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Chapter 83
by
Bitbuster
Wochenende
Keine besonderen Vorkommnisse?!
Patrick hatte sich zwei freie Tage eintragen lassen und so schlief er etwas länger, als sonst üblich.
Nachdem er aufgewacht war, führte ihn sein Weg in den Sanitärbereich und kurze Zeit später stand er in Freizeitkleidung vor dem Replikator. „Hm, nee, ich gehe heute frühstücken.“ dachte er.
„Computer: In welcher Messe oder Casino sind momentan die wenigsten Personen?“
„Deck 13, Messe 2, 8 Personen“ bekam er als Antwort.
„Oh, Messe zwei, da war ich noch nie“.
Gemütlich ging er zum Turbolift und fuhr nach Unten, wenn man „Oben“ und „Unten“ als klassische Betrachtungsweise beibehielt.
Wie auch die Messe 1 war dieser Raum baugleich und so fand er sich gut zurecht. Da sich auf den umliegenden Decks eher technische Stationen befanden, war hier kaum Personal aus den wissenschaftlichen Abteilungen zu sehen.
Nachdem er sich sein Frühstück bestellt hatte, wollte er mit dem Tablett gerade einen der freien Tische ansteuern, als er von einem Mann angesprochen wurde.
„Hallo, setzt dich doch zu uns.“
„Irgendwie kenne ich denn...“ überlegte Patrick und setzte sich dankend auf den letzten freien Platz am Vierertisch.
„Du bist einer von den Wissenschaftlern, oder?“ fragte ihn der Mann, der ihn zuvor angesprochen hatte.
Patrick erklärte kurz, wer er war, brauchte jedoch nicht viel zu erklären, da „der Typ, der aus der Vergangenheit mitgenommen wurde“ auf dem Schiff bekannt war. Nur kannte kaum jemand sein Gesicht.
„Ach, du bist das“ sagte sein Gegenüber. „Oh, entschuldige, ich habe uns noch gar nicht vorgestellt. Das da neben dir ist Jo, der hier neben mir ist Klaas und ich heiße Sven“.
„Der da und ich heiße nicht Jo, sondern Jonathan“ sagte der Mann neben Patrick etwas grimmig zu Sven.
„Ja, Jooonaaaathaaaannn“ antwortete ihm Sven und zog den Namen überdeutlich in die Länge.
„Lass es einfach“ zischte Jonathan und biss in sein Brötchen.
Es vergingen einige Minuten, in denen jeder mit seinem Frühstück beschäftigt war, als es aus Patrick herausplatzte: „Ich weiß, dass klingt doof, aber irgendwo her kenne ich dich“.
Sven nickte. „Jap. Ich bin hier Transporterchief, so wie Jo...Jonathan auch. Da haben wir uns schon einmal gesehen.“
Patrick nickte. „Richtig, daher“, dann schaute er zu Klaas.
„Wir kennen uns noch nicht, ich krabbel auch eher in irgendwelchen Wartungsschächten herum“ meinte Klaas zwischen zwei Kaubewegungen.
Schnell versuchte Patrick sein Frühstück zu beenden, da er sich irgendwie falsch in der Gruppe fühlte. So verabschiedete er sich recht bald und überlegte, wo er noch nicht so häufig gewesen war.
Der Turbolift brachte ihn ein Deck höher zum Deck 12.
„Oh, mal sehen, ob ich auf die Brücke komme.“
Nach nur wenigen Schritten stand er vor der Brücke der unteren Sektion, zu der er jedoch keinen Zutritt hatte.
„Hm, komisch, warum ist hier keiner?" Dann fiel ihm wieder die Kurzbeschreibung ein:
FSS Tyche : Prometheus-Klasse
Schiffe der Prometheus-Klasse sind für Kampfeinsätze, Geleitschutz und in Friedenszeiten für Patrouillen zur Grenzsicherung prädestiniert. Dabei ist vor allem der Multi-Vektor-Angriffs-Modus neben einer überdurchschnittlichen Bewaffnung und einer dicken Panzerung der Hülle die Technik an Bord, die das nicht übergroß gebaute Schiff gefährlich macht. Hinzu kommt, dass es an Bord eines Schiffes der Prometheus-Klasse möglich ist, mit nur einer Person das Schiff von der (Haupt-)Brücke aus zu kommandieren, selbst wenn es sich im Multi-Vektor-Angriffs-Modus befindet.
„Ich fahre dann mal weiter nach oben“ waren seine Gedanken, als er wieder in den Turbolift stieg.
Der Lift war gerade angefahren, als er auch schon ein Deck höher wieder hielt und sich die Türen öffneten.
„Ähm, … Hallo Jenny“
Sie schaute ihn an: „Oh, … Hallo“, betrat den Lift und drängte sich an die Wand.
„Ist alle in Ordnung?“ fragte er vorsichtig.
„Das...also...das würde ich auch gerne wissen.“
„Naja, ich meine wegen gestern“ versuchte er zu erklären.
„Ja, ich weiß, meine ich auch.“
Beide wurden durch das Zischen der sich schließenden Türen abgelenkt.
„Also gut, dann ganz direkt: Ich bedaure, wenn ich dich gestern gelangweilt habe“.
„Wieso gelangweilt?“ fragte Jenny irritiert.
„Na, du bist doch eingeschlafen“.
„Ja, stimmt. So geborgen habe ich mich schon lange nicht mehr gefühlt und der Schlaf war erholsamer, als eine ganze Woche Zwangsruhe auf der Krankenstation.“
„Oh, ...äh...geborgen... ja, dann...“
„Was dachtest du denn?“ fragte sie jetzt interessiert.
„Naja...“ er kratzte sich verlegen am Kinn „ich dachte, dass ich so langweilig bin, dass ich wie eine Schlaftablette auf dich wirke.“
„Ach quatsch“ antwortete sie und gab ihm einen schnellen Kuss. „Treffen wir uns morgen oder übermorgen?“
„Ja, äh... übermorgen“ antwortete er etwas überrumpelt und schaute auf die sich öffnenden Türen.
„Oh, Deck 1, passt“ meinte Jenny, die ebenfalls in den Gang schaute. „Bis später“.
Sie verließ den Turbolift und Patrick blieb nachdenklich im Lift stehen.
„Deck Eins, Sie haben Ihr Ziel erreicht“ erinnerte ihn die Computerstimme.
„Ja, ja, hetz' mich nicht“.
Er stieg aus dem Lift und sah noch, wie Jenny im Konferenzraum verschwand.
„Oh, ist heute eine Sitzung mit Thea im großen Raum?“ überlegte er und ging weiter zum Büro der XO.
Der Türsummer signalisierte, dass jemand vor der Tür stand und Svea stellte ihren dritten Becher Morgenkaffee auf den Tisch und ließ dann die Tür öffnen.
„Hallo Svea“ grüßte er.
„Hallo, Du bist das. Was gibt’s ?“ fragte sie.
„Ähm, Du wolltest mich sprechen, wenn ich Zeit habe“ erinnerte er sie.
„Achso, ja. Gut, ich mache es kurz, es ist momentan etwas hektisch. Ich kann dich keinem festen Team zuordnen, daher ist die Frage, ob du als so eine Art Springer oder zusätzlicher Begleiter die Außenteams, wenn es keine gefährlichen Aufträge sind, begleiten möchtest.“
„Mit Sophia, dir oder Thea oder so dann runter zu den Planeten?“
„Oder auch als Shuttlebegleitung. Das wird jetzt häufiger vorkommen, wenn wir das Mansil einsammeln.“
„Äh, ja klar, da brauche ich nicht lange zu überlegen“.
„Schön, dann plane ich das mit ein. Dann, wie immer, regelmäßig in den Kalender sehen.“
Patrick nickte.
„Ist noch was?“ fragte Svea, die sich schon wieder ihrem Computer zugewandt hatte.
„Nein, ähm, danke“. Schnell verließ er ihr Büro.
„Ich sollte zu Sophia gehen und ihr das sagen“. „Computer: Sophia Liponda lokalisieren“.
„Sophia Liponda befindet sich auf Deck 11. Wi BaLab 2“.
„Ob ich mich je daran gewöhnen werde? Also auf zum wissenschaftlichen Basislabor zwei“.
Im Labor
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Eine Reise durch Zeit und Raum
Eben noch auf der Erde und jetzt schon im All
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