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Chapter 74 by Bitbuster Bitbuster

(K)ein gewöhnlicher Sonntag

Feste soll man Feiern...

Auf dem Weg zu seinem Quartier sah er viele Bajoraner in etwas ungewöhnlicher Kleidung.
Der Computer erklärte ihm, dass es das Dankbarkeitsfest, auch Peldor-Fest genannt, war, welches die Bajoraner feierten.

„Vielleicht darf ich dort zusehen“ dachte er und machte sich auf den Weg zum Casino.

Vom Computer wusste er, dass das Casino heute für den Anlass reserviert worden war.
Im Turbolift gesellten sich zwei in durchaus prachtvollen Gewändern gekleidete Bajoranerinnen zu ihm.

„Ich weiß, dass sie heute ihr Dankbarkeitsfest feiern. Darf man dort zusehen?“ fragte er höflich.

Ohne zu zögern antwortete die kleinere der Beiden: „Zusehen, mitfeiern – es ist fast alles erlaubt, wenn den Propheten entsprechend Respekt gezollt wird.“

„Hm, ich weiß nicht genau, was ich da machen müsste“ erklärte Patrick und diesmal war es die Größere, die antwortete. „Es ist ein religiöses Fest. Einfach nicht ganz so laut fluchen wie sonst und alles ist in Ordnung.“

Die beiden Frauen lachten. „Ich hole die erste Runde Kavasaft für uns. Oder soll es etwas stärkeres sein?“

„Ich kenne keinen Kavasaft“ gestand er und fast synchron antworteten die Beiden: „Dann wird es Zeit“.

Im Casino reichte man ihm ein Glas des bajoranischen Getränks und man stieß zusammen an.
Es folgten viele kleine Gespräche und der Vormittag war schneller vorbei, als er es gedacht hatte.
Er unterhielt sich gerade mit einem Technikerteam, als ihn ein Bajoraner fragte, ob er auch etwas essen wolle.

„Gibt es etwas typisches, was man heute essen sollte?“
„Nein, einen speziellen Kuchen oder so gibt es nicht. Was soll ich denn mitbringen?“
„Ich kenne mich mit bajoranischen Speisen nicht aus, also egal, irgendwas“

Der Bajoraner fragte die Damen der Gruppe und man entschied sich für kleine Häppchen, damit Patrick alles mal probieren konnte.

Wenig später brachte der Techniker ein großes Tablett mit vielen kleinen Schalen und Tellern.

„Das ist Larish-Pastete, daneben Mapabrot, dann etwas Hasperat, extra scharf, Ramufta und hier noch etwas Ratamba-Stew“

Er probierte sich durch die bajoranische Küche und das Brot gefiel ihm besonders gut, schön luftig und doch recht würzig.

Als er gehen wollte, bot man ihm an, gegen Abend noch einmal wieder zu kommen, da dann auch Tänze und Musik dargeboten würden.

Wieder in seinem Quartier zurück, blinkte ihn die kleine Infolampe an.

Jenny hatte sich gemeldet und angefragt, ob er sich vielleicht mit ihr am Nachmittag im Aboretum treffen würde.
Es war keine Frage, dass er den Termin bestätigte.

Die Zeit bis zum Treffen überbrückte er mit Artikeln über den Planeten Bajor und deren Traditionen. Vieles vom Vormittag wurde ihm dadurch nun besser verständlich.

Gegen 16:00 Bordzeit verließ er sein Quartier und ging zum Aboretum. Zuvor hatte er einen kleinen Kuchen und je eine Thermoskanne mit Kaffee und eine mit Tee repliziert.

So ein Picknick hilft vielleicht, dass wir ein Gesprächsthema haben“ waren seine Gedanken.

Wie er schon vermutet hatte, traf er Jenny unter 'seinem' Baum an.

„Hallo, ich habe uns etwas mitgebracht. So eine Art Picknick.“ meinte er und stellte die Sachen auf den Boden.

Jenny schaute ihn zunächst mit großen Augen an und kaum hatte er alles abgestellt, umarmte sie ihn fest.

„Woher wusstest du das? … Ach, Du hast bestimmt nachgesehen, oder?“
„Ähm, jetzt bin ich raus. Was habe ich nachgesehen?“
„Na, was für ein Tag heute ist.“
„Achso,... ja. Das habe ich nachgesehen. Dankbarkeitsfest der Bajoraner“ gab er offen zu.

Sie löste sich etwas, um ihm sanft auf den Arm boxen zu können.

„Blödmann“ sagte sie schon fast liebevoll.
„Ok, jetzt bin ich wirklich verwirrt. Es ist doch heute das Fest, die feiern alle im Casino.“

Nun war es Jenny, die ihn etwas eigenartig ansah.

„Kein Scherz? Die feiern heute?“
„Ja, ich war heute Vormittag im Casino. Da gab es diesen Kavasaft und so ein scharfes Zeugs zu essen.“
„Hasperat“ erklärte sie.
„Ja genau.“ bestätigte er.
„Oh... und ich dachte... naja, egal“. Sie klang etwas enttäuscht.
„Nicht egal, was ist denn?“ hakte er nach.
„Ach, … ich habe heute Geburtstag“
„Oh... ähm, ja,... alles Gute zum Geburtstag“ stammelte er verlegen.

Mist, da hätte ich drauf kommen können“ ärgerte er sich etwas.

„Ja, danke“ antwortete sie knapp und schaute zu dem Mitbringsel.
„Ermm... Einmal Kaffee für Dich und Tee für mich. Magst Du überhaupt Schokokuchen mit Zitronenguss?“
„Wer mag keinen Schokokuchen?“ antwortete sie mit einem Lächeln und nahm den Kaffee entgegen.

Schweigsam aßen sie den Kuchen und wie beim Mal zuvor, schaute sie immer wieder kurz zu ihm und drehte sich schnell weg, wenn er in ihre Richtung schaute.

„Sag schon, was ist?“

Jenny schwieg.

„Nun?“ fragte er etwas energischer.
„Meinen letzten Geburtstagskuchen habe ich zusammen mit meinen Eltern gegessen.“ sagte sie zögerlich.

Da er nicht wusste, was er darauf hätte antworten können, war er es nun, der schwieg.

Der Kuchen war komplett aufgegessen, die Thermoskannen leer und beide schwiegen sich an, als Jenny aufstand.

„Ich danke Dir für die schöne Zeit“
„Oh, ähm, möchtest Du heute Abend zu dem Fest im Casino?“ fragte er schnell.
„Nein, ich bleibe lieber in meinem Quartier“

Schnell war sie verschwunden und er packte das leere Geschirr zusammen.

Wieder in seinem Quartier verbrachte er den Abend mit einem Film. Auf das Fest wollte er alleine dann doch nicht gehen. Mit dem Gedanken, sich in seinem Terminplaner alle Geburtstage anzeigen zu lassen schlief er ein.

Frauen

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