Want to support CHYOA?
Disable your Ad Blocker! Thanks :)

Chapter 6

Wie geht der Rundgang weiter? Muss jetzt der Hausmeister informiert werden, oder kommt Scheibner endlich zu einem Fick?

Scheibner will das Angebot erweitern

Scheibner streicht sich nachdenklich übers Kinn. "Sagen Sie mal, Meller. Kommen denn nur Studentinnen als Mieterinnen in Betracht?"

"Ja, klar. Was denken Sie denn? Wollen sie etwa auch männliche Studenten einziehen lassen?"

"Nein, selbstverständlich nicht." Der neue Geschäftspartner schnaubt verächtlich. "Aber ich dachte da an Auszubildende, kleine Lehrmädchen. Abitur ist ja schön und nett. Aber sie kennen ja das Sprichwort: Dumm fickt gut."

"Also, Scheibner, ich weiß nicht. Ich möchte schon ein gewisses Niveau in meinen Häusern halten. Außerdem habe ich nicht die Absicht, mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen. Volljährig müssen die Mädels unbedingt alle sein."

"Alles klar, ich kann Ihre Argumente verstehen", gibt Scheibner nach, "aber ich habe da eine ganz bestimmte Azubine im Sinn. Ich könnte mir vorstellen, dass auch Sie sogar schon ihre Bekanntschaft gemacht haben."

Nun wird der Hausbesitzer hellhörig. "So, wen meinen Sie denn?"

"Sie haben doch auch regelmäßig auf dem Bauamt zu tun, oder?" Der Angesprochene nickt bestätigend und Scheibner fährt fort. "Dann kennen Sie sicher die Kleine, die dort meist an der Infotheke beim Eingang sitzt. Soweit ich weiß, ist die noch in der Ausbildung, führt sich aber auf, als sei sie die Chefin vom Amt. Einmal hätte ich fast die Abgabefrist für einen Bauantrag verpasst, weil sie meinte, sie müsse erst eigenhändig die Vollständigkeit der Unterlagen prüfen, ehe sie mich zum Sachbearbeiter durchlässt. Der habe ich aber etwas gepfiffen und bin einfach an ihr vorbeimarschiert. Sonst wäre glatt ein Millionenprojekt den Bach runter gegangen. Ich glaube, zum Dank dafür, dass sie so gewissenhaft arbeitet, sollten wir ihr eine kostenlose Wohnung besorgen."

Meller grinst und nickt. "Ja, die kenne ich tatsächlich. Und sie sieht eigentlich ganz schnuckelig aus. Ich könnte sie mir wirklich gut als Ergänzung meiner Mädchen vorstellen."

"In Ordnung, freut mich. Dann schlage ich vor, Sie laden die Kleine zum Vorstellungsgespräch ein und führen es am besten auch alleine. Auf mich ist sie seit dem Vorfall damals nicht mehr so gut zu sprechen, was durchaus auf Gegenseitigkeit beruht. Aber ich bin ja immer bereit, Leute besser kennenzulernen und und auch deren positive Seiten und Qualitäten zu entdecken."

"Abgemacht. Ich kümmere mich gleich morgen drum."

Am nächsten Tag sitzt Meller kurz vor Mittag im Wartebereich des Bauamts und schaut unauffällig in Richtung der Information. Er hat extra eine Krawatte angezogen, um seriöser zu wirken. Hinter dem Schalter arbeitet eine junge Frau mit dunklem Teint, runden schwarzen Augen und langen schwarzglänzenden Locken. Auf dem Namensschild, das vor ihr auf der Theke steht, ist der Name Yilmaz aufgedruckt. Und als eine Kollegin mit ihr spricht, kann er belauschen, dass sie mit dem Vornamen Yasemin angesprochen wird.

Pünktlich um zwölf Uhr steht sie auf, dreht das Namensschild um, so dass dort jetzt 'Schalter vorübergehend nicht besetzt' steht, nimmt ihre Handtasche auf und verlässt das Amt. Sie trägt ein langärmeliges lindgrünes Shirt mit rundem Ausschnitt und einen weiten knöchellangen Rock mit beige-weißem Karomuster, der beim Gehen locker ihre Beine umschwingt. In einer nahegelegenen Grünanlage setzt sie sich auf eine Parkbank und holt eine Brotdose aus ihrer Tasche. Meller schlendert näher und erkennt, dass sie ein Pide als Mittagessen dabei hat. Ungefragt nimmt er neben ihr Platz.

"Schönes Wetter, heute. Nicht wahr?" Sie ignoriert seine lahme Bemerkung und beißt in ihr gefülltes Fladenbrot.

"Sagen Sie mal, kennen wir uns nicht? Ich glaube, Sie arbeiten im Bauamt, oder?", startet er seinen nächsten Versuch.

Nun schaut sie ihn von der Seite an, sagt aber noch immer nichts.

"Sie sind Frau Yasemin Yilmaz, wenn ich mich nicht irre. Mein Name ist Hubert Meller. Guten Tag."

Er streckt ihr die Hand entgegen. Sie geht aber nicht auf seine Begrüßung ein, sondern fragt argwöhnisch: "Was wollen Sie von mir?"

Beschwichtigend hebt er beide Hände und rückt ein wenig von ihr ab, um ihr Misstrauen zu zerstreuen. "Ich will gar nichts von Ihnen. Ich habe nur regelmäßig auf dem Amt zu tun. Und da durfte ich erleben, wie gewissenhaft und gründlich Sie arbeiten. Dabei sind Sie, wenn ich es richtig verstanden habe, noch in der Ausbildung. Soviel Engagement. Das hat mich sehr beindruckt."

Sie bleibt noch immer distanziert. "Woher wissen Sie so viel über mich? Sind Sie ein Spanner, oder so was?"

Meller setzt eine gekränkte Miene auf. "Aber nein, wo denken Sie hin! Ich bin nur ein Geschäftsmann und redlicher Bürger, der den Wert einer effektiven, fleißigen Verwaltung zu schätzen weiß. Und ich weiß, dass die öffentliche Hand ihre Bediensteten leider nicht immer so gut bezahlt, wie es ihrer Leistung eigentlich entsprechen würde. Gerade bei den hohen Mieten, die man hier bei uns in der Stadt bezahlen muss, ist es da bestimmt nicht leicht, über die Runden zu kommen. Ich fände es wirklich jammerschade, wenn Sie aus wirtschaftlichen Gründen einen anderen Job suchen oder gar in eine andere Gegend ziehen müssten. Das Amt würde eine sehr wertvolle Mitarbeiterin verlieren. Deshalb möchte ich Ihnen gerne ein Angebot machen, mit dem Sie ihre finanziellen Spielräume erweitern können."

Sie kneift die Augen zusammen. "Ist das ein Bestechungsversuch, oder so was?"

Meller unterdrückt seine Belustigung und bemüht sich, möglichst ernsthaft auszusehen. Was hätte die Azubine ihm schon zu bieten, das eine **** lohnen würde? Außer ihrem bislang weitgehend versteckten Körper natürlich, den er gerne entblättern würde.

"Nein, nein! Ich bin absolut gesetzestreu. So etwas käme mir nie in den Sinn. Alles, was ich möchte, ist, Ihnen eine kostenlose Wohnung anbieten."

"Die Wohnung ist wirklich kostenlos?", fragt sie ungläubig nach, "Und was ist mit Nebenkosten?"

"Alles inklusive. Heizung, Wasser, alle Abgaben. Es gibt keine Umlagen oder versteckten Kosten. Sie zahlen nichts. Das einzige, was extra käme, wären Sonderarbeiten des Hausmeisters."

Sie winkt locker ab. "Ach, das brauche ich nicht. Ich bin handwerklich sehr begabt und mache mir die meisten Sachen selbst."

Das würde ich gerne sehen, wie du es dir selbst mit der Hand machst, denkt Meller und leckt sich die Lippen.

Jetzt endlich hat er ihre volle Aufmerksamkeit. Ehe sie ihm wieder von der Angel schlüpft, legt er nach. Er greift in die Innentasche seines Jackets und zieht ein paar zusammengefaltete Papiere heraus.

"Hier ist ein Mustermietvertrag. Lesen Sie ihn in Ruhe durch. Sie werden sehen, es ist ein durch und durch reelles Angebot und für Sie absolut erschwinglich. Ich habe mir auch die Freiheit genommen, den Grundriss eines der Apartments beizulegen, damit Sie sich einen ersten Eindruck verschaffen können. Aber selbstverständlich müssen Sie nicht die Katze im Sack kaufen. Kommen Sie doch einfach zur Besichtigung vorbei. Vorher nur kurz anrufen. Meine Nummer und die Adresse finden Sie oben links auf der ersten Seite."

Er steht auf. "Also dann, hoffentlich bis bald."

Ohne weitere Worte entfernt er sich, während sie nachdenklich auf die Unterlagen in ihrer Hand blickt.

Erscheint Yasemin zur Besichtigung?

Want to support CHYOA?
Disable your Ad Blocker! Thanks :)