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Chapter 80 by Geilspecht99 Geilspecht99

Da war Hilflosigkeit in seiner Mimik,

Augenblicke vergingen, dann fasste sich James wieder.

“Wo wir gerade dabei sind: Einige meiner Kollegen verlassen sich auf die vor den Zwölfen geschlossenen Eide, um ihr Geheimnis zu schützen. Ich vertraue lieber auf deine Diskretion, aber zu meiner Sicherheit habe ich noch ein paar Tropfen deines Blutes, mit denen ich Vieles anstellen kann; Gutes wie weniger Nettes!”
James relativierte diese kaum versteckte Drohung, indem er Sieghart freundlich sagte, wer in der Mannschaft noch von seinen magischen Fähigkeiten wusste. Es waren außer den Fünfen noch der Käpten, der 1. Offizier, der Firun-Geweihte, eine Magierin und auch Sigrun informiert, was Sieghart schon wieder etwas beruhigte.

“Sie weiß, dass du sie verzaubert hast?” äußerte Sieghart seine Vermutung und deutete auf Sigrun.
“Wir haben uns das so ausgemacht!" James souveränes Grinsen war zurück, aber dennoch glaubte Sieghart noch einen Rest an Verbitterung in seinem Gesicht sehen zu können.
“Auch das ich vielleicht mitmache?”
“Nein natürlich nicht, aber das kam ja auch nie in Frage, ich kenn dich lange genug.”
Sieghart musste ihm da recht geben, aber weder verstand er, was James ihm wirklich sagen wollte, noch weshalb er sich so seltsam ausdrückte.

“Wenn du dann so freundlich wärst, ich möchte ihr auch noch ein bisschen richtigen Spaß gönnen, dazu muss ich aber den Zauber abbrechen”, sagte James schließlich. Er lächelte zwar, aber dennoch entkam ihm dabei eine Träne.

Sieghart wandte sich ab und entfernte sich.

“Außerdem soll sie sich mit allen Sinnen daran erinnern können, wie gut ich es ihr hier besorgt habe. Niemals soll sie meine Grimasse vergessen, wenn ich in sie reinspritze!”
“Ich wünsche euch viel Vergnügen!” brachte Sieghart hervor, bevor er sich der Grenze des Zaubers näherte.
“Sigrun, du kannst.. “ war das letzte, was er von den beiden in dieser Nacht mitbekam, dann hörte er nur den allgegenwärtigen Wind.


Sieghart versuchte, jeden einzelnen Satz, den James in der Nacht gesagt hatte, zu rekonstruieren und ihn mit den anderen in Kontext zu setzen. Wäre die Tinte nicht eingefroren, er hätte sich diverse Diagramme und Listen geschrieben, aber irgendwie ging es auch so.
Erst ganz spät schlief er ein, ohne zu verstehen, was James ihm wirklich sagen wollte.


Er konnte sich nicht daran erinnern, etwas geträumt zu haben, aber als er wieder aufwachte, hatte er zumindest eine Vermutung, der er unbedingt nachgehen musste. Er fragte sich, wie er dies Abklären könnte, ohne Aufsehen zu erregen, bis er einen unkonventionellen Weg fand. Er redete mit seinem Verbindungsmann auf einem anderen Eissegler, um das zu bekommen, was er brauchte. Das gewünschte Artefakt diente an sich einem ganz anderen Zweck und er wusste auch nicht, wie er es benennen sollte, daher dauerte es etwas, bis sein Gegenüber verstand, was Sieghart von ihm haben wollte. Natürlich erwähnte dieser auch, dass das Artefakt in diesem Zustand nutzlos sei, aber Sieghart nahm das mit einem Lächeln zur Kenntnis, da er nun sicher war, dass nicht einmal der Besitzer verstand, was er damit vorhatte.

Das gewünschte Artefakt erwies sich als kleiner Ring mit einem schwarzen Stein, dessen unscheinbares Aussehen in keinem Verhältnis zu seinem immensen Wert stand. Er wurde ihm noch am Abend beim gemeinsamen Abendessen unauffällig zugesteckt.

Als sie sich zur Ruhe legten, legte er das Artefakt an und Miranda erwies sich heute als besonders liebesbedürftig. Sie knutschten ein paar Minuten herum, bevor sie sich endgültig zum Schlafen hinlegten, wobei sie seine Hand auf ihre Brust platzierte, ehe sie ihm einen guten und erholsamen Schlaf wünschte. Zum Glück bemerkte sie den Ring nicht, der nun am idealen Ort war, um seine Frage zu beantworten.

Friedlich und doch gespannt, ob und was bei seiner Untersuchung herauskommen würde, schlief er hinter ihr ein.

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