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Chapter 78
by
Bitbuster
Der Tag ist nicht vorbei
Je später der Abend
Vom Türsummer geweckt, aktivierte Patrick als erstes das Licht.
„Ahhh, Computer: Licht 75 %“
Sofort dunkelte sich die Beleuchtung ab und es meldete sich wieder der Türsummer.
„Oh, Mist, wer ist das denn?“ dachte er und stand langsam auf.
Noch im Halbschlaf versuchte er wenigstens sein Haar etwas zu ordnen, bevor der den Computer anwies, die Tür zu öffnen.
Verschlafen schaute er zur Tür, doch niemand betrat sein Quartier.
„Ähm, Hallo?“ fragte er vorsichtig und ging zur Tür.
Fast genauso vorsichtig steckte Koshiko ihren Kopf durch die Tür.
„Darf ich reinkommen?“ fragte sie leise.
„Ja klar“ antwortete er und ging in Richtung Schreibtisch.
„Es tut mir leid, wenn ich dich geweckt habe“ sagte sie schüchtern.
„Wie spät… Computer: wie spät ist es?“
„Es ist … Achtzehn Uhr … und … Dreiundzwanzig Minuten“ bekam er als Antwort.
„Es war einfach nur ein anstrengender Tag“ erklärte er und schaute Koshiko dabei an.
„Sie hat ganz rote Augen, was ist denn los?“ fragte er sich.
„Entschuldigung, ich wollte … nicht stören. Ich gehe wohl besser“ meinte sie wieder kaum hörbar.
„Quatsch, bleib‘ hier. Was ist denn los?“ fragte er sie ebenso leise und wunderte sich etwas, dass er jetzt auch flüsterte.
„Ich wollte fragen, ob,… also… wenn es möglich wäre … und es dir Recht ist… also wenn…“
„Sag es einfach“ forderte er etwas heftiger, als beabsichtigt.
Koshiko zuckte zusammen und starrte ihn wie ein Reh im Scheinwerferlicht an.
„Entschuldigung, ich bin wohl noch nicht ganz wach. Wie kann ich Dir helfen?“
„Darf ich, also, dürfte ich heute Nacht hier schlafen? Sophia hat mit Svea ihren Frauenabend und ich weiß nicht, wo ich sonst hin sollte.“
„Wieso schläft sie nicht in ihrem Quartier?“ dachte er, fragte aber vorsichtshalber nicht nach.
„Ja, klar. Dann schlafe ich auf dem Sofa.“
„NEIN“ rief sie erschrocken und fügte sofort hinzu: „Wenn, dann schlafe ich dort. Ich mache dir schon genug Umstände.“ „Das ist kein Umstand. Und ich habe kein Problem damit, mal eine Nacht dort zu schlafen.“
„Ich möchte aber, dass du in deinem Bett schläfst.“ sagte sie fast flehend.
„OK, Vorschlag. Ich lege mich auf meine Seite und du legst dich auf die andere Seite. Immerhin ist es ein Doppelbett und damit genug Platz für zwei.“
Ohne lange zu überlegen stimmte sie zu.
„Gut, dann wäre das geklärt. Da ich jetzt wieder wach bin, holte ich mir etwas zu ****. Möchtest Du auch was? Oder etwas Essen?“
„Vielleicht einen Becher Tee, wenn ich darf.“
Patrick verdrehte etwas die Augen, ließ es dann aber sofort sein, als er sich dabei ertappte.
„Pass auf, solange du hier im Quartier bist, kannst du jederzeit an den Replikator. Ist nicht meiner, gehört dem Schiff. Also brauchst du auch nicht zu fragen. In Ordnung?“
Koshiko nickte stumm.
Er ging mit den beiden Teebechern zur Sitzgruppe, wo sie sich bereits in einen der Sessel gekauert hatte.
Gedankenverloren drehte sie den Becher in ihren Händen und bemerkte zunächst nicht, dass Patrick mit ihr sprach.
„Patrick an Koshiko, Hallo, hörst du mich?“ fragte er freundlich.
„Wie? Oh, … ja, ich war in Gedanken.“
„Hm, möchtest du darüber sprechen?“
Sie schwieg und antwortete erst nach einer gefühlten Ewigkeit. „Nein, ich muss mir erst selbst über einige Dinge klar werden.“
Er nickte und fragte: „Noch einen Tee?“
„Nein danke. Ich glaube, ich sollte jetzt schlafen gehen.“
„Gut, dann mach‘ du dich zuerst fertig“ forderte er sie auf.
Sie nickte und verschwand in der sanitären Einrichtung.
Das Bild, welches sich ihm kurze Zeit später bot, würde er nicht so schnell vergessen.

„Mein kleines, großes Mangamädchen“ dachte er und traute sich nicht zu fragen, ob sie immer so ins Bett gehen würde.
Nachdem auch er sich bettfertig gemacht hatte, hörte er schon von weitem Schnarchgeräusche.
„Na das kann ja lustig werden“
Bis an den äußersten Rand hatte sie sich gelegt, um ihm so viel Platz wie möglich zu lassen und fast befürchtete er, dass sie aus dem Bett fallen würde.
„Hm, sie liegt jetzt doch auf ‚meiner‘ Seite“ dachte er und war fast ein wenig eifersüchtig, als er sah, wie sie ‚mit seinem Kissen‘ kuschelte. „Dabei ist die andere Seite frisch bezogen und sie liegt jetzt… , na, ist jetzt auch egal.“
Vorsichtig deckte er sich zu und es war wieder einer der Momente, wo er sich darüber freute, dass er sich für geteilte Decken entschieden hatte.
„_Ob sie morgen früh noch hier liegt?“ _war der letzte Gedanke, bevor er einschlief.
Der Morgen danach
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Eine Reise durch Zeit und Raum
Eben noch auf der Erde und jetzt schon im All
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