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Chapter 82 by Bitbuster Bitbuster

Freitag

Picknick

Wieder an Bord fragte Sophia: „Hast Du heute schon etwas vor?“
„Ich hatte mich für heute Nachmittag, oder Abend, mit Jenny verabredet.“
„Oh, sehr gut.“
„Wollest Du irgendetwas?“ frage er lieber noch einmal nach.
„Nein, nein, schon gut. Wenn Du nichts geplant gehabt hättest, dann hätte ich Dir den Kinotip des Abends genannt.“
„Vielleicht möchte sie ja auch ins Kino?“ hakte er nach.
„Das glaube ich nicht“ antwortete sie mit einem breiten Grinsen.
„Ok, was weißt Du, was ich noch nicht weiß?“
„Hm… nenne es einfach weibliche Intuition.“

Patrick schüttelte den Kopf und ging in sein Quartier.

Frisch ultrageschallt und umgezogen schaute er auf die Uhr am Schreibtisch.
„Es ist zwar noch etwas Zeit, aber ich gehe einfach schon mal los.“

Wie es der Zufall wollte, traf er im Turbolift auf Svea.

„Oh, Hallo. Einen schönen Ausflug gehabt?“ fragte sie.

Er erzählte vom Wald und das sie dann in einen Wolkenbruch gekommen waren.

„Oha, Sophia und Wasser. Aber das ist wohl typisch Cait oder auch bei allen Katzen so“ meinte sie nachdenklich.

Den Teil mit der Baumgruppe ließ Patrick lieber aus und berichtete dann vom Rückflug.

„Ich muss weiter zur Brücke“ sagte Svea, als der Turbolift auf dem Deck mit dem Aboretum hielt und Patrick sich in die Tür stellte, um zu Ende zu erzählen.

„Ich muss auch weiter“ antwortete er daher knapp und verließ den Lift.

„Es ist immer wieder ein toller Anblick“ dachte er, als sich die Tür zum Aboretum mit dem typischen Zischlaut hinter ihm schloss und er auf den Miniwald schaute.

Schnell war die kurze Strecke zu „seinem Baum“ zurückgelegt und er sah Jenny mit einer ausgebreiteten Decke und allerlei Geschirr und Boxen unter dem Baum sitzen.

„Oh, Du bist schon da“ begrüßte sie ihn.
„Hallo, ja, ich wollte nicht zu spät kommen“ antwortete er darauf.

Gemeinsam verteilten sie das Geschirr, danach wurden die Boxen geöffnet.

„Ich wusste nicht genau, was Du so magst, daher habe ich hier sowohl Fleisch, wie auch Fisch und Salate.“
„Och, solange es nicht diese lebenden Würmer sind, probiere ich erst einmal alles“ sagte er mit einem Lächeln.
„Nein, die sind nicht dabei, alles zubereitet. Also... der Salat ist teilweise roh, aber ansonsten alles für den menschlichen Verzehr geeignet.“

Ein bunter Salat hatte es ihm besonders angetan.

„Was ist denn hier alles drin?“
„Das weiß ich auch nicht so ganz genau. Tomate, Karotte, zwei oder drei Sorten grüner Salat, kleine Käsewürfel, Oliven, Zwiebeln, Mais und noch so einige andere Sachen.“

Nachdem er sich einige Löffel Salat auf einen Teller abgefüllt hatte, fragte er: „Möchtest Du auch?“
Sie nickte und so gab er ihr seinen Teller und er füllte sich erneut etwas ab.

Gemeinsam aßen sie und probierten sich durch die verschiedenen Gerichte und während Jenny von ihrer Zeit an der Akademie erzählte, berichtete er von seiner Schulzeit und was er danach als Job getan hatte.

„Ich bin satt, möchtest Du noch etwas?“ fragte er und sie bat noch um etwas Saft. Für ihn hatte sie extra eine Flasche mit Cola mitgebracht, die er auch schon fast ausgetrunken hatte.

Sie verneinte und begann, dass Geschirr langsam zusammenzupacken.

Bis auf zwei Gläser war alles wieder verstaut, als sie plötzlich sagte: „Ich... also...wenn Du nichts dagegen hast, dann würde ich ganz gerne mit Dir zusammen sitzen.“
„Wir sitzen hier doch zusammen“ antwortete er etwas irritiert.
„Ja, nein... so meine ich das nicht. Lehne Dich bitte an den Baum und spreize die Beine“ .
„Ok“ und dann lehnt er sich an den Baum.

Sie stellte sich zwischen seine Beine und drehte sich dann, um sich zu setzen und mit ihrem Rücken an seine Brust zu lehnen. Sie steckte ihre Beine aus und kuschelte sich an ihn. Vorsichtig legte er seine Arme um sie und wie von selbst ergriff sie seine Hände und legte sie auf ihrem Bauch ab.

Ihre Haare waren jetzt direkt unter seiner Nase und er holte tief Luft.
„Sie riecht nach Apfel. Gibt es hier Apfelshampoo? Warum braucht man Shampoo, wenn doch alles mit Ultraschall funktioniert?“

Er wurde aus seiner Gedankenwelt gerissen, als sie sich kurz räkelte und anschließend seufzte.

„Alles in Ordnung?“ fragte er.
„Jetzt ja“

Schweigend saßen sie nun unter dem Baum und gerade, als er etwas fragen wollte, hörte er ein leises Schnarchen.
„Schläfst Du?“ flüsterte er, bekam jedoch keine Antwort.
„Na toll, jetzt ist die eingepennt. Hm... gut, ich gebe ihr etwas Zeit, vielleicht wacht sie gleich wieder auf.“

Jenny schlief ruhig weiter und irgendwann tat ihm so langsam aber sicher der Nacken weh.

„Das hatte ich mir anders vorgestellt. Ist ja gut zu wissen, dass ich auf sie wie eine Schlaftablette wirke. Bestimmt will sie sich nicht mehr mit mir treffen, wenn ich so langweilig für sie bin.“

„So, dass reicht, ich muss mich bewegen“ dachte er und bewegte langsam seinen Kopf und die Schultern, um die Verspannungen etwas zu lösen.
Jenny wurde davon wach und murmelte noch ganz verschlafen: „Wo bin ich?“
„Im Aboretum“
Sie schreckte hoch und schaute sich um. „Oh, ich bin eingeschlafen.“
„Dann ist es vielleicht besser, wenn Du in Dein Quartier gehst“ sagte Patrick und hatte selbst etwas Mühe, aufzustehen.

Jenny schaute ihn an und er wusste den Blick nicht zu deuten. Hastig sammelte sie die Sachen zusammen und er half ihr dabei.

„Vielleicht wiederholen wir das mal wieder?“ fragte sie zaghaft.
„Joah, können wir machen“.

Wieder schaute sie ihn an, sagte aber nichts.

Gemeinsam gingen sie zum Turbolift und jeder stieg auf seinem Deck aus.

Wieder im Quartier, ließ er den Nachmittag noch einmal vor seinem geistigen Auge ablaufen.
„Das war schon irgendwie komisch. Gut, das Essen war normal, aber dann einfach einzuschlafen... Wie spät ist es überhaupt?“

Er schaute zur Uhr und sah, dass es bereits kurz nach 22 Uhr war.
„Was, dann waren wir jetzt fünf Stunden im Aboretum? Kein Wunder, dass mir fast die Schultern abgefallen sind.“

Nachdem er sich ausgezogen hatte und im Bett lag, schlief er selbst schnell ein.

Wochenende

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