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Chapter 44

What's next?

Hamza ergreift die Zügel

Als Hamza sich zur Gänze in ihr versenkt hatte, verharrte er und genoss das Gefühl, vollkommen von ihr umhüllt zu sein. Auch Heike fühlte sich erfüllt und glücklich. Aber das reichte ihr bei Weitem nicht aus. Sie brauchte mehr. Probeweise versuchte sie, mit dem Becken zu wippen, um ihn anzuregen, sie härter zu nehmen. Doch ihr Scheich blockte sie ab, gab ihr einen Klaps auf den Po und brummte: „Ho-hoo, ruhig!“ Gerade so, als sei sie ein Füllen, das er bändigen müsse.

Notgedrungen zügelte sie ihre Begierde. Im Freien war es mittlerweile Nacht geworden. Von dem tausend Fuß hohen Aussichtspunkt hatten sie ein fantastisches Panorama über die Stadt und die Umgebung. Weit drunten waren in etlichen Häusern die Lichter angegangen und Autos krochen wie Leuchtkäfer, die Schweinwerferkegel vor sich herschoben, über die dunklen Straßen. Heike fragte sich, ob irgendjemand von dort unten durch die Glasfront des hell erleuchteten Büros erkennen konnte, was sie und Hamza taten. Aber vermutlich war es zu hoch und zu weit entfernt, als dass sie auffallen würden.

Sie schloss die Augen und konzentrierte sich alleinig auf das, was sie empfand. Ihr war heiß. Und da, wo sie Haut an Haut mit ihrem Liebhaber verbunden war, teilten sie ihre Körperwärme. Sein Glied war, so tief es ging, in ihr eingetaucht. Sie vermeinte zu spüren, wie es in ihr zuckte. Unwillkürlich spannte sie ihre Muskeln an, um ihn noch besser wahrzunehmen. Man sagte, es käme auf die Größe an. Heike stellte aber keine Vergleiche an. Bedeutender war für sie das Gefühl, vollständig mit ihm vereinigt zu sein. Mehr noch: Ein Teil von ihm zu sein. Ihm zu gehören.

Seine Order, still zu stehen, zeigte ihr an, dass er die Zügel in der Hand hielt, dass er bestimmte, was heute noch geschehen würde. Dass sie keine andere Wahl hatte, als sich ihm zu unterwerfen. Es war die einzige Rolle, die ihr in der Beziehung zu einem Mann seiner Persönlichkeit, seiner gesellschaftlichen Stellung und seiner Kultur zustand. Sie ergab sich ihm, körperlich und mehr noch willentlich.

„Zieh dein Kleid aus.“

Sie war sich nicht sicher, ob sie den Befehl tatsächlich gehört oder sich eingebildet hatte. Jedenfalls zögerte sie keinen Augenblick, ihm Folge zu leisten. Sie streifte das Kleid nach oben über den Kopf. Nun hatte sie nur noch den weißen Bügel-BH an. Eigentlich benötigten ihre straffen Brüste keinen Halt, doch unter dem leichten Sommerkleidchen hatte das Dessous ihr Dekolletee besser zur Geltung gebracht. Ob sie es ausziehen sollte?

Er nahm ihr die Entscheidung ab. Seine Finger lösten den Verschluss am Rücken und mit einem Rollen der Schultern ließ die Vornübergebeugte ihr letztes Kleidungsstück zu Boden gleiten. Nun stand sie völlig nackt vor ihm, die Handflächen gegen die deckenhohen Fenster gepresst, die Beine gespreizt, um ihm Zugang zu allem zu gewähren, das er sich nehmen wollte.

Ganz langsam begann er mit einer kreisenden Bewegung seiner Hüften. Heike seufzte. Endlich!

Zug um Zug steigerte er Tempo und Stärke. Im gleichen Maß nahm die Geliebte seinen Rhythmus auf, kam ihm entgegen. Sie agierten wie ein Wesen, beseelt von dem Wunsch, gemeinsam die Erfüllung zu erreichen, nach der sie strebten.

Die Zeit verschwamm. Heike wusste nicht mehr, wie lange sie diesen sinnlichen Tanz vollführten. Sie mobilisierte ihre letzten Kräfte, um sich ihm wieder und wieder entgegenzuwerfen, und dennoch wurden ihre Knie weich. Ihr Atem kam angestrengt und laut aus dem aufgerissenen Mund. Ihre Arme zitterten. Sie wollte nicht aufgeben, war sich aber nicht sicher, ob sie durchhalten könnte.

Konnte er ihre Gedanken lesen? Er hielt inne, umfasste mit starken Armen ihre Körpermitte und richtete sie auf, lieh ihr Stabilität. Dankbar lehnte sie sich rücklings an ihn, legte ihren Kopf an seine Schulter.

Aus halb geöffneten Augenschlitzen nahm sie vor dem Fenster einen dunklen Schatten vor dem Sternenhimmel wahr. Vielleicht ein Vogel, eine Fledermaus? Eine Drohne? Wurden sie etwa beobachtet?

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