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Chapter 10

What's next?

Maria Petra klammert sich fest

KRACH RATSCH!

Maria Petra schrie auf und klammerte sich ängstlich an die Ketten, die ihren Sitz hielten. Sie rutschte nach unten weg. Inständig betete sie, dass der Sicherheitsgurt sie halten würde.

Ihr Unterleib rutschte nach unten weg, ihre Beine baumelten frei in der Luft.

Bemerkte Herr Trapp denn ihre Notlage nicht? Warum tat er nichts, um sie zu retten? Immer schneller und wilder wurde die Reise. Immer höher und weiter wurde sie hinausgetragen. Immer lebhafter strampelte sie mit den Beinen.

Der Fahrtwind trieb ihr Tränen in die Augen. Nur noch schleierhaft konnte sie Welt an sich vorbeisausen sehen. Schemenhaft erkennte sie, dass keine der anderen Fahrgäste irgendwelche Probleme hatten. Alle hatten Spaß und tanzten fröhlich im Wind.

Ihr war der Spaß vergangen. Sie krallte sich fest und hoffte, dass die Tortur bald endete.

Dann bemerkte sie es. Erst langsam und kaum spürbar, aber trotzdem unverkennbar begann die Fliehkraft an ihrer Kleidung zu zerren. Obergewand und Unterhemd lagen sicher um ihren Oberkörper und wehten stürmisch um ihre Beine. Die Schuhe hatten feste Schnallen, doch schienen sie schwer wie Blei zu sein und zogen ihre Füße nach außen.

Ihr Schlüpfer allerdings hatte nichts, was ihn zusätzlich halten könnte. Der Gummibund dehnte sich und drohte, den Kampf gegen die Schwerkraft zu verlieren.

Die Nonne in Not wand und krümmte sich, alles half nichts. Millimeter um Millimeter rutschte das verfängliche Kleidungsstück über ihren Po. **** versuchte sie, die Oberschenkel zusammenzupressen, was bei der rasenden Reise aber nicht gelingen wollte.

Flop. Der Slip hatte die feisten Rundungen hinter sich gelassen und sauste nach unten. Kurz verfing er sich an den Knien, schlitterte an den Waden entlang, hakte sich an den Schuhen fest und flatterte lustig wie ein kleiner rosa Wimpel, so dass alle Zuschauer deutlich erkennen konnten, was Maria Petra gerade verlor.

Verbissen bemühte sie sich, das Stückchen Stoff mit den Füßen festzuhalten. Es war aussichtslos. Das Höschen riss sich los, wehte hoch in den Himmel und verschwand aus ihrem Blick.

Das Karussell kam zum Stillstand und ihre Sohlen berührten den Boden. Maria Petra blinzelte verwirrt. Was war geschehen? Eben noch war sie in Todesangst durch die Lüfte gesaust und nun saß sie sicher und scheinbar unberührt auf dem sanft hin und her schwingenden Sessel. Es kostete sie eine bewusste Willensanstrengung, ihre verkrampften Hände von den stabilen Ketten zu lösen. Mit zitternden Knien stieg sie aus.

Herr Trapp kam mit besorgter Miene auf sie zu getrippelt.

„Geht es Ihnen nicht gut? Sie sehen ein wenig blass aus.“

Maria Petra schüttelte zaghaft den Kopf. Hatte sie sich das alles nur eingebildet? Sie blickte zurück zu ihrem Sitzplatz, der unschuldig und völlig intakt schaukelte.

„Nein, nein. Alles in Ordnung“, versicherte sie, ohne selbst davon überzeugt zu sein. Sie wollte kein Aufsehen erregen. Und vor allem wollte sie mit niemandem darüber sprechen, was sie erlebt hatte – oder dachte, erlebt zu haben. Ganz besonders würde sie nie und niemandem gegenüber erwähnen, dass sie glaubte, ihre Unterhose verloren zu haben.

Mit unsicheren Schritten ging sie langsam und nachdenklich davon. War es nur ihre Einbildung oder fühlte es sich untenrum wirklich ungewöhnlich frei und frisch an?

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