziger aussehend als erwartet, und winkte ihr aufmunternd zu.
„Hilfe – halten – Sie – an – es – ist – kaputt!“, rief sie ihm Wort für Wort zu, jedes Mal, wenn sie bei der rasenden Fahrt über ihm vorbeiflog.
Er nickte und machte eine beruhigende Geste mit einer Hand, während er mit der anderen einen Hebel in die Maximalposition schob. Doch anstatt langsamer zu werden, beschleunigte das Karussell noch mehr.
What's next?
Das Nackte kommt auf leisen Sohlen
ENF-Unfug auf einem bösen Rummelplatz
Eine Fortsetzung der fantastischen Geschichte von dr_wankenstein
Updated on Mar 28, 2024
Created on Mar 1, 2024
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