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Chapter 85
by
Bitbuster
In Sophias Quartier
Kuschelmietze
„Ich würde ganz gerne einen kleinen Mittagsschlaf machen“ erklärte Sophia und schaute Patrick an.
„Okay“ stimmte er zu und sah, wie sie sich auszog. „Ach, du meinst mit ausziehen und so?“
„Ja klar, wie sonst?“
„Naja, Schuhe aus und dann hinlegen“.
Sie schüttelte nur den Kopf und ging zu ihrem Bett.
Er folgte ihr und stand etwas unschlüssig neben ihr.
„Worauf wartest Du?“ fragte sie ihn und drehte sich dabei auf die Seite.
Er legte sich neben sie, was mit einem grummeln quittiert wurde. Sie nahm seinen Arm und schlang ihn über sich, als wenn es eine Decke wäre. „Noch nie was von Löffelchen gehört?“
„Ja schon, aber woher soll ich wissen, was du möchtest.“
„Hmmmm“ kam es von ihr und dabei wischte sie mit ihrem Katzenschwanz durch sein Gesicht.
„So geht das nicht“ sagte Patrick und wischte sich ein Haar aus dem Mund.
„Dann heb‘ dein Bein an“ forderte sie ihn auf und ihr Schwanz glitt zwischen seine Beine.
„Besser“ meinte er und kuschelte sich an sie.
„Ja, viel besser“ stimmte sie zu und bewegte instinktiv ihren Schwanz, der nun an Patricks Rücken entlangstrich.
„Was ist denn jetzt schon wieder?“ fragte sie etwas unwirsch.
„Nichts, du kitzelst mich am Rücken“.
Sophia verdrehte die Augen, was er natürlich nicht sehen konnte.
Es dauerte nicht lange und er hörte vor sich ein wohliges Schnarchen.
„_Ist irgendwie doch ganz bequem“ dachte er. „Wie mit einem riesigen Teddy kuscheln. Obwohl ich ja schon längst aus dem Alter raus bin“._
Was er nicht berücksichtigt hatte war, dass Sophia sich auch im Schlaf immer wieder bewegte und da er ihren Katzenschwanz zwischen seinen Beinen eingeklemmt hatte, rieb er immer wieder an seinem Sack.
„Jetzt nur keinen Steifen bekommen. Aber warum… ist doch auch egal“ überlegte er sich und ließ der Dinge ihren Lauf.
Irgendwie gelang es ihm dann doch auch einzuschlafen und er träumte davon, dass er in einem riesigen Raum, gefüllt mit fluffig weichen Haaren, schweben würde.
Der Klang des Türsummers riss ihn aus dem Schlaf und er brauchte einige Sekunden, um sich zu orientieren. Sophia warf ihm ihre Decke über und ließ die Tür öffnen.
„Hallo, was gibt’s denn?“ fragte Sophia.
„Ich wollte nur sehen, ob alles in Ordnung ist“ meinte die andere Person. Anhand der Stimme erkannte er, dass Svea vor der Tür gestanden hatte.
„Ja, ist alles in Ordnung“ bestätigte Sophia.
„Oh, du hast Besuch?“ fragte Svea, der beim schnellen Rundumblick nicht entgangen war, dass da irgendjemand in Sophias Bett lag.
„Auch diese Frage kann ich mit ‚ja‘ beantworten“ entgegnete sie.
„Hey, ich hatte mit nur Sorgen gemacht, weil ich nichts von dir gehört habe.“
„Das ist lieb von dir“ hörte er Sophia sagen und es klang so, als wenn sie Svea dabei umarmen würde.
„Dann will ich auch nicht weiter stören“.
„Bleib doch auf einen Kaffee“ bat Sophia an. „Ich muss nur mal schnell einen Raum weiter“.
Patrick hörte, wie sich eine Tür schloss und sofort darauf Svea: „Wenn du wach bist, kannst du gerne unter der Decke hervorkommen.“
Er rührte sich nicht und Svea fragte weiter: „Was für einen Tee möchtest Du? Ich werde schon mal den Kaffee replizieren“.
Er schlug die Decke zurück. „Woher weißt du, dass ich hier bin?“
„Wer sonst trägt so … Freizeitkleidung dieser Art?“ dabei deutete sie auf seine Sachen, die über einen der Stühle gelegt waren.
„Was stimmt denn damit nicht?“
„Vulkanische Hose, Bajoranischer Pullover und Unterwäsche der Trill. Von den Schuhen der Akademieneulinge zu schweigen.“
„Die sind bequem“.
„Schon gut, also?“
„Einfach n‘ schwarzen Tee, bitte“.
Svea nickte und ging zum Replikator. Er nutzte die Gelegenheit und sprang schnell aus dem Bett, um sich wenigstens seine Unterwäsche vom Stuhl zu nehmen.
„Nichts, was ich nicht schon gesehen hätte“ sagte Svea mit dem Rücken zu ihm.
Kaum hatte er seine Unterhose hochgezogen, als sich Svea umdrehte.
„Ich finde es toll, dass du dich heute um Sophia kümmerst.“
„Was ist denn heute so besonders?“
„Oh, ich dachte, du wüsstest das. Heute ist der Jahrestag, an dem fast ihre gesamte **** getötet wurde.“
„Nein, das wusste…“ er verstummte, als sich die Tür öffnete und Sophia den Wohnbereich betrat.
Sophia schaute zu Patrick und zu Svea. „Ich habe das Gefühl, ihr habt gerade über mich gesprochen.“
„Ja, ich habe ihm gerade gesagt, was für ein Tag heute ist.“
„Schade“ entgegnete Sophia.
„Wie, schade?“ fragte nun Svea nach.
„Mir ist ein unbedarft wohliges Zusammensein lieber als ein Mitleidvolles.“
Betreten schwieg Svea und Patrick ging schnell einige Schritte auf den Replikator zu.
„Der Tee wird sicherlich für mich sein, wer bekommt was von den anderen Bechern?“
„Kaffee für mich und die Milch für Sophia“ antwortete Svea leise.
Er schaute kurz in die jeweiligen Becher um zu sehen, was sich in welchem befand.
„Möchte vielleicht jemand einen Keks oder ein Stück Kuchen dazu?“
Irgendwie war die Stimmung gekippt und er wusste nicht wirklich, was er sagen sollte.
„Stille und Schweigen ist jetzt bestimmt falsch, aber wie kommen wir aus der Nummer wieder raus?“ fragte er sich.
Da keiner etwas sagte, bestellte er eine Schale mit Baumkuchenspitzen, Typ Orange und stellte sie auf den Tisch.
„Was ist denn das?“ fragten die beiden Frauen fast zeitgleich.
„Das sind feinste schokolierte Baumkuchenspitzen mit Orangenlikör. Umhüllt mit einer zarten Schicht aus Zartbitterschokolade. Der in Schichten gebackene Baumkuchen wird zunächst in Ringe und dann in Stücke geschnitten. Die so entstandenen Spitzen werden mit Orangenlikör getränkt und dann mit feinster Edelschokolade überzogen. Der Orangenlikör verleiht den süßen Leckerbissen eine fruchtige Note, die wunderbar mit dem edlen Überzug harmoniert.“
Svea prustete laut los und auch Sophia lachte schallend.
„Du musst noch sagen: Für sie heute und nur heute zum Sonderpreis, nur drei Streifen Latinum“.
Alle drei nahmen sich ein Stück und probierten.
„Und woraus besteht Baumkuchen?“ fragte Sophia kauend.
„Die Zutaten einer Baumkuchenmasse sind Butter, Eier, Zucker ...“
„Gut, gut gut“ stoppte ihn Sophia „also nichts mit Holz oder so.“
„Nein, der heißt nur so, wegen den Schichten, wie die Ringe beim Baum“.
„Ich wusste gar nicht, dass wir sowas im Repli gespeichert haben“ warf sich nun Svea ins Gespräch.
„Nein, hattet ihr auch nicht. Aber jetzt gibt es das mit Vollmilch-Schokolade und eben Zartbitter. Mit Orangenlikör und auch Rum oder Eierlikör“ erklärte Patrick.
„Gut zu wissen“ meinte Sophia und nahm sich noch ein Stückchen.
Die beiden Frauen unterhielten sich über die nächsten Planetenstopps und es wurde immer mal wieder die eine oder andere Geschichte von lustigen oder ungewöhnlichen Ereignissen bei einer Außenmission erzählt, bis sich Svea verabschieden musste. „Ich muss jetzt leider wieder los, habe heute noch den Kontrollgang in der mittleren Sektion zu machen.“
„Und was machen wir heute Abend noch?“ fragte Patrick.
„Popcorn oder Pizza und einen Film sehen?“
„Gute Idee“ stimmte er zu und nickte dabei.
Filmabend
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Eine Reise durch Zeit und Raum
Eben noch auf der Erde und jetzt schon im All
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